Alle Conti-Altgebäude an der Wasserstadt sollen abgerissen werden

Wasserstadt Limmer
Wasserstadt Limmer
Ein Großteil der früheren Fabrikgebäude der Conti-Limmer sind inzwischen abgerissen worden, um Platz für die künftige Wasserstadt Limmer zu schaffen. Am 5. April 2017 wurde dazu der erste Spatenstich getätigt, vor etwa vier Wochen wurde mit den Tiefbauarbeiten begonnen. In 2020 sollen die ersten 1000 Bewohner einziehen.

So sah das Gelände der Conti Limmer früher aus

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Von den alten Gebäuden sind nur noch die imposanten Randstücke am Kanal und der Wunstorfer Straße erhalten geblieben, die unter Denkmalschutz stehen. Sollte jedoch ein Nachweis erfolgen, dass kein wirtschaftlicher Nutzen möglich ist, kann die Stadt einen Abriss nicht verbieten, trotz des Denkmalschutzes. Die Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer (BI) will eine erneute Untersuchung der denkmalgeschützten Conti-Altgebäude erreichen, um diese zu erhalten. Denn dabei handelt es sich um einen wesentlichen Bestandteil der Stadtteilgeschichte von Limmer.

Abrissantrag für alle Conti-Altgebäude liegt vor

Heute teilte die Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer mit, das der Stadtverwaltung ein Abrissantrag des Investor für alle noch verbliebenen Conti-Altgebäude vorliege. Um das weitere Vorgehen zu besprechen, lädt die BI alle Interessierten zu einer kurzfristig anberaumten Sondersitzung am Dienstag, 23.04.2019, um 19.30 Uhr in das Gemeindehaus der St. Nikolai Kirche, in der Sackmannstraße 27 ein.

Kürzlich legte Lukas Ritzka, Büroleiter der Wasserstadt Limmer Projektentwicklungsgesellschaft in einem Interview seine Sicht der Dinge dar: Die Wirtschaftlichkeit als auch die Akzeptanz sei bei potenziellen Bewohnern nicht gegeben. Daher liegt die Vermutung nahe, dass die Altbauten nur noch als Lärmschutzwand für die Neubauten dienen. Sobald eine neue Lärmschutzwand entlang der Güterumgehungsbahn fertiggestellt ist, könnten dann die alten Conti-Fabrikbauten weichen. Lediglich der inzwischen sanierte, markante Conti-Turm (siehe Bild) würde dann noch erhalten bleiben.

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Bildnachweis: Achim Brandau