Petition fordert Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße

Schild Gefahrenzeichen „Achtung Radfahrer" kombiniert mit Schild Geschwindigkeitsbegrenzung 30 an der Auffahrt zur Brücke.
Symbolbild
Eine neue Petition sorgt in Limmer für Aufmerksamkeit: Die Bürgerinitiative Wasserstadt fordert ein durchgehendes Tempolimit von 30 km/h auf der Wunstorfer Straße. Adressiert ist die Petition an den Stadtbezirksrat Linden-Limmer sowie an die Stadt Hannover. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität im Stadtteil spürbar zu verbessern.

Die Forderung ist klar formuliert: Auf dem gesamten Abschnitt der Wunstorfer Straße innerhalb der geschlossenen Ortslage von Limmer soll Tempo 30 gelten – ohne Unterbrechungen. Denn nach Ansicht der Initiatorinnen und Initiatoren schafft nur ein einheitliches Tempolimit echte Sicherheit. Wechselnde Geschwindigkeitsbegrenzungen führten derzeit dazu, dass Autofahrende zwischen einzelnen Abschnitten stark beschleunigen – mit gefährlichen Folgen.

Viel Verkehr, viele Schutzbedürftige

Die Wunstorfer Straße ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen durch Limmer. Bereits 2014 wurden hier in Spitzenzeiten zwischen 600 und 1.000 Fahrzeuge pro Stunde gezählt. Gleichzeitig queren täglich viele besonders schutzbedürftige Menschen die Straße: Kinder auf dem Weg zur Grundschule Kastanienhof, zum Gymnasium Limmer oder zu mehreren Kitas, ältere Menschen aus nahegelegenen Pflegeeinrichtungen sowie zahlreiche Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende auf dem Weg zu Geschäften, Spielplätzen oder Haltestellen.

Zwar gibt es Ampeln, Zebrastreifen und einzelne Tempo-30-Abschnitte, doch diese reichen nach Einschätzung der Petition nicht aus. Vor allem stadtauswärts werde häufig stark beschleunigt. Das mache das Überqueren der Straße riskant und führe immer wieder zu kritischen Situationen.

Link zur Online-Petition 

Tempo 30 als wirksamer Schutz

Die Initiatorinnen und Initiatoren verweisen auf Studien, nach denen sich bei Tempo 30 die Unfallgefahr für Fußgängerinnen und Fußgänger um rund 40 Prozent reduziert. Zudem bedeute ein niedrigeres Tempo weniger Verkehrslärm und geringere Feinstaubbelastung – ein spürbarer Gewinn für Gesundheit und Lebensqualität der Anwohnenden.

Rückenwind erhält die Forderung durch eine rechtliche Neuerung: Die Straßenverkehrsordnung in der Fassung von 2024 erleichtert es Kommunen, Tempo 30 auch auf Bundesstraßen mit besonderem Schutzbedarf anzuordnen. Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen gelten dabei ausdrücklich als gewichtige Gründe. Genau dieser Schutzbedarf sei auf der Wunstorfer Straße eindeutig gegeben, argumentiert die Bürgerinitiative.

Appell an Politik und Verwaltung

Mit der Petition verbindet sich ein klarer Appell an Politik und Verwaltung: Hannover soll die neuen rechtlichen Spielräume nutzen und die Wunstorfer Straße sicherer machen. Für die Initiatorinnen und Initiatoren ist Tempo 30 kein Symbolprojekt, sondern ein konkreter Schritt hin zu mehr Sicherheit, Ruhe und Lebensqualität im Stadtteil.

Bildnachweis: Martin Illmann

10 Gedanken zu „Petition fordert Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße“

  1. Die Wunstorfer Straße ist eine Bundesstraße (B441). Erst zieht man -mit seinen Kindern- an eine hochbefahrene Straße und beschwert sich dann über zu viele Autos. Warum wohnt man denn zum Schutz der Kinder nicht in einer der wenig befahrenen Seitenstraßen??
    Aber die Häuser an einer Hauptstraße waren wahrscheinlich günstiger zu erwerben…

    Mir geht diese Forderung nach immer mehr 30er-Zonen so gegen den Strich. Selbst die Straßenbahnen müssen sich den Radfahrern in der FUßGÄNGERZONE unterordnen und dürfen nur mit 15 km/h fahren. Wenn man mit den Öffis fährt muss man auf der Linie 10 mindestens 5 Minuten mehr einplanen, damit man seinen Anschluss nicht verpasst. Durch die Wunstorfer Straße fahren die Busse (oft auch schon verspätet), die dann dort zusätzlich „ausgebremst“ werden sollen, während Fahrräder immer schneller und schwerer werden und diese GEFAHR für KINDER (und mobilitätseingeschränkte Menschen) ausgeblendet wird.

    Warum versteift man sich eigentlich auf 30 statt 40 als Kompromiss?

    Antworten
    • Deine Abneigung gegenüber Tempo 30 kann ich nicht nachvollziehen. Die Wunstorfer Straße hat zwischen der Wasserstadt Limmer und der Haltestelle Wunstorfer Straße eine Länge von ca. 1,5 km. Wenn du die mit 30 km/h zurücklegst, benötigst du dafür genau 3 Minuten (180 Sekunden). Mit Tempo 50 km/h beträgt die Fahrzeit 108 Sekunden. Theoretisch bist du ohne Tempolimit 72 Sekunden schneller. Praktisch wirst du jedoch durch Ampeln und Rückstaus ausgebremst, sodass sich der Zeitverlust meist von selbst erledigt. Der Zugewinn für die Anwohner in puncto Schadstoffe, Verkehrslärm und Sicherheit ist indes immens.

      Auch dein Beispiel mit der Linie 10 geht ins Leere. Deren Strecke auf der Wunstorfer Straße beträgt lediglich ca. 400 m. Wegen der Haltestelle Wunstorfer Straße, die vor bzw. hinter der Kurve liegt, muss die Stadtbahn sowieso abbremsen oder neu beschleunigen. Der Zeitverlust bei einem Tempolimit wäre theoretisch und praktisch marginal.

      Antworten
      • Die Wunstorfer Straße geht auswärts in die Wunstorfer Landstraße über, wo auch jede Menge Kinder wohnen und von einer Straßenseite zur anderen müssen, um sicher zur Grundschule zu kommen. Da ist der Verkehr auch nicht weniger und trotzdem schaffen es die Kinder sicher zur Schule. Auch die Richard-Lattorf-Straße ist nicht gerade wenig befahren und wird nicht zur kompletten 30er-Zone, damit die Kinder sicher zur Schule kommen.
        Es wird pauschal allen Autofahrern unterstellt, sie wären eine Gefahr für die Kinder und man muss sie deshalb ausbremsen. Das geht mir gegen den Strich.

        Die Busse werden schon in Seelze ausgebremst und eine weitere Ausbremsung -auch wenn es „nur“ ein paar Sekunden sein mögen- sorgt dafür, dass man seine Anschlussverbindungen nicht mehr rechtzeitig bekommt. Busse haben leider keine Extraspur, so wie manche Bahnen.

        Mein Beispiel mit der 10 war dazu da, um zu verdeutlichen, dass die Öffis, die eine Alternative zu den Autos sein sollen, in bestimmten Bereichen von anderen Verkehrsteilnehmern ausgebremst werden. Eine zusätzliche Änderung im Verkehrsfluss hat auch Auswirkungen auf die Ampelschaltung und den weiteren Verkehrsfluss.

        Man kann natürlich immer für die Situation vor seiner Haustür einstehen, aber die Auswirkungen betreffen dann auch andere Straßen.

        Antworten
    • Guten Tag, ich weiß nicht wie gut Sie sich in Limmer auskennen, aber der alte „Dorfkern“ liegt auf einer Seite der Wunstorfer Str. diverse Kindergärten und die GS auf der anderen Seite. Es geht also nicht um die Anwohner direkt an der Wunstorfer Str. Sondern eben auch um die Anwohner rechts und links die eben für Schule, Kindergarten etc. Die Straße queren müssen. Eben genau die, die in den von Ihnen genannten Seitenstraßen wohnen.

      Antworten
      • Hallo, ich habe einige Jahre in Limmer gewohnt- mit kleinen Kindern. Wir hatten nie Probleme mit dem Autoverkehr, weder zu Fuß noch auf dem Rad. Es gibt Ampeln die das sichere Überqueren der Wunstorfer Straße ermöglichen, auch wenn diese gerne umgangen werden, weil es etwas länger dauert bis sie auf „Grün“ umschalten.

        Die Harenberger Straße dagegen hat nur 1 Zebrastreifen und eine Ampel, diese Straße können die Kinder aber problemlos überqueren, trotz Auto- und Bahnverkehr.

        Antworten
    • Das Argument „Wer an eine Hauptstraße zieht, darf sich nicht beschweren“ ist reichlich absurd. Städte bestehen nicht nur aus Neubausiedlungen für Menschen mit großem Geldbeutel.
      Limmer ist gewachsen, dicht bebaut und lebendig. Kinder, ältere Menschen und Schüler*innen des Gymnasiums Limmer verschwinden nicht, nur weil eine Straße eine B-Nummer trägt. Im Übrigen wohnen „die Kinder“ nicht nur an der Wunstorfer Straße – sie müssen sie täglich überqueren. Zur Schule. Zur Kita. Zur Bahn. Das ist der entscheidende Punkt.

      Tempo 30 ist kein Autofeindlichkeitsprogramm, sondern ein Sicherheitsstandard. Der Hinweis auf verspätete Bahnen und Busse geht am eigentlichen Problem vorbei. Diese stehen nicht wegen Tempo 30 im Stau, sondern wegen der Menge an Autos, die sich durch die Straße schiebt. Zahlreiche Erfahrungen aus anderen Städten zeigen: Tempo 30 sorgt für ruhigeren, flüssigeren Verkehr und damit auch für verlässlichere Fahrzeiten im ÖPNV.

      Es geht also nicht Ideologie oder „immer mehr 30er-Zonen“, sondern um ein Mindestmaß an Sicherheit und Lebensqualität in einem gewachsenen Stadtteil. Die Selbstverständlichkeit, mit der dem Auto in nahezu allen Belangen Vorrang eingeräumt wird, ist abwegig: Städte sind für Menschen gemacht. Autos gehören dazu, aber nicht an erster Stelle

      Antworten
      • In anderen Stadtteilen überqueren Kinder auch Straßen um zur Schule zu kommen, obwohl dort keine 30er-Zone ist, und da ist noch wesentlich mehr Verkehr.

        Kinder sind nicht doof und können schon sicher am Straßenverkehr teilnehmen, wenn man sie richtig darauf vorbereitet. Statt 30er-Zonen brauchen wir bessere Fußgängerüberquerungen.

        Wenn ein Kind von einem schnellen Lastenrad auf dem Weg zur Ampel erfasst wird, sind die Folgen auch nicht wesentlich geringer. Hier wird aber die zunehmende Gefahr nicht gesehen und Radfahrer teilen sich den Gehweg mit Fußgängern.

        Antworten
  2. Das Anliegen ist berechtigt, gleichwohl sind die Erfolgsaussichten gleich null. Die Stadtverwaltung hat die Gründe für eine Ablehnung bereits in der Schublade; siehe z.B. Tempo-30-Zone in der Badenstedter Straße. Der Lückenschluss wurde mit dem lächerlichen Argument abgelehnt, dass dadurch die Stadtbahn der Üstra ausgebremst wird. – Im Juni 2018 sind mir in der Wunstorfer Straße an der Fassade eines Hauses Transparente aufgefallen, auf denen stand: „Luft für Limmer!“ und „Hier werden Menschenaffen dauerbegast“. Hat sich seitdem etwas verbessert?

    Antworten
    • Ich kenne die bisherigen Ablehnungen der Stadt. Deswegen haben wir die Petition gestartet. Anträge allein können von der Verwaltung ohne viel Aufsehen abgebügelt werden. Eine Petition mit vielen Unterschriften zeigt dagegen, dass es sich nicht um ein Einzelanliegen handelt, sondern um ein breites öffentliches Interesse.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

10 Gedanken zu „Petition fordert Tempo 30 auf der Wunstorfer Straße“

  1. Die Wunstorfer Straße ist eine Bundesstraße (B441). Erst zieht man -mit seinen Kindern- an eine hochbefahrene Straße und beschwert sich dann über zu viele Autos. Warum wohnt man denn zum Schutz der Kinder nicht in einer der wenig befahrenen Seitenstraßen??
    Aber die Häuser an einer Hauptstraße waren wahrscheinlich günstiger zu erwerben…

    Mir geht diese Forderung nach immer mehr 30er-Zonen so gegen den Strich. Selbst die Straßenbahnen müssen sich den Radfahrern in der FUßGÄNGERZONE unterordnen und dürfen nur mit 15 km/h fahren. Wenn man mit den Öffis fährt muss man auf der Linie 10 mindestens 5 Minuten mehr einplanen, damit man seinen Anschluss nicht verpasst. Durch die Wunstorfer Straße fahren die Busse (oft auch schon verspätet), die dann dort zusätzlich „ausgebremst“ werden sollen, während Fahrräder immer schneller und schwerer werden und diese GEFAHR für KINDER (und mobilitätseingeschränkte Menschen) ausgeblendet wird.

    Warum versteift man sich eigentlich auf 30 statt 40 als Kompromiss?

    Antworten
    • Deine Abneigung gegenüber Tempo 30 kann ich nicht nachvollziehen. Die Wunstorfer Straße hat zwischen der Wasserstadt Limmer und der Haltestelle Wunstorfer Straße eine Länge von ca. 1,5 km. Wenn du die mit 30 km/h zurücklegst, benötigst du dafür genau 3 Minuten (180 Sekunden). Mit Tempo 50 km/h beträgt die Fahrzeit 108 Sekunden. Theoretisch bist du ohne Tempolimit 72 Sekunden schneller. Praktisch wirst du jedoch durch Ampeln und Rückstaus ausgebremst, sodass sich der Zeitverlust meist von selbst erledigt. Der Zugewinn für die Anwohner in puncto Schadstoffe, Verkehrslärm und Sicherheit ist indes immens.

      Auch dein Beispiel mit der Linie 10 geht ins Leere. Deren Strecke auf der Wunstorfer Straße beträgt lediglich ca. 400 m. Wegen der Haltestelle Wunstorfer Straße, die vor bzw. hinter der Kurve liegt, muss die Stadtbahn sowieso abbremsen oder neu beschleunigen. Der Zeitverlust bei einem Tempolimit wäre theoretisch und praktisch marginal.

      Antworten
      • Die Wunstorfer Straße geht auswärts in die Wunstorfer Landstraße über, wo auch jede Menge Kinder wohnen und von einer Straßenseite zur anderen müssen, um sicher zur Grundschule zu kommen. Da ist der Verkehr auch nicht weniger und trotzdem schaffen es die Kinder sicher zur Schule. Auch die Richard-Lattorf-Straße ist nicht gerade wenig befahren und wird nicht zur kompletten 30er-Zone, damit die Kinder sicher zur Schule kommen.
        Es wird pauschal allen Autofahrern unterstellt, sie wären eine Gefahr für die Kinder und man muss sie deshalb ausbremsen. Das geht mir gegen den Strich.

        Die Busse werden schon in Seelze ausgebremst und eine weitere Ausbremsung -auch wenn es „nur“ ein paar Sekunden sein mögen- sorgt dafür, dass man seine Anschlussverbindungen nicht mehr rechtzeitig bekommt. Busse haben leider keine Extraspur, so wie manche Bahnen.

        Mein Beispiel mit der 10 war dazu da, um zu verdeutlichen, dass die Öffis, die eine Alternative zu den Autos sein sollen, in bestimmten Bereichen von anderen Verkehrsteilnehmern ausgebremst werden. Eine zusätzliche Änderung im Verkehrsfluss hat auch Auswirkungen auf die Ampelschaltung und den weiteren Verkehrsfluss.

        Man kann natürlich immer für die Situation vor seiner Haustür einstehen, aber die Auswirkungen betreffen dann auch andere Straßen.

        Antworten
    • Guten Tag, ich weiß nicht wie gut Sie sich in Limmer auskennen, aber der alte „Dorfkern“ liegt auf einer Seite der Wunstorfer Str. diverse Kindergärten und die GS auf der anderen Seite. Es geht also nicht um die Anwohner direkt an der Wunstorfer Str. Sondern eben auch um die Anwohner rechts und links die eben für Schule, Kindergarten etc. Die Straße queren müssen. Eben genau die, die in den von Ihnen genannten Seitenstraßen wohnen.

      Antworten
      • Hallo, ich habe einige Jahre in Limmer gewohnt- mit kleinen Kindern. Wir hatten nie Probleme mit dem Autoverkehr, weder zu Fuß noch auf dem Rad. Es gibt Ampeln die das sichere Überqueren der Wunstorfer Straße ermöglichen, auch wenn diese gerne umgangen werden, weil es etwas länger dauert bis sie auf „Grün“ umschalten.

        Die Harenberger Straße dagegen hat nur 1 Zebrastreifen und eine Ampel, diese Straße können die Kinder aber problemlos überqueren, trotz Auto- und Bahnverkehr.

        Antworten
    • Das Argument „Wer an eine Hauptstraße zieht, darf sich nicht beschweren“ ist reichlich absurd. Städte bestehen nicht nur aus Neubausiedlungen für Menschen mit großem Geldbeutel.
      Limmer ist gewachsen, dicht bebaut und lebendig. Kinder, ältere Menschen und Schüler*innen des Gymnasiums Limmer verschwinden nicht, nur weil eine Straße eine B-Nummer trägt. Im Übrigen wohnen „die Kinder“ nicht nur an der Wunstorfer Straße – sie müssen sie täglich überqueren. Zur Schule. Zur Kita. Zur Bahn. Das ist der entscheidende Punkt.

      Tempo 30 ist kein Autofeindlichkeitsprogramm, sondern ein Sicherheitsstandard. Der Hinweis auf verspätete Bahnen und Busse geht am eigentlichen Problem vorbei. Diese stehen nicht wegen Tempo 30 im Stau, sondern wegen der Menge an Autos, die sich durch die Straße schiebt. Zahlreiche Erfahrungen aus anderen Städten zeigen: Tempo 30 sorgt für ruhigeren, flüssigeren Verkehr und damit auch für verlässlichere Fahrzeiten im ÖPNV.

      Es geht also nicht Ideologie oder „immer mehr 30er-Zonen“, sondern um ein Mindestmaß an Sicherheit und Lebensqualität in einem gewachsenen Stadtteil. Die Selbstverständlichkeit, mit der dem Auto in nahezu allen Belangen Vorrang eingeräumt wird, ist abwegig: Städte sind für Menschen gemacht. Autos gehören dazu, aber nicht an erster Stelle

      Antworten
      • In anderen Stadtteilen überqueren Kinder auch Straßen um zur Schule zu kommen, obwohl dort keine 30er-Zone ist, und da ist noch wesentlich mehr Verkehr.

        Kinder sind nicht doof und können schon sicher am Straßenverkehr teilnehmen, wenn man sie richtig darauf vorbereitet. Statt 30er-Zonen brauchen wir bessere Fußgängerüberquerungen.

        Wenn ein Kind von einem schnellen Lastenrad auf dem Weg zur Ampel erfasst wird, sind die Folgen auch nicht wesentlich geringer. Hier wird aber die zunehmende Gefahr nicht gesehen und Radfahrer teilen sich den Gehweg mit Fußgängern.

        Antworten
  2. Das Anliegen ist berechtigt, gleichwohl sind die Erfolgsaussichten gleich null. Die Stadtverwaltung hat die Gründe für eine Ablehnung bereits in der Schublade; siehe z.B. Tempo-30-Zone in der Badenstedter Straße. Der Lückenschluss wurde mit dem lächerlichen Argument abgelehnt, dass dadurch die Stadtbahn der Üstra ausgebremst wird. – Im Juni 2018 sind mir in der Wunstorfer Straße an der Fassade eines Hauses Transparente aufgefallen, auf denen stand: „Luft für Limmer!“ und „Hier werden Menschenaffen dauerbegast“. Hat sich seitdem etwas verbessert?

    Antworten
    • Ich kenne die bisherigen Ablehnungen der Stadt. Deswegen haben wir die Petition gestartet. Anträge allein können von der Verwaltung ohne viel Aufsehen abgebügelt werden. Eine Petition mit vielen Unterschriften zeigt dagegen, dass es sich nicht um ein Einzelanliegen handelt, sondern um ein breites öffentliches Interesse.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar