
Die private Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM) will am Deisterkreisel einen zweiten Campus in Hannover betreiben. Bis Anfang April sollen die Baustelle an der markanten Immobilie Bornumer Straße 7/Ecke Bredenbecker Straße (Linden-Süd) eingerichtet und der Bauzaun aufgestellt sein. „Wir starten dann die nächste Phase unseres Projektes“, kündigte Christian Gierke, Ressortleitung Marketing & Kommunikation der FOM, gegenüber Punkt-Linden an. Das entkernte ehemalige Verwaltungsgebäude der Hanomag soll hochschulgerecht saniert werden.
Fast 20 Jahre Vorlauf
Seit 2007 beschäftigt sich die Stadt mit der ehemaligen Hanomag-Immobilie an der Bornumer Straße, die nicht denkmalgeschützt ist. Einen Teil des Gebäudeensembles nutzte seit 1981 das Institut für ausländische Bewerber der Fachhochschule Hannover.
2012 hatte das Land als Träger die Liegenschaft verkauft. Laut einer Antwort der Verwaltung an den Stadtbezirksrat Linden-Limmer im Jahr 2015 an die Dannenberg Immobilien GmbH. Diese hatte sich aber schon 2016 wieder von dem Gebäude getrennt. 2023 schließlich stellte die Trägerin der FOM, die Stiftung für internationale Bildung und Wissenschaft aus Essen, einen Bauantrag. Sie machte keine Angaben zum Vorbesitzer und zur Dauer des Leerstandes. Im Januar 2025 lag dann die Baugenehmigung der Stadt vor. Seitdem liefen das Planungs- und Vergabeverfahren. Einen Termin für den Baubeginn konnte Gierke noch nicht nennen.
Hochschule mit mehr als 30 Zentren
Die FOM bietet bundesweit an mehr als 30 Zentren Bachelor- und Master-Studiengänge an. In Hannover betreibt sie einen Campus an der Vahrenwalder Straße mit 23 Hochschulstudiengängen. Der neue Standort an der Bornumer Straße soll das Angebot ergänzen und langfristig Auszubildenden und Berufstätigen ermöglichen, parallel zur beruflichen Tätigkeit zu studieren und einen Hochschulabschluss zu erlangen.
Und ich Dummerchen dachte, wir bräuchten preisgünstigen Wohnraum….
Die Lage an der Bornumer Straße lädt bestimmt nicht zum Wohnen ein.
Laut und teuer …
Auch wenn der Artikel nicht verrät, für welche Zwecke Teile des Gebäudes seit 1981 für ausländische Bewerber genutzt wurde, so kann man doch zumindest sagen, dass mit entsprechender Dämmung der Lärmbelastung begegnet können würde. Was auch für Lehrzwecke notwendig sein dürfte.
Geförderter Wohnraum wäre dann auch ein Mittel, Mieten in einem erträglichen Bereich zu halten.