
In Linden-Mitte stehen zwei Wohnungsbau-Projekte seit langem in der öffentlichen Diskussion: Die Sanierung- und Modernisierung des Mehrfamilienhauses Badenstedter Straße 6 und das geplante Wohnprojekt in der Kirchstraße der Baugruppe „Lebendig bis unters Dach“.
Neue Leitungen notwendig
„Wir müssen neue Leitungen legen, weil enercity den Fernwärmeanschluss für unsere Immobilie in diesem Jahr nicht schafft“, sagt ARC Invest Senior Facility Manager Murat Kayran. Er habe darauf gesetzt, dass Enercity eine Ankündigung 2024 einhalten könne.
Aktuell werden in dem Mietshaus in der Nähe des Lindener Marktplatzes rund 80 neue Fenster eingesetzt. „Danach beginnen die restlichen Arbeiten in den Wohnungen, im Treppenhaus und an der Fassade.“ Solarplatten auf dem Dach und der Einsatz einer temporären „Pop-up“-Heizung im Keller sichern künftig die Wärmeversorgung. Auch wenn die Kosten für ihn nun höher liegen, „bin ich froh, mit enercity Anfang August eine tragfähige Lösung gefunden zu haben.“ Einen Zeitpunkt für die Fertigstellung und den Beginn der Vermietung könne er aktuell nicht nennen.
Enercity muss Planung anpassen
Enercity-Sprecher Carlo Kallen bestätigt, dem Eigentümer auf Basis der 2024 vorliegenden Planungen eine unverbindliche Einschätzung gegeben zu haben, dass ein Fernwärmeanschluss frühestens 2026 erfolgen könnte. „Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen für den Ausbau in diesem Bereich anders entwickelt als erwartet. Deshalb können wir dort derzeit keinen Fernwärmeanschluss anbieten. Nach heutiger Einschätzung wird ein Ausbau in diesem Abschnitt voraussichtlich nicht vor 2030 möglich sein.“ Für solche Fälle bietet Enercity konkrete Übergangslösungen an. „Dazu zählt beispielsweise auch der Einsatz einer temporären Lösung (sog. ‚Pop-up’-Heizung) bis zum späteren Fernwärmeanschluss, über die wir nun mit dem Eigentümer sprechen.“
Wohnprojekt Kirchstraße

Keine Neuigkeiten gibt es dagegen für das Wohnprojekt in der Kirchstraße. Die Baugruppe „Lebendig bis unters Dach“ will ein gemeinschaftlich organisiertes Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten – zwei davon öffentlich gefördert und barrierearm, drei weitere werden von der Baugruppe selbst genutzt – errichten. Die Bodenarbeiten auf dem Areal in der Nähe des Pariser Platzes sind erfolgt, seit Mitte 2025 ruhen die Arbeiten auf dem Grundstück jedoch. Für die Planergruppe teilte Ute Aufmkolk Punkt-Linden jetzt mit, dass derzeit leider keine weitergehenden Auskünfte möglich seien.