Freitag Westschnellweg-Vollsperrung: drei Verletzte nach Unfall

Fahrzeugtür eines Polizeifahrzeugs mit Aufschrift „Verkehrsunfalldienst Polizei“
Symbolbild
Ein schwerer Unfall hat am Freitagabend, 28.11.2025, für eine stundenlange Vollsperrung auf dem Westschnellweg (B 6) in Hannover gesorgt. Zwischen den Anschlussstellen Stöcken und dem Bremer Damm kam der Verkehr in Fahrtrichtung Süden vollständig zum Erliegen. Erst gegen 23:30 Uhr konnte die Straße wieder freigegeben werden.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 20:15 Uhr. Ein 51-jähriger VW-Golf-Fahrer aus Kerpen war gemeinsam mit einem Audi A8 auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs, als ein 50-jähriger Fahrer eines Mercedes SLK 230 auf dem linken Fahrstreifen zum Überholen ansetzte. Aus bislang ungeklärter Ursache stieß der Mercedes beim Wiedereinscheren mit dem Audi zusammen. Beide Fahrzeuge schleuderten daraufhin über die Fahrbahn und prallten gegen die Mittelschutzplanke.

Der Mercedesfahrer sowie der Audi-Fahrer und dessen Beifahrerin wurden leicht verletzt. Während die beiden Insassen des Audi zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurden, verließ das Duo die Klinik noch vor der polizeilichen Datenerfassung. Der 50-jährige Mercedesfahrer wurde vor Ort medizinisch versorgt. Da Hinweise auf eine mögliche Beeinflussung durch Alkohol oder andere Substanzen vorlagen, ordnete die Polizei eine Blutprobe an.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 9.000 Euro. Die Vollsperrung der B 6 führte über mehrere Stunden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus im Bereich des Westschnellwegs. Einsatzkräfte waren bis in die späten Abendstunden mit Rettungsmaßnahmen, Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten beschäftigt.

Der Verkehrsunfalldienst Hannover hat Ermittlungen zur Unfallursache eingeleitet und mehrere Straf- sowie Ordnungswidrigkeitsverfahren eröffnet. Zudem bittet die Polizei Zeugen, insbesondere solche, die die Fahrweise des Mercedes beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

Bildnachweis: Martin Illmann