
Zwei bewegte Tage am vergangenen Wochenende auf dem Margarethe-und-Max-Rüdenberg-Platz in Limmer: Unter dem Motto „Demokratie und Teilhabe“ bot das Stadtteilfest ein vielfältiges Programm.
Es war ein toller Erfolg mit vielen Besucher*innen“, so Mitorganisator Uwe Staade zum Abschluss des diesjährigen, von der Bürger*innen-Initiative „Wir-in-Limmer“ organisierten Kiezfestes in Limmer. Es begann am Samstag, 13. Juni 2026, gegen 14 Uhr mit einem Spendenlauf der „Knirpse“ von der Grundschule Kastanienhof. Kurz danach traf die Fahrrad-Demo von WESTprotest auf der baumbestandenen Festwiese ein. Dort waren bereits eine Bühne und zahlreiche Pavillons aufgebaut.
Internationale Spezialitäten und chillige Live-Mucke

Angeboten wurden venezolanische und peruanische Spezialitäten, es gab Pizza und einen Bratwurststand sowie ein reichhaltiges Kuchenbuffet. Den Getränkeverkauf übernahm ein Team rund um die Kneipen „Frosch“ und „Limmehr“, auch das Kulturzentrum Faust war mit einem Weinpavillon vertreten. Am Abend begeisterte chillige Live-Mucke die Festbesucher*innen. Tagsüber hatten die Parteien „Linke“, „Bündnis 90/ Die Grünen“ und „Piraten“ Infostände aufgebaut.
Auch am Sonntag, den 14. Juni, ließen sich viele Menschen nicht von Regenschauern und Windböen abschrecken. Es gab eine interreligiöse Feier, zahlreiche Flohmarkttische und ein insgesamt „relaxtes Treiben“, an dem sich verschiedene Initiativen und Einrichtungen aus dem Stadtteil beteiligten. Gegen Mittag präsentierten Andrea und Frank eine Lindy Hop-Tanzgruppe, die wegen eines Regengusses kurzfristig auf die Bühne ausweichen musste.
Demokratie-Talk und Müllsammelaktion

Beim offenen Demokratie-Talk stand schon am Samstag auf der Kiezfest-Bühne die Frage „Was bedeutet für Dich Demokratie?“ im Mittelpunkt. Unter der Moderation von Politikstudentin Fine Hannemann diskutierten Espen und Max vom künftigen Jugendparlament Hannover gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube und dem Publikum über demokratische Teilhabe, Mitbestimmung und gesellschaftliches Engagement.

Besucherinnen und Besucher brachten eigene Erfahrungen, Meinungen und Fragen ein und beteiligten sich aktiv an der Diskussion. So entstand ein offener Austausch darüber, wie Demokratie im Alltag gelebt und gestaltet werden kann. Das war ganz im Sinne des Veranstaltungs-Teams: Es sollte beim Kiezfest Limmer eben nicht nur um Party, Essen und Trinken gehen, sondern auch um Begegnung und Teilhabe.
Dazu passte, dass etwa 20 Freiwillige schon am Samstag mit Müllsäcken und Greifzangen rund um das Kiezfest in Limmer unterwegs waren, um Straßen, Wege und Grünflächen von achtlos weggeworfenem Abfall zu befreien. Die gemeinsame Sammelaktion leistete einen Beitrag zu einem sauberen Stadtteil und zeigte das Engagement der Beteiligten in ihrem Umfeld.

Höhepunkt war am Sonntag Nachmittag die Preisverleihung im ausgelobten Fotowettbewerb. Dazu wurden alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen auf die Festbühne gerufen. „Leider gab es diesmal nur 15 Teilnehmer*innen“, so Mitorganisator Ralf Lindschulten, „aber im kommenden Jahr werden es mindestens doppelt so viele!“ Eine sechsköpfige Jury hatte insgesamt zwölf Fotos ausgewählt.

Diese waren während des Festes im Pavillon der Veranstalter*innen ausgestellt und sollen in einem Kalender veröffentlicht werden. Der Schüler Eddie Braun gewann mit dem Motiv eines Springbrunnens vor dem Conti-Turm den ersten Preis.
Gern ließ sich der 11-Jährige in Anwesenheit seines sichtlich stolzen Vater exklusiv für Punkt-Linden fotografieren. Wie alle Teilnehmenden erhielt auch Eddie für sein fotografisches Werk einen großzügigen Gutschein. Ein durchweg gelungenes Stadtteilfest – weitere Aktionen von Wir-in-Limmer sind bereits in Planung.