Hitze legt Stadtbahn lahm: Strecke Waterloo–Empelde gesperrt

Gleisreparatur Davenstedter Straße
Gleisreparatur Davenstedter Straße

Die extreme Hitze hat am heutigen Tag zu erheblichen Problemen im Stadtbahnnetz der ÜSTRA geführt. Bei Lufttemperaturen von nahezu 40 Grad Celsius erhitzten sich die Schienen deutlich stärker. Die Folgen: Hitzeschäden an den Gleisen zwangen die ÜSTRA wie Anfang Juli im vergangenen Jahr dazu, den Stadtbahnverkehr zwischen Waterloo und Empelde am späten Nachmittag einzustellen.

Nach Angaben der ÜSTRA musste der Betrieb auf dem betroffenen Streckenabschnitt der Linie 9 zwischen Waterloo und Empelde gegen 17:30 Uhr eingestellt werden. Zunächst gab es keinen Ersatzverkehr. Inzwischen sind  jedoch Busse als Schienenersatzverkehr unterwegs.

Verflüssigtes Bitumen sorgt für technische Probleme

Ursache für die Sperrung ist das Bitumen, mit dem Bereiche an den Gleisen versiegelt sind. Durch die extreme Hitze wurde das Material stellenweise weich beziehungsweise flüssig. Das Bitumen haftet dadurch an den Rädern der Stadtbahnen und kann anschließend an die Bremsanlagen gelangen. Dies kann dazu führen, dass Bremsen blockieren und ein sicherer Betrieb nicht mehr gewährleistet ist.

Um weitere Schäden an Fahrzeugen und Infrastruktur zu vermeiden, entschied sich die ÜSTRA daher, den Stadtbahnbetrieb auf dem betroffenen Abschnitt vorsorglich einzustellen.

Notfalltrupps arbeiten an den Gleisen

Seit Bekanntwerden der Schäden sind Notfalltrupps der ÜSTRA im Einsatz. Sie versuchen, die betroffenen Gleisbereiche zumindest provisorisch wieder befahrbar zu machen.

Ob diese Maßnahmen ausreichen, damit der Stadtbahnverkehr am Sonntagmorgen wieder regulär aufgenommen werden kann, steht derzeit nicht fest. Eine Entscheidung soll kurzfristig nach Abschluss der Arbeiten und einer erneuten Prüfung der Strecke getroffen werden.

Fahrgäste müssen mit Einschränkungen rechnen

Fahrgäste auf der Strecke zwischen Waterloo und Empelde sollten auch in den kommenden Stunden sowie möglicherweise am Sonntag mit Verzögerungen und Einschränkungen rechnen. Die ÜSTRA empfiehlt, vor Fahrtantritt die aktuellen Fahrgastinformationen zu beachten.

Bildnachweis: Stefan Ebers

2 Kommentare zu „Hitze legt Stadtbahn lahm: Strecke Waterloo–Empelde gesperrt“

  1. Von der ungewöhnlichen Hitze verflüssigte Bitumenmasse führte auch in Leipzig zu Stadtbahn-Ausfällen: „Am Samstagnachmittag schließlich meldeten die LVB dann die Einstellung des kompletten Linienbetriebs sämtlicher Straßenbahnen: „Die Fugenmasse zwischen Schienen und Asphalt ist flüssig geworden und zum Teil verklumpt“, bestätigte eine Sprecherin der Leipziger Gruppe, zu denen die LVB gehören, am frühen Abend auf LZ-Anfrage.“
    aus: Leipziger Zeitung online, 27.6.2026: Straßenbahnfahrten wegen Schienenschäden
    https://www.l-iz.de/politik/nachrichten/2026/06/hitze-zwingt-den-tram-verkehr-in-die-knie-lvb-stellen-strassenbahnfahrten-wegen-schienenschaeden-ein-662245

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  2. „Ein 1913 eingeführter Straßenbahnsprengwagen der Straßenbahn Hannover konnte beispielsweise sechsmal so viel Wasser aufnehmen wie ein entsprechendes Straßenfahrzeug jener Zeit. Zudem hielt ein Elektromotor das Wasser unter Druck, dadurch war es möglich, eine Strahlweite bis zu 15 Metern zu erzielen und somit auch breite und lange Straßen in kurzer Zeit zu besprengen.“ Quelle: Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sprengwagen
    Damals machte man das Wassersprengen unter anderem auch um Staub zu binden. Könnte ein solches Wassersprengen die Rillengleise und die Bitumenfüllung ausreichend kühlen?

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  1. Von der ungewöhnlichen Hitze verflüssigte Bitumenmasse führte auch in Leipzig zu Stadtbahn-Ausfällen: „Am Samstagnachmittag schließlich meldeten die LVB dann die Einstellung des kompletten Linienbetriebs sämtlicher Straßenbahnen: „Die Fugenmasse zwischen Schienen und Asphalt ist flüssig geworden und zum Teil verklumpt“, bestätigte eine Sprecherin der Leipziger Gruppe, zu denen die LVB gehören, am frühen Abend auf LZ-Anfrage.“
    aus: Leipziger Zeitung online, 27.6.2026: Straßenbahnfahrten wegen Schienenschäden
    https://www.l-iz.de/politik/nachrichten/2026/06/hitze-zwingt-den-tram-verkehr-in-die-knie-lvb-stellen-strassenbahnfahrten-wegen-schienenschaeden-ein-662245

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  2. „Ein 1913 eingeführter Straßenbahnsprengwagen der Straßenbahn Hannover konnte beispielsweise sechsmal so viel Wasser aufnehmen wie ein entsprechendes Straßenfahrzeug jener Zeit. Zudem hielt ein Elektromotor das Wasser unter Druck, dadurch war es möglich, eine Strahlweite bis zu 15 Metern zu erzielen und somit auch breite und lange Straßen in kurzer Zeit zu besprengen.“ Quelle: Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sprengwagen
    Damals machte man das Wassersprengen unter anderem auch um Staub zu binden. Könnte ein solches Wassersprengen die Rillengleise und die Bitumenfüllung ausreichend kühlen?

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