Schützen und Freiwillige Feuerwehr im Fokus der Politik

Gemeinsam feiern, gemeinsam anpacken und dabei ein Zeichen für das Ehrenamt setzen: Eine Woche vor der Kommunalwahl haben die Lindener Schützen und die Freiwillige Feuerwehr Linden zu ihrer gemeinsamen Festveranstaltung eingeladen. Dass der Termin auch auf politischer Ebene auf großes Interesse stieß, zeigte der Besuch von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker*innen.

Im Mittelpunkt standen dabei diejenigen, die sich vor Ort engagieren und Verantwortung übernehmen. „Mit Ihrer Einsatzbereitschaft und Ihrem Engagement sind Sie ein wichtiges Fundament unserer Gesellschaft“, würdigte der Lindener Bundestagsabgeordnete und aktuelle Verteidigungsminister Boris Pistorius die Arbeit der beiden Veranstalter.

Gerade mit Blick auf die bevorstehende Wahl hob Pistorius die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für eine lebendige Demokratie hervor: „Eine Demokratie braucht Menschen, die anpacken und eigene Interessen auch mal zurückstellen. Das lassen wir uns nicht kaputt machen, auch nicht von Rechtsaußen.“

Persönliche Worte richtete der langjährige Innenminister von Niedersachsen an die  Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Linden, die in diesem Jahr ihr 150‑jähriges Bestehen feiern kann: „Ich weiß, auf Sie ist an 365 Tagen 24 Stunden lang Verlass, wenn Menschen in Linden in Not geraten. Sie verlassen selbstverständlich das Abendessen mit der Familie, das Treffen mit Freunden  oder den Schreibtisch im Büro, wenn Alarm ausgelöst wird. Dafür sage ich Danke!“

Erste Lindener Butjer Challenge

Anlässlich ihres Geburtstages hatte die Freiwillige Feuerwehr zur ersten Lindener Butjer Challenge eingeladen. 7 Teams aus Niedersachsen waren angetreten, um in Linden beim Kulturzentrum Faust, dem PLATZprojekt und an weiteren Orten sechs Spiele zu bewältigen. So sollten aus alten Feuerwehrgeräten neue gebastelt oder Holzbrücken montiert werden. Die Ortsfeuerwehr Bornum gewann die Challenge, dicht gefolgt von der Freiwilligen Feuerwehr Badenstedt (Platz 2) und der Freiwilligen Feuerwehr Egestorf 1 (Platz 3).

56. Lindener Schützenfest in gewohnter Stärke

Sechs Schützenvereine mit rund 400 Mitgliedern bilden aktuell die Interessengemeinschaft Lindener Schützen: Schützengesellschaft Linden von 1904, Freihand-Schützengesellschaft Linden von 1906, Bürger-Schützengesellschaft zu Linden von 1906, Schützen-Club „Alt-Linden“ von 1921, Schützengesellschaft Heimat von 1925 und Kronen-Schützen-Gilde von 1964 Hannover. „Noch sind wir stabil, aber es wird schwerer, Nachwuchs zu gewinnen“, sagt deren Vorsitzender Michael Goldkamp. Einen klaren Trend lässt auch die Mitgliederstatistik des Stadtsportbundes Hannover, in dem die Schützengesellschaft, die Freihand-Schützengesellschaft und der Schützen-Club Mitglieder sind, nicht zu: Während die Schützengesellschaft mit 163 Mitgliedern seit 2025 stabil ist, haben die Freihandschützen drei Mitglieder neu aufgenommen und liegen aktuell bei 47. Der Schützenbund dagegen verlor von 2024 auf das Folgejahr 7 Mitglieder und liegt aktuell bei 31.

 

Freiwillige Feuerwehr Badenstedt
Freiwillige Feuerwehr Badenstedt

Bildnachweis: Katharina Kümpel

1 Leserkommentar zu „Schützen und Freiwillige Feuerwehr im Fokus der Politik“

  1. Nur 356 Tage im Jahr Verlass auf die Feuerwehr? Hat Pistorius das wirklich so gesagt? Richtig wären wohl 365 Tage…

Die Kommentare sind geschlossen.

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