Symbolische Staffelstabübergabe in der Aula

Klare Worte zur Gegenwart
- Schulleiter Tobias Langer zeigte sich stolz auf die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs, die ihre Erfahrungen aus der Gedenkarbeit reflektiert und weitergegeben haben.
- Oberbürgermeister Onay verwies auf die gesellschaftliche Lage: Demokratie stehe unter Druck, die Spaltung nehme zu. Erinnerungskultur sei anstrengend, aber unverzichtbar, um Haltung zu bewahren.
- Evrim Camuz betonte die Bedeutung des Rechtsstaats: Niemand stehe über dessen Regeln – weder Regierungen noch Unternehmen.
- Hanna Kreisel-Liebermann erinnerte eindringlich daran, dass sich Orte wie Bergen-Belsen niemals wiederholen dürften. Zuhören und Verstehen seien zentrale Voraussetzungen für ein respektvolles Miteinander.
- Martina Machulla appellierte, Erinnerung müsse etwas auslösen: den Mut, zu widersprechen, wenn Grenzen verschoben werden, und rechtzeitig „Stopp“ zu sagen.
Eindrücke, die bleiben
Besonders eindrücklich war ein Video der 10. Klassen, das ihre Eindrücke aus der Gedenkstätte zeigte. Finn aus der Klasse 10e brachte das Erlebte auf den Punkt: In Bergen-Belsen herrsche eine „eindrucksvolle Stille“, die sich tief einpräge. Zwischen den Berichten der Schülerinnen und Schüler sorgte der Oberstufenchor des 12. Jahrgangs für musikalische Momente der Besinnung. Am Ende stand erneut die symbolische Übergabe des Staffelstabs – und damit das Versprechen, dass die Erinnerung an Bergen-Belsen an der IGS Linden auch in Zukunft aktiv gelebt wird.




