
Der traditionsreiche Veranstaltungsort aus der Liepmannstraße in Limmer, von vielen liebevoll „der Laden unseres Vertrauens“ genannt, steht aktuell vor einem bedeutenden Umbruch. Nach Jahren der Unsicherheit wird das Béi Chéz Heinz seinen bisherigen Standort am Fössebad verlassen. Künftig soll der Club im ehemaligen Musiktheater BAD in Herrenhausen eine neue Heimat finden.
Diese Entwicklung bildet auch den Hintergrund für das Gespräch im Gottesdienst. Bei Chéz Heinz-Geschäftsführer Jürgen Grambeck will Einblicke in die Zukunftspläne geben, während Pastor Marcus Buchholz die Perspektive der Kirche einbringt. Beide verbindet eine enge Zusammenarbeit zwischen der Gesamtkirchengemeinde Linden-Limmer und dem Musikclub – ein Beispiel dafür, wie kulturelle und kirchliche Akteure im Stadtteil gemeinsam wirken können.
Mit Musik geht alles besser
Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst am 29. März 2026 von der Bethlehemband unter Leitung von Kirchenmusiker Jürgen Begemann. Passend zum Thema erklingt der Beatles-Klassiker With a Little Help from My Friends – ein musikalisches Statement für Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung.
Eingeladen sind alle Musikinteressierten, Clubliebhaberinnen und -liebhaber sowie Freundinnen und Freunde der Gemeinde. Der Gottesdienst in der Bethlehemkirche beginnt um 18 Uhr und dauert etwa eine Stunde, im Anschluss lädt die Gemeinde zum Bistro im Gemeindesaal ein.
Nach fast einem Jahrzehnt voller Unklarheiten hat das Heinz einen neuen Standort. Damit scheint die Zukunft des beliebten Clubs gesichert – und Linden-Limmer kann ein weiteres Kapitel seiner lebendigen Kulturgeschichte schreiben, wenn auch im benachbarten Herrenhausen.
Bei h1 gesendeter TV-Bericht zum neuen Standort im Musiktheater Bad mit Interview Jürgen Grambeck von Wolfgang Becker:
Die Stadt hat dem Club „Bei Chéz Heinz“ aus Linden-Limmer in Herrenhausen neue Möglichkeiten gegeben. Nebenan ist auch der Punk-Treff „Kopi“ untergekommen. Hinter dem Herrenhäuser Garten entsteht ein neuer Ort für alternative Kultur in Hannover.
Die Kulturdezernentin Eva Bender findet es gut, dass beide Einrichtungen an diesem Standort sind. „Der Kontrast zu den Herrenhäuser Gärten ist ein großer Gewinn. Hier trifft ein historisches Ensemble auf zeitgenössische Subkultur. Diese Spannung ist reizvoll. Sie zeigt, wie vielfältig und lebendig Kultur in Hannover ist“, so Frau Bender.