24 Verstöße in einer Stunde: Polizei kontrolliert in Linden-Mitte

Am Montagmittag (02.03.2026) führte die Polizei zwischen 12:45 Uhr und 13:45 Uhr eine stationäre Verkehrskontrolle in Linden-Mitte durch. Schwerpunkt der Maßnahme war das Stoppschild an der Kreuzung Davenstedter Straße/Brauhofstraße. Kontrolliert wurden Fahrzeuge, die aus Richtung Badenstedter Straße kamen und links in die Davenstedter Straße einbogen. Zwei Polizeibeamte beobachteten direkt an der Einmündung, ob Verkehrsteilnehmende ihrer Haltepflicht ordnungsgemäß nachkamen. Wer das Stoppschild missachtete, wurde mittels Anhaltekelle gestoppt und zur weiteren Kontrolle nach links in die Magnusstraße geleitet. Dort überprüften zwei weitere Einsatzkräfte die Betroffenen.

Der Kontrollzeitraum fiel bewusst in die Zeit des Schulschlusses. In unmittelbarer Nähe befindet sich die IGS Linden, weshalb zahlreiche Schülerinnen und Schüler zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Gerade in dieser Phase ist die Einhaltung der Verkehrsregeln sicherheitsrelevant: Missachtete Stoppschilder können insbesondere für querende Kinder und Jugendliche ein erhebliches Unfallrisiko darstellen.

Das Ergebnis der einstündigen Kontrolle fällt deutlich aus: Insgesamt stellten die eingesetzten Kräfte 24 Verstöße im Zusammenhang mit dem Stoppschild fest. Das entspricht im Durchschnitt nahezu einem Verstoß alle zweieinhalb Minuten. Überdies kontrollierten die Beamten einen Fahrzeugführer, der einen Pkw führte, ohne im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis zu sein. Gegen ihn wurde ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bildnachweis: Stefan Ebers

7 Kommentare zu „24 Verstöße in einer Stunde: Polizei kontrolliert in Linden-Mitte“

  1. Wie schön, daß soviele Leute hier die Verkehrsregeln kennen. Das stellt sich, wie die Polizei es ja nun festgestellt hat, in der Praxis leider zu oft anders dar.
    Einige haben ja schon die herausfordernsten Situationen geschildert. Dem möchte ich noch ein Beispiel hinzufügen. Wenn man aus der Nieschlagstr. in die Brauhofstr. fahren will (faktisch geradeaus), passiert es sehr häufig, daß die Linksabbieger aus der Brauhofstr. in Richtung Davenstedter Str. einen schneiden, weil sie anscheinend eine abknickende Vorfahrt vermuten.
    Komischerweise habe ich dort noch keine Unfälle wahrgenommen.
    An der Kreuzung wünsche ich mir eigentlich keine Veränderungen. Aber öfter solche Aktionen der Polizei, um Verkehrsteilnehmer stärker zu sensibilisieren.

  2. Das Stoppschild gilt übrigens auch für Fahrradfahrer, das darf ruhig mal erwähnt werden! Ich fahre dort sowohl mit Rad als auch mit Auto entlang. Ich finde dieses Stoppschild eigentlich sehr gut sichtbar und eine klare Haltelinie gibt es auch. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, warum es so stark missachtet wird. Und dabei ist es egal, ob mit zwei oder vier Rädern, da fährt fast jeder einfach drüber. Radfahrer sind da oft besonders flott unterwegs.

  3. Das Stoppschild bezieht sich nicht allein auf Busse und Bahnen, sonder es ist gut erkennbar und gilt grundsätzlich gegenüber der Davenstedter Str. Dass man sich auf der Davenstedter Straße auf der Vorfahrtstraße befindet, ist eigentlich eindeutig, wird aber komischerweise von vielen Autofahren nicht erkannt. Die fahren dann dort sehr defensiv in die Kreuzung und gewähren oft den haltepflichtigen Fahrzeugen Vorrang. Das aber gefährdet dann die Radfahren die überwiegend geradeaus weiter die Davenstedter Str befahren und in beide Richtungen Vorfahrt haben. Diese Vorfahrtberechtigung muss m.E. deutlicher markiert werden.

  4. Ich bin dort oft unterwegs und habe das auch so beobachtet. Die Straßenführung sieht dort so aus, als ob die Bauhofstraße zur Davenstedter Straße eine abknickende Vorfahrtstrasse wäre. Das Stoppschild wird sehr oft übersehen. Vor allem wenn man von der Davenstedter Straße in die Nieschlagstraße abbiegen möchte wird einem meistens die Vorfahrt genommen.
    Eine deutlichere Kennzeichnung der Vorfahrt wäre an der Stelle sicher sinnvoll.

    • ich stimme voll zu, dass die regelung durch die verkehrszeichen sehr unglücklich und wirklich schwer zu verstehen ist. das stoppschild ist noch das eindeutigste zeichen, aber auch merkwürdig, da es sich ausschließlich auf bus und bahn bezieht. irgendwie wäre es gut das verständlicher zu regeln und anzupassen.

    • Ich finde den ganzen Bereich nicht gut gestaltet. Autofahrer müssen die Bahn, den Bus, Radfahrer (nicht selten aus beiden Richtungen) und Fußgänger im Blick haben. Wer weiter durch die Nieschlagstraße möchte wird sofort wieder durch den Radweg und den Zebrastreifen ausgebremst. Eine Neugestaltung kann hier nur von Vorteil sein, notfalls auch durch Ampeln.

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  1. Wie schön, daß soviele Leute hier die Verkehrsregeln kennen. Das stellt sich, wie die Polizei es ja nun festgestellt hat, in der Praxis leider zu oft anders dar.
    Einige haben ja schon die herausfordernsten Situationen geschildert. Dem möchte ich noch ein Beispiel hinzufügen. Wenn man aus der Nieschlagstr. in die Brauhofstr. fahren will (faktisch geradeaus), passiert es sehr häufig, daß die Linksabbieger aus der Brauhofstr. in Richtung Davenstedter Str. einen schneiden, weil sie anscheinend eine abknickende Vorfahrt vermuten.
    Komischerweise habe ich dort noch keine Unfälle wahrgenommen.
    An der Kreuzung wünsche ich mir eigentlich keine Veränderungen. Aber öfter solche Aktionen der Polizei, um Verkehrsteilnehmer stärker zu sensibilisieren.

  2. Das Stoppschild gilt übrigens auch für Fahrradfahrer, das darf ruhig mal erwähnt werden! Ich fahre dort sowohl mit Rad als auch mit Auto entlang. Ich finde dieses Stoppschild eigentlich sehr gut sichtbar und eine klare Haltelinie gibt es auch. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, warum es so stark missachtet wird. Und dabei ist es egal, ob mit zwei oder vier Rädern, da fährt fast jeder einfach drüber. Radfahrer sind da oft besonders flott unterwegs.

  3. Das Stoppschild bezieht sich nicht allein auf Busse und Bahnen, sonder es ist gut erkennbar und gilt grundsätzlich gegenüber der Davenstedter Str. Dass man sich auf der Davenstedter Straße auf der Vorfahrtstraße befindet, ist eigentlich eindeutig, wird aber komischerweise von vielen Autofahren nicht erkannt. Die fahren dann dort sehr defensiv in die Kreuzung und gewähren oft den haltepflichtigen Fahrzeugen Vorrang. Das aber gefährdet dann die Radfahren die überwiegend geradeaus weiter die Davenstedter Str befahren und in beide Richtungen Vorfahrt haben. Diese Vorfahrtberechtigung muss m.E. deutlicher markiert werden.

  4. Ich bin dort oft unterwegs und habe das auch so beobachtet. Die Straßenführung sieht dort so aus, als ob die Bauhofstraße zur Davenstedter Straße eine abknickende Vorfahrtstrasse wäre. Das Stoppschild wird sehr oft übersehen. Vor allem wenn man von der Davenstedter Straße in die Nieschlagstraße abbiegen möchte wird einem meistens die Vorfahrt genommen.
    Eine deutlichere Kennzeichnung der Vorfahrt wäre an der Stelle sicher sinnvoll.

    • ich stimme voll zu, dass die regelung durch die verkehrszeichen sehr unglücklich und wirklich schwer zu verstehen ist. das stoppschild ist noch das eindeutigste zeichen, aber auch merkwürdig, da es sich ausschließlich auf bus und bahn bezieht. irgendwie wäre es gut das verständlicher zu regeln und anzupassen.

    • Ich finde den ganzen Bereich nicht gut gestaltet. Autofahrer müssen die Bahn, den Bus, Radfahrer (nicht selten aus beiden Richtungen) und Fußgänger im Blick haben. Wer weiter durch die Nieschlagstraße möchte wird sofort wieder durch den Radweg und den Zebrastreifen ausgebremst. Eine Neugestaltung kann hier nur von Vorteil sein, notfalls auch durch Ampeln.

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