St. Martinskirche in Linden

Die St. Martinskirche ist die älteste Kirche in Linden und Pfarrkirche der ev.-luth. St. Martinsgemeinde. Schon vor 1285 gab es einen ersten Kirchenbau am Lindener Berg.

Neuigkeiten zur St. Martinskirche

Alle Jahre wieder!

Quintessenz

Weihnachten! Kommt immer anders, als man denkt. Meistens früher. Wir wollten doch viel selbst machen. Basteln. Schreiben. Malen. Weniger kaufen, schon im Advent mehr Zeit für die Familie haben. Weihnachten! Kurzum: Wir wollten Hektik und Peinlichkeiten vermeiden.

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Reformationstag 2018 für alle

St. Martinskirche

Und plötzlich ist er da, der Reformationstag als gesetzlicher Feiertag – umstritten und viel diskutiert, noch unvertraut in der Gestaltung und eine noch gänzlich unbekannte Größe in der Reihe bundesweiter Feiertage.

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MixTour – Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Lindener Berg

Mittwoch:Theater & Jazz Club

Samstag, 14.04.2018 um 14 Uhr an der St. Martinskirche – In ca. eineinhalb Stunden führt der Verein Quartier e.V. über den Lindener Berg und zeigt die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Natur, Kultur und Geschichte: etwa Linden 07, Wasserhochbehälter, Villa Osmers, Jazz-Club und Mittwochtheater, Lindener Turm und die Kleingärten. Abschluss des Rundgangs ist der Lindener Bergfriedhof mit dem Küchengartenpavillon.

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Geschichte der St. Martinskirche

St. Martinskirche
St. Martinskirche

Ein Merian-Stich zeigt um 1650 einen Bau mit vierseitigem Turm und einer mit Ziegeln bedeckten, hohen Spitze. Das heutige Kirchengebäude beruht auf einem ersten Bau aus dem 13. Jahrhundert und einem barocken Nachfolgebau von 1728, der bis auf den Kirchturm durch die Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das neue Kirchenschiff entstand 1957 nach einem Entwurf des Architekten Dieter Oesterlen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die alte baufällige Kirche 1727 abgerissen und 1728 entstand an Stelle des Vorgängerbaus eine neue Kirche als barocker querschiffiger Saalbau nach einem Plan von Johann Christian Böhme mit einem Kanzelaltar im Zentrum. Allerdings reichten die Mittel nicht mehr für die Vollendung des Kirchturms. Der Kirchturm wurde erst 1854 mit einer vom Architekten Conrad Wilhelm Hase im neugotischen Stil entworfenen Turmspitze vollendet. Nach ähnlichem Entwurf gestaltete Hase den Kirchturm der evangelisch-lutherischen Hoffnungskirche Westrhauderfehn. Bei einer grundlegenden Renovierung 1912 wurden vier Seitenemporen und eine Orgelempore eingebaut und die Kirche erhielt eine neue Innenausstattung.

Große Schäden im Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kirchenschiff am 22. September 1943 durch eine Luftmine weitgehend zerstört, während der Turm unbeschädigt blieb.

An der Martinskirche
An der Martinskirche
St. Martinskirche
St. Martinskirche
Aussicht vom Turm
Aussicht vom Turm
Aussicht vom Turm
Aussicht vom Turm
Der Neubau erfolgte von 1955 bis 1957 nach einem Entwurf von Dieter Oesterlen. Dabei wurden das Kirchenschiff und die Sakristei als Neubau abgesetzt vom Turm errichtet. Der unter Denkmalschutz stehende Turm wurde weitgehend erhalten, er erhielt in der Höhe eine neue Galerie. Der frühere Anschluss des Turms an das Kirchenschiff wurde als unverputzter Bereich in Bruchsteinen belassen. Die Neugestaltung kennzeichnen ein asymmetrischer Grundriss und der nüchterne Baustil unter Verwendung von Stein, Beton und Glas. Dies entspricht der Entwicklung im Kirchenbau in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, als ältere Richtlinien wie das Eisenacher Regulativ und das Wiesbadener Programm aufgegeben wurden, die den Kirchenbau bis weit in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg beeinflusst hatten. Kanzel und Altar sind nun auch im lutherischen Gottesdienst einander gleichwertig zugeordnet. 1980 stiftete ein Lindener Bürger eine neue Kirchturmuhr mit vier Zifferblättern als Ersatz für die 1943 im Krieg zerstörte Vorgängerin.

Egestorff Grabsteine
Egestorff Grabsteine

Die Dorfkirche umgab ursprünglich ein Friedhof. Nach der Eröffnung eines neuen Friedhofs auf dem Lindener Berg 1862 wurde er geschlossen. Auf dem Friedhof stand auch das Egestorff-Mausoleum aus dem 19. Jahrhundert. Bei einem Luftangriff am 22. September 1943 wurde es zusammen mit der benachbarten Kirche zerstört. Heute ist nur noch die durch eine Steinplatte verschlossene Gruft vorhanden. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und der Umgestaltung in den 1950er Jahren in eine Rasenfläche sind nur noch zwei Grabdenkmäler erhalten. Es handelt sich um Grabsteine für Angehörige der Lindener Industriellenfamilie Egestorff in Form eines beschädigten Grabsteins von Johann Egestorff und eines neueren Grabsteins für Georg Egestorff. Der ehemalige Friedhof ist heute Teil des Von-Alten-Garten, dessen alte Begrenzungsmauer jenseits der Kirchstraße noch zu erkennen ist.

Die Egestorff Gruft Hannover Linden.

Informationen

Das Gemeindehaus der St. Martinsgemeinde in der Niemeyerstraße 16 mit dem schönen Pfarrgarten dahinter lädt in der Sommersaison immer am letzten Sonntag zum Café im Garten Eden ein.

Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Martin

Kirchstraße 19
30449 Hannover
Telefon ✆ 0511 / 9245 331
✉ kg.martin.hannover@evlka.de
www.st-martin-linden.de

Aktuelle Termine und Informationen finden Sie im Vor Ort, dem gemeindeübergreifenden Kirchenmagazin Lindens.

Bilder der St. Martinskirche

St. Martinskirche
St. Martinskirche
Kirchenschiff
Kirchenschiff
Turmbesteigung
Turmbesteigung
Kirchturm
Kirchturm
Kirchturm
Kirchturm
Glocken
Glocken
Aussicht
Aussicht
Turmbesteigung
Turmbesteigung
Turmbesteigung
Turmbesteigung
Aussicht zur IGS
Aussicht zur IGS
Niemeyerstraße
Niemeyerstraße

Glocken der St. Martinskirche

Die Glocken in den Tönen F-AS-B-Des. Die große Glocke, tiefgekröpft aufgehängt, stammt aus dem Jahre 1483.

Glocken Hannover-Linden ev. St. Martin

Links

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Stadtplan

Bildnachweis: Achim Brandau