„Limmerstraße“ von 1987 über einen lebendigen Geschäftsbereich

Limmerstraße 1987
Viel Verkehr in der Limmerstraße 1987 in Linden-Nord

„Ein buntes Bild voller Leben“, so die Sprecherin im Film über die Limmerstraße in Linden-Nord. Corinne Krull, Barbara Vollmer und Wolfgang Becker beschreiben in diesem Kurzfilm aus dem Jahr 1987 insbesondere die Geschäftslage in diesem auch heute noch bedeutsamen Einkaufsbereich. Eine historische Momentaufnahme, vieles hat sich seither verändert.

Damals gab es noch kein „Limmern“, keine durchgängige Fußgängerzone, auch Hochbahnsteige waren nicht in Planung. Vom Küchengarten aus beeinflusste das vitale Ihme-Zentrum den Einzelhandel. Zur Diskussion stand seinerzeit die zukünftige Entwicklung des Geschäftsbereichs Limmerstraße. Das vom städtischen Gutachter favorisierte Konzept „Wachse oder Weiche“ – so eine Stimme im Film – stieß im Stadtteil überwiegend auf Ablehnung.

Der Film wurde von der Abteilung für Sanierungen des städtischen Baudezernats in Auftrag gegeben und finanziert. Realisiert wurde er von der N8-Videogruppe, deren Räumlichkeiten damals im Eckladen der Nedderfeldstraße Nr. 8 waren. Die zum Teil schlechte Bildqualität ist den Aufnahmen im VHS-Standard geschuldet.

Bildnachweis: N8-Videogruppe

28 Gedanken zu „„Limmerstraße“ von 1987 über einen lebendigen Geschäftsbereich“

  1. Um dem Blues, der hier in vielen Beiträgen durchklingt, mal etwas Erfreuliches entgegenzusetzen:
    Die Limmerstraße ist ein Glücksort in Hannover!
    Das stellen die Macher dieses 35 Sekunden kurzen Kurzfilms fest, mit dem der Wissenschaftsladen Hannover zur Utopionale 2020 einlädt:
    https://www.youtube.com/watch?v=QvmH46BkQa4
    Im Mittelpunkt stehen ein Kiosk in der Limmerstraße, vor dem sich eine junge Frau und ein junger Mann treffen, die eine Limonade trinken. Ja! Limonade, in Linden trinkt man nicht nur Bier.
    Einfach mal gucken, warum die Limmerstraße glücklich macht – auch heute noch!

  2. Die Limmerstraße so zu erhalten, wie sie jetzt ist, ohne „störende“ Hochbahnsteige hätte gravierende Nachteile, die anscheinend gerne von denjenigen übersehen werden, die Barrierefreiheit im ÖPNV für ein „Nice to have“ halten. Gerhard hatte auf Kassel hingewiesen, wo angeblich alles besser sei, dank der Niederflurbahn.
    Fakt ist:
    https://www.google.com/maps/place/Kassel/@51.3119448,9.4916984,3a,23.2y,41.31h,84.37t/data=!3m7!1e1!3m5!1sFC8iA2nBM5VRkFhrXkQvtg!2e0!6shttps:%2F%2Fstreetviewpixels-pa.googleapis.com%2Fv1%2Fthumbnail%3Fcb_client%3Dmaps_sv.tactile%26w%3D900%26h%3D600%26pitch%3D5.626480995442037%26panoid%3DFC8iA2nBM5VRkFhrXkQvtg%26yaw%3D41.30875101324755!7i16384!8i8192!4m6!3m5!1s0x47bb3f4e9f7a6c1d:0x2f84633d58221747!8m2!3d51.3118828!4d9.4915751!16zL20vMGJrdjA?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI1MTIwMi4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D
    Das ist die Hauptfußgängerzone in Kassel, eine Fußgängerzone mit Stadtbahn! Und die Bahnen fahren auf diesem Abschnitt in einer höheren Dichte als in der Limmerstraße. Ich will das keinesfalls schlecht reden, das funktioniert. Aber schau dir die Haltestellenkanten an!
    Die sind gerade mal rund 25 m lang! Und sie sind versetzt zueinander, die Haltestellenkante in Gegenrichtung liegen weiter hinten im Bild. Die sind ebenfalls rund 25 m lang.
    Die Hochbahnsteige in der Limmerstraße sind 45 m lang, sodass von der ersten bis zur letzten Tür alle Wagen barrierefrei zugänglich sind.
    Was die Obere Königstraße in Kassel noch gemeinsam hat mit dem vorderen Teil der Limmerstraße in Linden: Es fahren dort keine Autos!
    Immerhin, das wurde im Film von einigen Bewohnern klar erkannt und dokumentiert. Während andere meinten, man müsse doch auch die Parkmöglichkeiten in der Limmerstraße erhalten, bzw. ausbauen.

    • Lieber Schorse, du wirfst alles durcheinander, um die Hochbahnsteige schönzureden. In der Limmerstraße gab es vor 40 Jahren keine Hochbahnsteige. Dennoch waren die Anwohner früher offenbar glücklicher, wie die Kommentare an dieser Stelle zeigen. Das Leben ist viel zu komplex, um mit einer Stellschraube dasselbe verbessern zu wollen, ohne zu bedenken, dass sich zugleich andere drehen, die zu teils erheblichen Nachteilen führen.

      Ich habe nicht behauptet, dass in Kassel alles besser sei. Der ÖPNV hat in jeder Stadt aus unterschiedlichen Gründen andere Voraussetzungen. Die Verkehrsunternehmen haben deshalb nach individuellen Lösungen gesucht. Die Üstra hat sich für Hochbahnsteige entschieden. Das war ein Fehler, den heute niemand eingestehen will. Die meisten anderen Städte setzen auf eine andere Technik, z.B. Leipzig und Kassel. – In meinem Kommentar vom 10. Juli 2025 zu diesem Thema habe ich von meiner Begegnung mit dem Bahnfahrer in Kassel berichtet, der sehr nett und auskunftsfreudig war. Der hat schon heute kein Problem mit seiner Niederflurbahn, obwohl er hin und wieder eine Rampe ausklappen muss. Wenn ab 2027 in Kassel 22 neue Straßenbahnen eingesetzt werden, wird auch dieser Handgriff entfallen.

      • Gerhard, es geht nicht darum, die Hochbahnsteige schönzureden. Es geht vielmehr darum, ein toxisches Romantisieren der Vergangenheit einzufangen und den Schleier der Verklärung zu zerreißen, mit denen manche die Vergangenheit schmücken und dabei Gefahr laufen, vor den den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft die Augen zu verschließen.
        Das wird in dem Film zum Beispiel an der Stelle deutlich, wo es um das Parken in der Limmerstraße geht, wozu eine ältere Dame bei Minute 11:30 sagt: „Es kommen so viele hier auf die Limmerstraße zum Einkaufen, aber dass man dann nicht dafür sorgt, dass man da auch halten kann.“ Diese Dame fantasiert sich da eine Lösung herbei, die technisch nicht umsetzbar ist. Ginge es nach ihr, dann müsste es vor jeder Ladentür mehrere Parkplätze für den Kundenverkehr geben.
        Dazu gibt es aber zu viele Geschäfte auf der Limmerstraße und es würde ein Einkaufsverhalten fördern, dass maximal Verkehrsfläche verbraucht, die objektiv nicht vorhanden ist. Es ist ein Verdienst des Filmes auf die für den Radverkehr unbefriedigende, ja gefährliche Lage hinzuweisen. Siehe Minute 11:15!

        Es war eine großartige Entscheidung der Lindener*innen, als sie sich in der Bürgerbefragung vor rund 25 Jahren für eine Fußgängerzone in der Limmerstraße entschieden haben, genau sowie es der in dem Film der junge Mann mit den langen Haaren bei Minute 11:55 vorschlägt. Der hat die Herausforderungen der Gegenwart erkannt und eine mutige Entscheidung gutgeheißen. Nur was sich verändert, kann Bestand haben. Und so ist es auch derzeit mit dem Bau der Hochbahnsteige, anstatt zu jammern, gilt es zu gestalten, und zwar das, was gegenwärtig an Veränderungen ansteht.

        • Für mich ist das, was du vertrittst, ein „toxisches Romantisieren der Zukunft.“ Die Limmerstraße wird nicht aufblühen, wenn dort lange Betonklötze in der Mitte stehen. Im Gegenteil. Viele Geschäftsleute werden während der jahrelangen Bauzeit genervt aufgeben. Danach werden viele Kunden ausbleiben, weil die Limmerstraße ihren Kultcharakter verloren hat. Der Charme von Beton hält sich in Grenzen. Die ehemalige Ladenpassage im Ihme-Zentrum ist ein abschreckendes Beispiel. – Wem nützen die Hochbahnsteige tatsächlich? Wenigen Menschen, die mit ihren Einschränkungen bislang anderweitig zurechtgekommen sind. Barrierefreiheit ist gut, solange diese nicht neue Barrieren aufbaut.

  3. Hochbahnsteig hin oder her, ich bin vor 68 Jahren in der Ungerstr.14, Linden Nord geboren und da war Linden wirklich noch etwas ganz besonderes. Fleischerei Gothe, Biedenkopf, Blumen Thiemann, das waren tolle Geschäfte. Man hielt ein Schwätzchen hier und dort und die Gemeinschaft war eine ganz andere. Heute wohne ich in Limmer, aber ich bin immer noch und bleibe es, ein Lindener Butjer. Gehe auch immer noch nach Linden, aber es ist nicht mehr das Linden und das ist schade, die Welt verändert sich halt.

    • Liebe Bibi, Ihre schönen Erinnerungen möchte ich Ihnen nicht nehmen, aber bitte schärfen Sie Ihren Blick auf die Gegenwart. Mein Eindruck ist: In der Limmerstraße hat sich keinesfalls alles zum Schlechteren verändert. Und Sie schreiben ja auch selbst, dass sie im Herzen immer noch in Linden zu Hause sind, obwohl Sie heute in Linden leben.
      Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, dass vor rund 13 Jahren bei der Eröffnung des denn’s Bio-Supermarkt heftige Kritik aufflammte. „denns macht die kleinen Bioläden kaputt“ hieß es damals.
      Es gibt heute, 13 Jahre später, immer noch Humus, bzw. den direkten Nachfolger davon, weil die ursprünglichen Besitzer aus Altersgründen aufhörten. Und es gibt immer noch Biologisch.
      Und die Argumente gegen Denns, die damals laut wurden, waren zum Teil hanebüchen: https://punkt-linden.de/3625/protest-gegen-denns-auf-der-limmerstrasse-geht-weiter/
      Auch Radio-Menzel hörte aus Altersgründen auf, aber auch weil dafür kein Markt mehr da war. In der Innenstadt hatte ein ähnliches Geschäft, aber deutlich größer, ebenfalls geschlossen: Konrad-Elektronik.
      Und es ist nichts Schlimmes daran, dass es heute mehr Restaurants, bzw. Imbisse gibt in der Limmerstraße als 1987, als der Film gedreht wurde. Es wird schließlich auch deutlich mehr auswärts gegessen als damals.

  4. Ich bin vor über 50 Jahren in Linden ( direkt in der Limmerstraße) aufgewachsen.
    Ich vermisse die vielfältigen Geschäfte auf der Limmerstraße. Damals musste man nicht extra in die Innenstadt fahren.
    Ich bin sogar mal trotz der vielen Autos allein vom Anfang der Limmerstraße zur Bennostraße in den Kindergarten gegangen. Auch das Ihme Zentrum habe ich in dem Alter schon alleine erkundet, zum Leidwesen meiner Eltern die mich dann stundenlang gesucht haben. Ich habe gerne in Linden gelebt, aber es hat sich in den letzten 15 Jahren aus meiner Sicht eher ins Negative verändert. Die Seele Lindens schwindet immer mehr!

    Jetzt lebe ich zwar nicht mehr in Linden, aber bin noch sehr oft zum Einkaufen dort. Liegt ja auf dem Weg 😁

  5. Hallo ich bin 1968 in Linden geboren und zwar in der der Kinderklinik von Alten Allee.
    Die Limmerstrasse war früher viel schöner als heute ich bin als Kind immer bei Keba einkaufen gegangen.
    Oder mal mal schnell einen Schaschlik in ein Imbiss gegen über von Apollo.
    Wir hatten als Kinder gegen das Ihme Zentrum demonstriert wollten da einen Kinderspielplatz.
    Als es denn dawar war es unserer zweites Wohnzimmer als Kinder waren wir ständig in Ihme Zentrum unterwegs.
    Ich habe die ersten Jahre meines Lebens am Lichtenbergplatz gewohnt und zwar Nummer 6 wo die Widukind Statue ist.
    Und musste jetzt mit erleben wie sie zu Halloween verschandelt wurde.
    Schade aber Linden nun mal wirklich nicht mehr Linden es wohnen dort kaum noch echte Lindenener .
    Kein Wunder bei den Mietpreisen oder Preisen für Eigentumswohnungen.
    Ich habe mein Linden immer geliebt die ganzen Kneipen usw.
    Heute fahre ich zwar immer noch mal nach Linden wohne jetzt in Ahlem.
    Aber es ist halt nicht das wahre Linden von früher

    • Hallo Tabea , ein schöner Kommentar..Ich sehe das genauso wie du. Linden wir wir es kennen gibt es leider nicht mehr. Der Imbiss hieß Prenzel gegen über vom Apollo .Der Imbiss war auch immer ein Treffpunkt.

  6. Hochbahnsteig hin oder her ,das wäre gar nicht das Problem !
    Das Problem kommt erst durch die Verlagerung der 2 Haltestellen !!!!!
    Viel weitere Wege zu den Einkaufsmöglichten , zu Faust , zum Kindergarten & Altenheimen sind dann vorprogrammiert !!
    Und dann werden noch mehr mit den Autos kommen , in der Elisenstr parken sie ( seid der Fussgänerzone) sowieso schon doppelt und dreifach !!!
    Aber nachher werden wieder die Augen verschlossen und keiner will es gewesen sein !!
    ( Bye the way -Niederflorwagen( wie in Leipzig )hätten es auch getan !!! )

    Danke für den Film !! ( mir kamen die Tränen – wohne seit 50 Jahren in Linden – es hat sich nur verschlechtert – wir hatten soooo tolle Einkaufsmöglichkeiten !!)

    • Ich bin dafür, dass es nur 1 Hochbahnsteig zwischen den jetzigen Haltestellen gibt und an den bisherigen Haltestellen die Busse halten. Aber leider habe ich nicht die Möglichkeit meine Idee durchzusetzen, obwohl dadurch die Beeinträchtigung nicht so stark wäre und sogar die Zustiegsmöglichkeiten für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen erweitert wären ( zukünftig wäre dann der Zustieg am gewohnten Platz und zusätzlich zwischen den Haltestellen möglich).

    • Abgesehen von dem schon gebauten Hochbahnsteig Freizeitheim Linden kommen die beiden anderen Hochbahnsteige an die heutigen Haltepunkte der Bahnen.
      Über alles andere wurde in Linden Nord rund 10 Jahre lang diskutiert ohne zu einem konkreten Ergebnis zu kommen, so das es dann doch die Üstra und Infra entschieden hat wo die Hochbahnsteige hin kommen!

  7. Mir kamen die Tränen !! Was hatten wir für viele , tolle Einkaufsmöglichkeiten ( Haushaltswaren Zimmermann Bienenkorb , Zoohandlung Maulhardt , Obstladen Blume ,,Möbel
    geschäft Sonnemann ,Obstladen Blume , Köhnemann Bekleidung , Geflügelgeschäft, Kurz & Sohn , Maica Grill , Schlinker, Ihnen Zentrum mit Huma etc) . Da boomte das Leben – und heute – nur noch Restaurants, und ein Hochbahnsteig – der die 2 Haltestelle Küchengarten und Leinaustr nicht ersetzen kann !!!!!!!! Man hätte Niederflorwagen bei der Straßenbahn einsetzen können ( wie in Leipzig) , da wäre einem viel erspart worden !!!!!! Jetzt müssen immer mit dem Taxi in die Stadt fahren ( Arzt / Geschäfte ) und viel weiterlaufen mit dem Rollator!!!!

    Und die Parkplätze , die auf der Limmerstrasse weg gefallen sind , haben sich nur in die Nebenstraße ( Elisenstr ) verlagert , wo wir Autofahrer / Bewohner deswegen auch auf ständiger Parkplatzsuche sind!!!!

    Ein grosses
    Danke schön für den Film !!!!

    • Mit einem Rollator ist es einfacher eine Niederflurstraßenbahn zu besteigen, das ist vergleichbar mit einem Niederflurbus, als bei einer Hochflustraßenbahn, wie beim TW2000, der auf der Limmerstraße eingesetzt wird.
      Aber mit einem Rollstuhl sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Da nutzt auch eine Niederflurstadtbahn nichts. Denn die kann sich anders als der Niederflurbus nicht absenken und dann eine Rampe ausfahren, um die letzten 12 bis 15 cm Höhendifferenz zu überwinden.
      Deshalb hätten auch für eine Niederflurstadtbahn hohe Bahnsteige gebaut werden müssen. (Nicht ganz so hoch wie die Hochbahnsteige, also ca. 80 cm, aber immerhin ca. 25-30 cm hohe Haltestellenkanten benötigt auch eine Niederflurstadtbahn.)
      Das wurde in der Diskussion um die Niederflurstadtbahn von vielen Menschen ignoriert. Und wer weiß, möglicherweise wäre die Enttäuschung bei einigen groß gewesen, wenn es tatsächlich zu der Umsetzung der Pläne für eine Niederflurstadtbahn gekommen wäre.
      Diejenigen, die meinen, mit einer Niederflurstadtbahn hätte alles bleiben können, wie es ist, hätten sich möglicherweise getäuscht gefühlt.
      Siehe dazu dieses Bild von der Niederflurstraßenbahn in Saarbrücken, Haltestelle Johanniskirche:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Saarbahn_GmbH#/media/Datei:Saarbahn_johanniskirche.jpg
      Keine Angst vor den Hochbahnsteigen! Sie können eine Chance sein für die Limmerstraße, deshalb ist es klug, sich an der Gestaltung der Hochbahnsteige zu beteiligen anstatt sie weiterhin zu verteufeln.

      • Es gibt so viele Möglichkeiten für eine barrierefreie Haltestelle, eine visualisierte Idee ist der Trogbahnsteig ( ein Video dazu dürfte noch bei YT existieren).
        An der Brunnenstraße z. B. ist auch ein anderer Bahnsteig als an den anderen Haltestellen. Warum man für die Limmerstraße nicht auch einfach nur 1 HBS zwischen den jetzigen Haltestellen, vielleicht auf Höhe der Toblerone, in Betracht zieht, verstehe ich nicht.
        Die Busse könnten wie gewohnt halten und die Bahn würde sogar noch Zeit einsparen.
        Vielleicht könnte sogar eine der Buslinien durch die Fössestraße fahren und dazu vor dem Kötnerholzweg halten.

        • Auch ein Bahnsteig Trog für die Bahn braucht Rampen nur eben nicht für die Fahrgäste sondern für die Bahn, die dazu noch mehr Strecke für den Höhenunterschied braucht. Somit wird die Barriere länger als mit einem erhöhten Bahnsteig!
          Seitenbahnsteige sind zusammengerechnet nach Vorschrift zu Bahnsteigen 5Meter breit. Ein Mittelhochbahnsteig braucht nur 4Meter an Breite, das und die nicht benötigten Geländer machen diese daher auch günstiger.

          • An der Brunnenstraße ist der Höhenunterschied zur Seite auch nicht so gewaltig wie z. B. bei den Hochbahnsteigen an der Vahrenwalder Straße und die Rampe verläuft „neben“ dem Bahnsteig nicht davor. Eine Mischung aus “ Brunnenstraße“ und Idee aus diesem Video wäre mein persönlicher Favorit: https://youtu.be/zUKcEub7Knk?si=x0CALJyqNyePVCHK
            Der Mittel-Hochbahnsteig an der Wunstorfer Straße ist von der Breite her optimal, aber der Wartebereich zwischen Glashäuschen und Straßenbahn am Freizeitheim dagegen ist viel zu schmal. Wenn HBS, dann lieber nur einen einzigen.

  8. Vielen Dank für den Rückblick in die 80er Jahre, sehr interessanter Film. Erkenne viele ehemalige Läden wieder, Mira Michi, die Fleischerei, den Bienenkorb usw., diese schönen Einzelhandelsläden sind heutzutage alle leider verschwunden. Die drei Bausünden der 70er Jahre, das Ihmezentrum, das Tobleronehaus und Abriss der Weberhäuschen werden ebenfalls angerissen.
    Ich weiss gar nicht, wie mein Vorkommentator auf Hochbahnsteige kommt, die werden im Filmdokument mit keinem Wort erwähnt. Ich selbst glaube nicht, dass Hochbahnsteige die Limmerstrasse städtebaulich aufwerten werden. Soviele Kinderwagen gibt es eh nicht mehr, die meisten Eltern tragen ihre Kinder im Tuch vor der Brust. Ich denke wegen der Bauarbeiten werden dann die letzten traditionellen Einzelhändler wie „Unverblümt“ und „feinbein“ schliessen. Schade.
    Ein Arbeiterviertel ist Linden längst nicht mehr und der „Lindener Butjer“ ist auch passé.
    Linden ist seit längetem eher ein Durchgangslager für Studenten und ob die an längerfristiger (!) und aufwertender Stadtentwicklung interessiert sind, wage ich zu bezweifeln. Leider wählen die den Stadtteil-Bürgermeister.

    • Die Hochbahnsteige stehen in dem Film im Raum, wie der berühmte rosa Elefant.
      Niemand will ihn wahrhaben, keiner will direkt darüber sprechen, alle wollen ihn übersehen, doch er ist da.
      Unter anderem drei Stellen in dem Film offenbaren den rosa Elefanten, bzw. die Hochbahnsteige, die auf die Limmerstraße kommen werden:
      https://youtu.be/ilk304ERPyM?t=53 bei Minute 0:50, also ziemlich am Anfang des Films, wird das Ein- und Aussteigen aus einem grünen TW-6000-Fahrzeug gezeigt. Die TW 6000 fuhren mehrere Jahrzehnte in der Limmerstraße. Die silbernen TW 2000 Fahrzeuge, die heute fahren, haben zwar deutlich flachere Stufen als die alten grünen TW 6000 Fahrzeuge, aber sie haben deshalb auch eine Stufe mehr und die Einstiegshöhe insgesamt ist fast gleich hoch.
      https://youtu.be/ilk304ERPyM?t=549 „Für behinderte Leute, da haben sie ja den Bürgersteig schon ganz runtergemacht…“ sagt eine Anwohnerin bei Minute 9:13
      https://youtu.be/ilk304ERPyM?t=740 „Ich würde vorschlagen, dass die Straßenbahn nach unten kommt,… sagt der Teilnehmer einer Diskussionsveranstaltung. Dazu der Sprecher im Film: „So bald wird dieser ernst gemeinte Vorschlag wohl nicht realisiert werden.“
      Zusammengefasst:
      Filmabschnitt 1: Auf der Limmerstraße gibt es Haltestellen, die wichtig sind für den Stadtteil.
      Filmabschnitt 2: Die Notwendigkeit für Barrierefreiheit ist erkannt.
      Filmabschnitt 3: Es wird keinen Tunnel geben.
      Niederflurbahnen waren damals noch kein Thema, also hätten doch alle sehen müssen, dass es unweigerlich auf Hochbahnsteige hinausläuft. Aber keiner will es wahrhaben oder gar offen aussprechen. Stattdessen wird von vielen Personen im Film die Vergangenheit romantisiert.

  9. Moin , ich wurde 1965 in der Viktoriastraße geboren. Ich bin in Linden aufgewachsen, früher war die Limmerstraße echt schön. Wenn ich heute mal wieder in Linden bin muss ich sagen das nicht nur die Limmerstraße nicht mehr schön ist sondern Linden allgemein nicht mehr schön ist. Aber trotzdem trage ich Linden immer in meinem Herzen.

  10. Hochbahnsteige gibt’s da doch immer nicht? Zumindest waren letzte Woche noch keine da. Ich liebte die Limmerstraße in den 80ern bis Mitte der 90er. Es war bunt und gesellig, ohne so derbe aggressiv zu sein wie jetzt. Es lag auch nicht überall Müll und Erbrochenes. Wir hatten damals eine Kneipe in Linden-Nord, und trotz des stärkeren Verkehrs schien mir die Gesamtsituation viel entspannter als heute. Bin noch immer voll gerne auf der Limmer, um zu bummeln. Aber ganz oft denke ich, dass ich froh bin, jetzt woanders zu wohnen.

  11. „Früher war alles besser“, scheint der Tenor des Films zu sein. So liest es sich zumindest in diesem Artikel. Gleichzeitig wird anscheinend die Aussicht auf den barrierefreien Stadtbahnzugang verteufelt.
    Eine solche Betrachtung wäre komplett faktenfrei und pure Sozialromantik.
    Ich kann mich noch erinnern, dass in dem damals kurzen Fußgängerabschnitt zwischen Leinaustraße und Kötnerholzweg auf der Limmerstraße die Radfahrer von der Polizei zum Absteigen gezwungen wurden, während Zweite-Reihe-Parker auf dem Abschnitt der Limmerstraße, die damals noch keine Fußgängerzone war, immer wieder die Stadtbahn blockierten, ohne dass groß dagegen vorgegangen wurde. Und die regulären Parkplätze haben den Raum für den Radverkehr extrem eingeschränkt, links drohte man in die Gleise zu fahren, rechts parkten die Autos und man musste jederzeit damit rechnen, dass unvorsichtig eine Autotür aufgerissen wurde oder ein Autofahrer ohne Nachsicht aus der Parklücke preschte.
    Ich hoffe sehr, dass solche Probleme im Film angesprochen werden und sich der Film nicht in einem „Früher war alles besser“ erschöpft.
    Und ich freue mich sehr, dass bald die Hochbahnsteige gebaut werden, die einen barrierefreien Stadtbahnzugang ermöglichen. Sie werden ein Gewinn für die Limmerstraße sein!

    • Hast du dir den Film in voller Länge angesehen? Eine Verteufelung von Hochbahnsteigen kommt darin nicht vor. Den Teufel hat die Üstra erst viel später selbst an die Wand gemalt, indem sie eine folgenschwere Fehlentscheidung getroffen hatte. Mit Niederflurbahnen wäre das nicht passiert!

      • Sie haben den Film scheinbar auch nicht gesehen? Selbst damals gab es schon den Wunsch nach einem Tunnel unter der Limmerstraße! Und die Entscheidung für Hochflurstraßenbahn war damals auch schon gefallen, denn es konnte ja keiner ahnen dass die Grünen in den 90ern den geplanten D-Tunnel aus irgendwelchen pseudoideologischen Gründen boykottieren und den Bau verhindern.
        Die Fahrtzeit mit der 10 in die Innenstadt ist im Gegensatz zu allen anderen Linien außer der 9 nicht kürzer geworden und daran hätte auch eine Niederflurbahn nichts geändert da der Fahrweg mit allen darauf auftretenden Behinderungen der selbe wäre.
        Außerdem brauchen auch Niederflurbahnen einen Bahnsteig mit einem Höhenunterschied zu den Gleißen da sonst einen ebener Einstieg auch bei denen nicht möglich ist. Da zu Züge bei Niederflur auch nicht kürzer wären als heute hätten man also immer noch eine ca. 30cm hohe Bahnsteigkante und die ist für alle mit Rollator, Kinderwagen oder gar Rollstuhl genauso wenig zu überwinden wie der Hochbahnsteig mit 82cm. Nur die Rampen sind kürzer…Achja, bei einem Tunnel gäbe es die auch nicht, da hätte dann jede Station einen Fahrstuhl.

        • Es hat auch jemand den Wunsch geäußert, alle Autos aus der Limmerstraße zu verbannen. Ich habe nicht nur den Film in voller Länge gesehen, mir ist auch bekannt, dass sich Tunnel-Befürworter nicht in ihr Schicksal fügen wollen. Die Nachteile dieser Bauweise werden einfach ausgeblendet. Ein Hochbord ist kein Hochbahnsteig. Das gilt für die Optik und für den Kostenaufwand. Die KVG in Kassel macht es z.B. besser als die Üstra. Ab 2027 werden dort nagelneue Niederflurbahnen eingesetzt, die einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer ermöglichen. – Der Film ist rund 40 Jahre alt. Vor 15 Jahren gab es Überlegungen die Linie 10 unabhängig vom sonstigen Stadtbahnnetz mit Niederflurbahnen auszustatten. Aufgrund eines zweifelhaften Gutachtens wurde diese Lösung verworfen.

          • Kassel hat in den 60/70ern auch nicht den Plan gefasst eine U-Bahn zu bauen und sie haben auch nicht mit dem Bau dazu angefangen! Hannover hatte sich schon in den 60ern mit dem Baubeginn der U-Bahn für Hochflur entschieden, da gab es nämlich noch keine Niederflurbahnen, da war die Entscheidung ob man erst mal bei dem bleibt was man auf den ganzen System nutzen kann ober ob man alles Stück für Stück Umbau wozu sich Hannover entschlossen hat. Und das war Jahrzehnte vor dem Film.
            Kassel hat selbst heute noch eingleisige Streckenabschnitte. Und die takte der Bahn sind auf dem Niveau unserer S-Bahn, nur eben mit den 30Meter langen Niederflurwagen die sie seit den 1990ern einsetzten.
            Und dann sind da noch die Haltestellen, was passieren kann wenn die Fahrgäste an den Haltestellen noch über die Fahrbahn müssen hätten wir vor ein paar Jahren fast in der Sutelstraße erleben dürfen wo ein Auto das Rotlicht missachtet hat und an der Bahn mit offen Türen vorbei gefahren ist und es nur den Fahrgästen zu verdanken ist das keiner angefahren wurde.

            Und vor 15Jahren wurde festgestellt das es Unwirtschaftlich ist für die Linie 10 einen eigenen Wagenpark und dazu passende Werkstätten bereit zu halt!

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28 Gedanken zu „„Limmerstraße“ von 1987 über einen lebendigen Geschäftsbereich“

  1. Um dem Blues, der hier in vielen Beiträgen durchklingt, mal etwas Erfreuliches entgegenzusetzen:
    Die Limmerstraße ist ein Glücksort in Hannover!
    Das stellen die Macher dieses 35 Sekunden kurzen Kurzfilms fest, mit dem der Wissenschaftsladen Hannover zur Utopionale 2020 einlädt:
    https://www.youtube.com/watch?v=QvmH46BkQa4
    Im Mittelpunkt stehen ein Kiosk in der Limmerstraße, vor dem sich eine junge Frau und ein junger Mann treffen, die eine Limonade trinken. Ja! Limonade, in Linden trinkt man nicht nur Bier.
    Einfach mal gucken, warum die Limmerstraße glücklich macht – auch heute noch!

  2. Die Limmerstraße so zu erhalten, wie sie jetzt ist, ohne „störende“ Hochbahnsteige hätte gravierende Nachteile, die anscheinend gerne von denjenigen übersehen werden, die Barrierefreiheit im ÖPNV für ein „Nice to have“ halten. Gerhard hatte auf Kassel hingewiesen, wo angeblich alles besser sei, dank der Niederflurbahn.
    Fakt ist:
    https://www.google.com/maps/place/Kassel/@51.3119448,9.4916984,3a,23.2y,41.31h,84.37t/data=!3m7!1e1!3m5!1sFC8iA2nBM5VRkFhrXkQvtg!2e0!6shttps:%2F%2Fstreetviewpixels-pa.googleapis.com%2Fv1%2Fthumbnail%3Fcb_client%3Dmaps_sv.tactile%26w%3D900%26h%3D600%26pitch%3D5.626480995442037%26panoid%3DFC8iA2nBM5VRkFhrXkQvtg%26yaw%3D41.30875101324755!7i16384!8i8192!4m6!3m5!1s0x47bb3f4e9f7a6c1d:0x2f84633d58221747!8m2!3d51.3118828!4d9.4915751!16zL20vMGJrdjA?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI1MTIwMi4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D
    Das ist die Hauptfußgängerzone in Kassel, eine Fußgängerzone mit Stadtbahn! Und die Bahnen fahren auf diesem Abschnitt in einer höheren Dichte als in der Limmerstraße. Ich will das keinesfalls schlecht reden, das funktioniert. Aber schau dir die Haltestellenkanten an!
    Die sind gerade mal rund 25 m lang! Und sie sind versetzt zueinander, die Haltestellenkante in Gegenrichtung liegen weiter hinten im Bild. Die sind ebenfalls rund 25 m lang.
    Die Hochbahnsteige in der Limmerstraße sind 45 m lang, sodass von der ersten bis zur letzten Tür alle Wagen barrierefrei zugänglich sind.
    Was die Obere Königstraße in Kassel noch gemeinsam hat mit dem vorderen Teil der Limmerstraße in Linden: Es fahren dort keine Autos!
    Immerhin, das wurde im Film von einigen Bewohnern klar erkannt und dokumentiert. Während andere meinten, man müsse doch auch die Parkmöglichkeiten in der Limmerstraße erhalten, bzw. ausbauen.

    • Lieber Schorse, du wirfst alles durcheinander, um die Hochbahnsteige schönzureden. In der Limmerstraße gab es vor 40 Jahren keine Hochbahnsteige. Dennoch waren die Anwohner früher offenbar glücklicher, wie die Kommentare an dieser Stelle zeigen. Das Leben ist viel zu komplex, um mit einer Stellschraube dasselbe verbessern zu wollen, ohne zu bedenken, dass sich zugleich andere drehen, die zu teils erheblichen Nachteilen führen.

      Ich habe nicht behauptet, dass in Kassel alles besser sei. Der ÖPNV hat in jeder Stadt aus unterschiedlichen Gründen andere Voraussetzungen. Die Verkehrsunternehmen haben deshalb nach individuellen Lösungen gesucht. Die Üstra hat sich für Hochbahnsteige entschieden. Das war ein Fehler, den heute niemand eingestehen will. Die meisten anderen Städte setzen auf eine andere Technik, z.B. Leipzig und Kassel. – In meinem Kommentar vom 10. Juli 2025 zu diesem Thema habe ich von meiner Begegnung mit dem Bahnfahrer in Kassel berichtet, der sehr nett und auskunftsfreudig war. Der hat schon heute kein Problem mit seiner Niederflurbahn, obwohl er hin und wieder eine Rampe ausklappen muss. Wenn ab 2027 in Kassel 22 neue Straßenbahnen eingesetzt werden, wird auch dieser Handgriff entfallen.

      • Gerhard, es geht nicht darum, die Hochbahnsteige schönzureden. Es geht vielmehr darum, ein toxisches Romantisieren der Vergangenheit einzufangen und den Schleier der Verklärung zu zerreißen, mit denen manche die Vergangenheit schmücken und dabei Gefahr laufen, vor den den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft die Augen zu verschließen.
        Das wird in dem Film zum Beispiel an der Stelle deutlich, wo es um das Parken in der Limmerstraße geht, wozu eine ältere Dame bei Minute 11:30 sagt: „Es kommen so viele hier auf die Limmerstraße zum Einkaufen, aber dass man dann nicht dafür sorgt, dass man da auch halten kann.“ Diese Dame fantasiert sich da eine Lösung herbei, die technisch nicht umsetzbar ist. Ginge es nach ihr, dann müsste es vor jeder Ladentür mehrere Parkplätze für den Kundenverkehr geben.
        Dazu gibt es aber zu viele Geschäfte auf der Limmerstraße und es würde ein Einkaufsverhalten fördern, dass maximal Verkehrsfläche verbraucht, die objektiv nicht vorhanden ist. Es ist ein Verdienst des Filmes auf die für den Radverkehr unbefriedigende, ja gefährliche Lage hinzuweisen. Siehe Minute 11:15!

        Es war eine großartige Entscheidung der Lindener*innen, als sie sich in der Bürgerbefragung vor rund 25 Jahren für eine Fußgängerzone in der Limmerstraße entschieden haben, genau sowie es der in dem Film der junge Mann mit den langen Haaren bei Minute 11:55 vorschlägt. Der hat die Herausforderungen der Gegenwart erkannt und eine mutige Entscheidung gutgeheißen. Nur was sich verändert, kann Bestand haben. Und so ist es auch derzeit mit dem Bau der Hochbahnsteige, anstatt zu jammern, gilt es zu gestalten, und zwar das, was gegenwärtig an Veränderungen ansteht.

        • Für mich ist das, was du vertrittst, ein „toxisches Romantisieren der Zukunft.“ Die Limmerstraße wird nicht aufblühen, wenn dort lange Betonklötze in der Mitte stehen. Im Gegenteil. Viele Geschäftsleute werden während der jahrelangen Bauzeit genervt aufgeben. Danach werden viele Kunden ausbleiben, weil die Limmerstraße ihren Kultcharakter verloren hat. Der Charme von Beton hält sich in Grenzen. Die ehemalige Ladenpassage im Ihme-Zentrum ist ein abschreckendes Beispiel. – Wem nützen die Hochbahnsteige tatsächlich? Wenigen Menschen, die mit ihren Einschränkungen bislang anderweitig zurechtgekommen sind. Barrierefreiheit ist gut, solange diese nicht neue Barrieren aufbaut.

  3. Hochbahnsteig hin oder her, ich bin vor 68 Jahren in der Ungerstr.14, Linden Nord geboren und da war Linden wirklich noch etwas ganz besonderes. Fleischerei Gothe, Biedenkopf, Blumen Thiemann, das waren tolle Geschäfte. Man hielt ein Schwätzchen hier und dort und die Gemeinschaft war eine ganz andere. Heute wohne ich in Limmer, aber ich bin immer noch und bleibe es, ein Lindener Butjer. Gehe auch immer noch nach Linden, aber es ist nicht mehr das Linden und das ist schade, die Welt verändert sich halt.

    • Liebe Bibi, Ihre schönen Erinnerungen möchte ich Ihnen nicht nehmen, aber bitte schärfen Sie Ihren Blick auf die Gegenwart. Mein Eindruck ist: In der Limmerstraße hat sich keinesfalls alles zum Schlechteren verändert. Und Sie schreiben ja auch selbst, dass sie im Herzen immer noch in Linden zu Hause sind, obwohl Sie heute in Linden leben.
      Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, dass vor rund 13 Jahren bei der Eröffnung des denn’s Bio-Supermarkt heftige Kritik aufflammte. „denns macht die kleinen Bioläden kaputt“ hieß es damals.
      Es gibt heute, 13 Jahre später, immer noch Humus, bzw. den direkten Nachfolger davon, weil die ursprünglichen Besitzer aus Altersgründen aufhörten. Und es gibt immer noch Biologisch.
      Und die Argumente gegen Denns, die damals laut wurden, waren zum Teil hanebüchen: https://punkt-linden.de/3625/protest-gegen-denns-auf-der-limmerstrasse-geht-weiter/
      Auch Radio-Menzel hörte aus Altersgründen auf, aber auch weil dafür kein Markt mehr da war. In der Innenstadt hatte ein ähnliches Geschäft, aber deutlich größer, ebenfalls geschlossen: Konrad-Elektronik.
      Und es ist nichts Schlimmes daran, dass es heute mehr Restaurants, bzw. Imbisse gibt in der Limmerstraße als 1987, als der Film gedreht wurde. Es wird schließlich auch deutlich mehr auswärts gegessen als damals.

  4. Ich bin vor über 50 Jahren in Linden ( direkt in der Limmerstraße) aufgewachsen.
    Ich vermisse die vielfältigen Geschäfte auf der Limmerstraße. Damals musste man nicht extra in die Innenstadt fahren.
    Ich bin sogar mal trotz der vielen Autos allein vom Anfang der Limmerstraße zur Bennostraße in den Kindergarten gegangen. Auch das Ihme Zentrum habe ich in dem Alter schon alleine erkundet, zum Leidwesen meiner Eltern die mich dann stundenlang gesucht haben. Ich habe gerne in Linden gelebt, aber es hat sich in den letzten 15 Jahren aus meiner Sicht eher ins Negative verändert. Die Seele Lindens schwindet immer mehr!

    Jetzt lebe ich zwar nicht mehr in Linden, aber bin noch sehr oft zum Einkaufen dort. Liegt ja auf dem Weg 😁

  5. Hallo ich bin 1968 in Linden geboren und zwar in der der Kinderklinik von Alten Allee.
    Die Limmerstrasse war früher viel schöner als heute ich bin als Kind immer bei Keba einkaufen gegangen.
    Oder mal mal schnell einen Schaschlik in ein Imbiss gegen über von Apollo.
    Wir hatten als Kinder gegen das Ihme Zentrum demonstriert wollten da einen Kinderspielplatz.
    Als es denn dawar war es unserer zweites Wohnzimmer als Kinder waren wir ständig in Ihme Zentrum unterwegs.
    Ich habe die ersten Jahre meines Lebens am Lichtenbergplatz gewohnt und zwar Nummer 6 wo die Widukind Statue ist.
    Und musste jetzt mit erleben wie sie zu Halloween verschandelt wurde.
    Schade aber Linden nun mal wirklich nicht mehr Linden es wohnen dort kaum noch echte Lindenener .
    Kein Wunder bei den Mietpreisen oder Preisen für Eigentumswohnungen.
    Ich habe mein Linden immer geliebt die ganzen Kneipen usw.
    Heute fahre ich zwar immer noch mal nach Linden wohne jetzt in Ahlem.
    Aber es ist halt nicht das wahre Linden von früher

    • Hallo Tabea , ein schöner Kommentar..Ich sehe das genauso wie du. Linden wir wir es kennen gibt es leider nicht mehr. Der Imbiss hieß Prenzel gegen über vom Apollo .Der Imbiss war auch immer ein Treffpunkt.

  6. Hochbahnsteig hin oder her ,das wäre gar nicht das Problem !
    Das Problem kommt erst durch die Verlagerung der 2 Haltestellen !!!!!
    Viel weitere Wege zu den Einkaufsmöglichten , zu Faust , zum Kindergarten & Altenheimen sind dann vorprogrammiert !!
    Und dann werden noch mehr mit den Autos kommen , in der Elisenstr parken sie ( seid der Fussgänerzone) sowieso schon doppelt und dreifach !!!
    Aber nachher werden wieder die Augen verschlossen und keiner will es gewesen sein !!
    ( Bye the way -Niederflorwagen( wie in Leipzig )hätten es auch getan !!! )

    Danke für den Film !! ( mir kamen die Tränen – wohne seit 50 Jahren in Linden – es hat sich nur verschlechtert – wir hatten soooo tolle Einkaufsmöglichkeiten !!)

    • Ich bin dafür, dass es nur 1 Hochbahnsteig zwischen den jetzigen Haltestellen gibt und an den bisherigen Haltestellen die Busse halten. Aber leider habe ich nicht die Möglichkeit meine Idee durchzusetzen, obwohl dadurch die Beeinträchtigung nicht so stark wäre und sogar die Zustiegsmöglichkeiten für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen erweitert wären ( zukünftig wäre dann der Zustieg am gewohnten Platz und zusätzlich zwischen den Haltestellen möglich).

    • Abgesehen von dem schon gebauten Hochbahnsteig Freizeitheim Linden kommen die beiden anderen Hochbahnsteige an die heutigen Haltepunkte der Bahnen.
      Über alles andere wurde in Linden Nord rund 10 Jahre lang diskutiert ohne zu einem konkreten Ergebnis zu kommen, so das es dann doch die Üstra und Infra entschieden hat wo die Hochbahnsteige hin kommen!

  7. Mir kamen die Tränen !! Was hatten wir für viele , tolle Einkaufsmöglichkeiten ( Haushaltswaren Zimmermann Bienenkorb , Zoohandlung Maulhardt , Obstladen Blume ,,Möbel
    geschäft Sonnemann ,Obstladen Blume , Köhnemann Bekleidung , Geflügelgeschäft, Kurz & Sohn , Maica Grill , Schlinker, Ihnen Zentrum mit Huma etc) . Da boomte das Leben – und heute – nur noch Restaurants, und ein Hochbahnsteig – der die 2 Haltestelle Küchengarten und Leinaustr nicht ersetzen kann !!!!!!!! Man hätte Niederflorwagen bei der Straßenbahn einsetzen können ( wie in Leipzig) , da wäre einem viel erspart worden !!!!!! Jetzt müssen immer mit dem Taxi in die Stadt fahren ( Arzt / Geschäfte ) und viel weiterlaufen mit dem Rollator!!!!

    Und die Parkplätze , die auf der Limmerstrasse weg gefallen sind , haben sich nur in die Nebenstraße ( Elisenstr ) verlagert , wo wir Autofahrer / Bewohner deswegen auch auf ständiger Parkplatzsuche sind!!!!

    Ein grosses
    Danke schön für den Film !!!!

    • Mit einem Rollator ist es einfacher eine Niederflurstraßenbahn zu besteigen, das ist vergleichbar mit einem Niederflurbus, als bei einer Hochflustraßenbahn, wie beim TW2000, der auf der Limmerstraße eingesetzt wird.
      Aber mit einem Rollstuhl sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Da nutzt auch eine Niederflurstadtbahn nichts. Denn die kann sich anders als der Niederflurbus nicht absenken und dann eine Rampe ausfahren, um die letzten 12 bis 15 cm Höhendifferenz zu überwinden.
      Deshalb hätten auch für eine Niederflurstadtbahn hohe Bahnsteige gebaut werden müssen. (Nicht ganz so hoch wie die Hochbahnsteige, also ca. 80 cm, aber immerhin ca. 25-30 cm hohe Haltestellenkanten benötigt auch eine Niederflurstadtbahn.)
      Das wurde in der Diskussion um die Niederflurstadtbahn von vielen Menschen ignoriert. Und wer weiß, möglicherweise wäre die Enttäuschung bei einigen groß gewesen, wenn es tatsächlich zu der Umsetzung der Pläne für eine Niederflurstadtbahn gekommen wäre.
      Diejenigen, die meinen, mit einer Niederflurstadtbahn hätte alles bleiben können, wie es ist, hätten sich möglicherweise getäuscht gefühlt.
      Siehe dazu dieses Bild von der Niederflurstraßenbahn in Saarbrücken, Haltestelle Johanniskirche:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Saarbahn_GmbH#/media/Datei:Saarbahn_johanniskirche.jpg
      Keine Angst vor den Hochbahnsteigen! Sie können eine Chance sein für die Limmerstraße, deshalb ist es klug, sich an der Gestaltung der Hochbahnsteige zu beteiligen anstatt sie weiterhin zu verteufeln.

      • Es gibt so viele Möglichkeiten für eine barrierefreie Haltestelle, eine visualisierte Idee ist der Trogbahnsteig ( ein Video dazu dürfte noch bei YT existieren).
        An der Brunnenstraße z. B. ist auch ein anderer Bahnsteig als an den anderen Haltestellen. Warum man für die Limmerstraße nicht auch einfach nur 1 HBS zwischen den jetzigen Haltestellen, vielleicht auf Höhe der Toblerone, in Betracht zieht, verstehe ich nicht.
        Die Busse könnten wie gewohnt halten und die Bahn würde sogar noch Zeit einsparen.
        Vielleicht könnte sogar eine der Buslinien durch die Fössestraße fahren und dazu vor dem Kötnerholzweg halten.

        • Auch ein Bahnsteig Trog für die Bahn braucht Rampen nur eben nicht für die Fahrgäste sondern für die Bahn, die dazu noch mehr Strecke für den Höhenunterschied braucht. Somit wird die Barriere länger als mit einem erhöhten Bahnsteig!
          Seitenbahnsteige sind zusammengerechnet nach Vorschrift zu Bahnsteigen 5Meter breit. Ein Mittelhochbahnsteig braucht nur 4Meter an Breite, das und die nicht benötigten Geländer machen diese daher auch günstiger.

          • An der Brunnenstraße ist der Höhenunterschied zur Seite auch nicht so gewaltig wie z. B. bei den Hochbahnsteigen an der Vahrenwalder Straße und die Rampe verläuft „neben“ dem Bahnsteig nicht davor. Eine Mischung aus “ Brunnenstraße“ und Idee aus diesem Video wäre mein persönlicher Favorit: https://youtu.be/zUKcEub7Knk?si=x0CALJyqNyePVCHK
            Der Mittel-Hochbahnsteig an der Wunstorfer Straße ist von der Breite her optimal, aber der Wartebereich zwischen Glashäuschen und Straßenbahn am Freizeitheim dagegen ist viel zu schmal. Wenn HBS, dann lieber nur einen einzigen.

  8. Vielen Dank für den Rückblick in die 80er Jahre, sehr interessanter Film. Erkenne viele ehemalige Läden wieder, Mira Michi, die Fleischerei, den Bienenkorb usw., diese schönen Einzelhandelsläden sind heutzutage alle leider verschwunden. Die drei Bausünden der 70er Jahre, das Ihmezentrum, das Tobleronehaus und Abriss der Weberhäuschen werden ebenfalls angerissen.
    Ich weiss gar nicht, wie mein Vorkommentator auf Hochbahnsteige kommt, die werden im Filmdokument mit keinem Wort erwähnt. Ich selbst glaube nicht, dass Hochbahnsteige die Limmerstrasse städtebaulich aufwerten werden. Soviele Kinderwagen gibt es eh nicht mehr, die meisten Eltern tragen ihre Kinder im Tuch vor der Brust. Ich denke wegen der Bauarbeiten werden dann die letzten traditionellen Einzelhändler wie „Unverblümt“ und „feinbein“ schliessen. Schade.
    Ein Arbeiterviertel ist Linden längst nicht mehr und der „Lindener Butjer“ ist auch passé.
    Linden ist seit längetem eher ein Durchgangslager für Studenten und ob die an längerfristiger (!) und aufwertender Stadtentwicklung interessiert sind, wage ich zu bezweifeln. Leider wählen die den Stadtteil-Bürgermeister.

    • Die Hochbahnsteige stehen in dem Film im Raum, wie der berühmte rosa Elefant.
      Niemand will ihn wahrhaben, keiner will direkt darüber sprechen, alle wollen ihn übersehen, doch er ist da.
      Unter anderem drei Stellen in dem Film offenbaren den rosa Elefanten, bzw. die Hochbahnsteige, die auf die Limmerstraße kommen werden:
      https://youtu.be/ilk304ERPyM?t=53 bei Minute 0:50, also ziemlich am Anfang des Films, wird das Ein- und Aussteigen aus einem grünen TW-6000-Fahrzeug gezeigt. Die TW 6000 fuhren mehrere Jahrzehnte in der Limmerstraße. Die silbernen TW 2000 Fahrzeuge, die heute fahren, haben zwar deutlich flachere Stufen als die alten grünen TW 6000 Fahrzeuge, aber sie haben deshalb auch eine Stufe mehr und die Einstiegshöhe insgesamt ist fast gleich hoch.
      https://youtu.be/ilk304ERPyM?t=549 „Für behinderte Leute, da haben sie ja den Bürgersteig schon ganz runtergemacht…“ sagt eine Anwohnerin bei Minute 9:13
      https://youtu.be/ilk304ERPyM?t=740 „Ich würde vorschlagen, dass die Straßenbahn nach unten kommt,… sagt der Teilnehmer einer Diskussionsveranstaltung. Dazu der Sprecher im Film: „So bald wird dieser ernst gemeinte Vorschlag wohl nicht realisiert werden.“
      Zusammengefasst:
      Filmabschnitt 1: Auf der Limmerstraße gibt es Haltestellen, die wichtig sind für den Stadtteil.
      Filmabschnitt 2: Die Notwendigkeit für Barrierefreiheit ist erkannt.
      Filmabschnitt 3: Es wird keinen Tunnel geben.
      Niederflurbahnen waren damals noch kein Thema, also hätten doch alle sehen müssen, dass es unweigerlich auf Hochbahnsteige hinausläuft. Aber keiner will es wahrhaben oder gar offen aussprechen. Stattdessen wird von vielen Personen im Film die Vergangenheit romantisiert.

  9. Moin , ich wurde 1965 in der Viktoriastraße geboren. Ich bin in Linden aufgewachsen, früher war die Limmerstraße echt schön. Wenn ich heute mal wieder in Linden bin muss ich sagen das nicht nur die Limmerstraße nicht mehr schön ist sondern Linden allgemein nicht mehr schön ist. Aber trotzdem trage ich Linden immer in meinem Herzen.

  10. Hochbahnsteige gibt’s da doch immer nicht? Zumindest waren letzte Woche noch keine da. Ich liebte die Limmerstraße in den 80ern bis Mitte der 90er. Es war bunt und gesellig, ohne so derbe aggressiv zu sein wie jetzt. Es lag auch nicht überall Müll und Erbrochenes. Wir hatten damals eine Kneipe in Linden-Nord, und trotz des stärkeren Verkehrs schien mir die Gesamtsituation viel entspannter als heute. Bin noch immer voll gerne auf der Limmer, um zu bummeln. Aber ganz oft denke ich, dass ich froh bin, jetzt woanders zu wohnen.

  11. „Früher war alles besser“, scheint der Tenor des Films zu sein. So liest es sich zumindest in diesem Artikel. Gleichzeitig wird anscheinend die Aussicht auf den barrierefreien Stadtbahnzugang verteufelt.
    Eine solche Betrachtung wäre komplett faktenfrei und pure Sozialromantik.
    Ich kann mich noch erinnern, dass in dem damals kurzen Fußgängerabschnitt zwischen Leinaustraße und Kötnerholzweg auf der Limmerstraße die Radfahrer von der Polizei zum Absteigen gezwungen wurden, während Zweite-Reihe-Parker auf dem Abschnitt der Limmerstraße, die damals noch keine Fußgängerzone war, immer wieder die Stadtbahn blockierten, ohne dass groß dagegen vorgegangen wurde. Und die regulären Parkplätze haben den Raum für den Radverkehr extrem eingeschränkt, links drohte man in die Gleise zu fahren, rechts parkten die Autos und man musste jederzeit damit rechnen, dass unvorsichtig eine Autotür aufgerissen wurde oder ein Autofahrer ohne Nachsicht aus der Parklücke preschte.
    Ich hoffe sehr, dass solche Probleme im Film angesprochen werden und sich der Film nicht in einem „Früher war alles besser“ erschöpft.
    Und ich freue mich sehr, dass bald die Hochbahnsteige gebaut werden, die einen barrierefreien Stadtbahnzugang ermöglichen. Sie werden ein Gewinn für die Limmerstraße sein!

    • Hast du dir den Film in voller Länge angesehen? Eine Verteufelung von Hochbahnsteigen kommt darin nicht vor. Den Teufel hat die Üstra erst viel später selbst an die Wand gemalt, indem sie eine folgenschwere Fehlentscheidung getroffen hatte. Mit Niederflurbahnen wäre das nicht passiert!

      • Sie haben den Film scheinbar auch nicht gesehen? Selbst damals gab es schon den Wunsch nach einem Tunnel unter der Limmerstraße! Und die Entscheidung für Hochflurstraßenbahn war damals auch schon gefallen, denn es konnte ja keiner ahnen dass die Grünen in den 90ern den geplanten D-Tunnel aus irgendwelchen pseudoideologischen Gründen boykottieren und den Bau verhindern.
        Die Fahrtzeit mit der 10 in die Innenstadt ist im Gegensatz zu allen anderen Linien außer der 9 nicht kürzer geworden und daran hätte auch eine Niederflurbahn nichts geändert da der Fahrweg mit allen darauf auftretenden Behinderungen der selbe wäre.
        Außerdem brauchen auch Niederflurbahnen einen Bahnsteig mit einem Höhenunterschied zu den Gleißen da sonst einen ebener Einstieg auch bei denen nicht möglich ist. Da zu Züge bei Niederflur auch nicht kürzer wären als heute hätten man also immer noch eine ca. 30cm hohe Bahnsteigkante und die ist für alle mit Rollator, Kinderwagen oder gar Rollstuhl genauso wenig zu überwinden wie der Hochbahnsteig mit 82cm. Nur die Rampen sind kürzer…Achja, bei einem Tunnel gäbe es die auch nicht, da hätte dann jede Station einen Fahrstuhl.

        • Es hat auch jemand den Wunsch geäußert, alle Autos aus der Limmerstraße zu verbannen. Ich habe nicht nur den Film in voller Länge gesehen, mir ist auch bekannt, dass sich Tunnel-Befürworter nicht in ihr Schicksal fügen wollen. Die Nachteile dieser Bauweise werden einfach ausgeblendet. Ein Hochbord ist kein Hochbahnsteig. Das gilt für die Optik und für den Kostenaufwand. Die KVG in Kassel macht es z.B. besser als die Üstra. Ab 2027 werden dort nagelneue Niederflurbahnen eingesetzt, die einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer ermöglichen. – Der Film ist rund 40 Jahre alt. Vor 15 Jahren gab es Überlegungen die Linie 10 unabhängig vom sonstigen Stadtbahnnetz mit Niederflurbahnen auszustatten. Aufgrund eines zweifelhaften Gutachtens wurde diese Lösung verworfen.

          • Kassel hat in den 60/70ern auch nicht den Plan gefasst eine U-Bahn zu bauen und sie haben auch nicht mit dem Bau dazu angefangen! Hannover hatte sich schon in den 60ern mit dem Baubeginn der U-Bahn für Hochflur entschieden, da gab es nämlich noch keine Niederflurbahnen, da war die Entscheidung ob man erst mal bei dem bleibt was man auf den ganzen System nutzen kann ober ob man alles Stück für Stück Umbau wozu sich Hannover entschlossen hat. Und das war Jahrzehnte vor dem Film.
            Kassel hat selbst heute noch eingleisige Streckenabschnitte. Und die takte der Bahn sind auf dem Niveau unserer S-Bahn, nur eben mit den 30Meter langen Niederflurwagen die sie seit den 1990ern einsetzten.
            Und dann sind da noch die Haltestellen, was passieren kann wenn die Fahrgäste an den Haltestellen noch über die Fahrbahn müssen hätten wir vor ein paar Jahren fast in der Sutelstraße erleben dürfen wo ein Auto das Rotlicht missachtet hat und an der Bahn mit offen Türen vorbei gefahren ist und es nur den Fahrgästen zu verdanken ist das keiner angefahren wurde.

            Und vor 15Jahren wurde festgestellt das es Unwirtschaftlich ist für die Linie 10 einen eigenen Wagenpark und dazu passende Werkstätten bereit zu halt!

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