
Austragungsort ist die Stadt Hannover, die sich damit nach 2017 erneut als Gastgeber dieses einzigartigen Kulturereignisses behauptet. In insgesamt neun Vorrunden, drei Halbfinals und einem großen Finale im Einzel sowie zwei Halbfinals und einem Team-Finale entscheidet allein das Publikum, wessen Texte, Performance und Präsenz überzeugen.
Was ist Poetry Slam?
Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettstreit: Autoren tragen selbst verfasste Texte live auf der Bühne vor – ohne Requisiten, ohne Musik, mit einem klaren Zeitlimit. Ob Lyrik, Prosa, Humor oder Gesellschaftskritik: Erlaubt ist, was mit Sprache wirkt. Bewertet wird nicht von einer Jury, sondern vom Publikum. Genau diese direkte Rückmeldung und die Verbindung von Literatur und Performance machen Poetry Slam zu einem der lebendigsten Kulturformate der Gegenwart.
Festivalzentrum, Finals und Stadt als Bühne
Herzstück des SLAM 2026 ist das Kulturzentrum Faust, das als Festivalzentrum dient. Hier finden die Vorrunden, die Team-Halbfinals sowie das Rahmenprogramm statt. Weitere Spielorte sind die Galerie Herrenhausen und das Kulturzentrum Pavillon. Die großen Finalabende werden im Theater am Aegi ausgetragen – ein würdiger Rahmen für die Höhepunkte des Festivals.
Organisiert wird der SLAM 2026 vom Verein Live Literatur Hannover e.V., der seit über zwei Jahrzehnten die Slam-Szene der Stadt prägt. Bei der Vorstellung des Konzepts im Künstlerhaus Hannover sprach Kulturdezernentin Eva Bender von einem „kulturellen Paukenschlag“ für die Stadt.
Mehr als ein Wettbewerb
Der SLAM 2026 ist nicht nur Meisterschaft, sondern auch Treffpunkt der Szene, Branchentreffen und Inspirationsquelle. Ergänzt wird das Festival durch ein umfangreiches Vorprogramm im Frühjahr und Sommer 2026: Slams im öffentlichen Raum, eine literarische Parade durch die Innenstadt, Lesungen in Stadtteilen, ein Queer-Slam sowie ein Open-Air-Format im Ihme-Park. Hannover wird so über Monate hinweg zur Bühne für gesprochene Literatur.