
Nach 35 Jahren ist Schluss: Das Stempel- und Kopierzentrum Linden hat seine Türen dauerhaft geschlossen. Der traditionsreiche Betrieb befand sich zuletzt in den ehemaligen Räumlichkeiten der früheren Stadtsparkasse an der Limmerstraße 12, Ecke Kochstraße. Als unmittelbarer Anlass für die Schließung gilt ein kürzlich aufgetretener Wasserschaden im Gebäude, der den weiteren Betrieb unmöglich gemacht haben soll.
Für die Limmerstraße bedeutet dies den Verlust eines weiteren wichtigen und über viele Jahre geschätzten Einzelhandelsdienstleisters. Das Kopierzentrum war für Generationen von Anwohnerinnen und Anwohnern eine feste Anlaufstelle – sei es für Kopien, Stempel, Digitaldruck oder das Binden von Unterlagen. Gleichzeitig wirft die Schließung ein Schlaglicht auf einen schleichenden Strukturwandel: Klassische Kopierdienste werden im Alltag zunehmend durch heimische Scanner und Drucker ersetzt. Was früher selbstverständlich außer Haus erledigt wurde, übernimmt heute oft die Technik im eigenen Wohnzimmer.
Inhaber Oliver Werner-Meißner gründete das Stempel- und Kopierzentrum ursprünglich in der Velberstraße. Später erfolgte zunächst ein Umzug in die frühere Postfiliale am Kötnerholzweg. Danach erfolgte eine Vergrößerung und ein weiterer Umzug in die Limmerstraße 12, in die Räume, in denen sich heute Manhattan Burger befindet. Nach der Schließung der Sparkassenfiliale Anfang 2016 zog der Betrieb auf die gegenüberliegende Straßenseite in die ehemaligen Bankräume um. Dort wurde das Angebot weitergeführt und ausgebaut: Neben Papier- und Schreibwaren gehörten Kopien, Digitaldruck und professionelle Bindungen zum festen Sortiment.
Mit der endgültigen Schließung endet nun nicht nur die Geschichte eines Geschäfts, sondern auch ein Stück gelebter Nachbarschaft. Das Stempel- und Kopierzentrum Linden steht exemplarisch für viele kleine Dienstleister, die über Jahrzehnte das Gesicht der Limmerstraße geprägt haben – und deren Verschwinden oft erst dann auffällt, wenn sie nicht mehr da sind.
Ach ja,.echt schade. Das wird fehlen. Auch wenn ich einen Drucker zuhause habe,musste ich trotzdem öfter rein. Aber die Realität der Limmerstr. Wird immer weniger…nur noch Fressläden.
Ich wuensche dem Inhaber eine verdiente Altersruhe.
Danke fuer die jahrelange freundliche und zuverlaessige Zusammenarbeit.
Ich werde Euch vermissen.
Das finde ich extrem schade.
Tja. Muss selten was ausdrucken, aber nun lohnt sich der Kauf eines Druckers.
In der Innenstand kostet ein einfacher SW-Druck 400% mehr weil es da gemacht wird. Man muss da seinen Stick abgeben, wer auch immer das macht sieht alles auf dem Stick und in vielen Copy-Shops auch andere wartende Kunden.
Auf der Limmer konnte ich alles selbst machen.
Und es gab viel mehr Platz…
Wirklich sehr schade!
Oh nein! Leider auch eine Folge der Digitalisierung. Auf der einen Seite gut (Einsparung von Papier), aber auf der anderen Seite schlecht für die Beschäftigten. Ich drücke die Daumen, dass sie schnell eine neue gut bezahlte Beschäftigung finden! 🍀
Was folgt? Ein Imbiss? Ein Café? Ein Friseur? Oder noch ein Kiosk?
Ein Wandel, der mir nicht gefällt!
Nächste Dönerbude fehlt in der Auflistung 😉
Fällt für mich unter „Imbiss“ ..
„Auf der einen Seite gut (Einsparung von Papier) …“
Gut, dass jetzt Papier gespart wird.
Wozu noch Briefe, Zeitungen oder Bücher? Digitalisierung und Analphabetisierung sind schließlich in der Realität zwei Seiten einer Medaille.
Und das Holz benötigen wir schließlich für Pizzakartons, Amazon-Pakete oder für das ach so nachhaltige Heizen mit Pellets.
……. der Weg in die Stadt ist nicht nötig , ein sehr zuverlässiger Copy Shop befindet sich
in der Fössestr. schräg gegenüber vom EI und in der Stephanusstr gibt es seit ewig einen Stempelladen . Das heißt nicht , dass ich Oliver und seinem Team nicht sehr sehr nachtrauere …… aber das Geld bleibt somit weiter in Linden und verhindert , dass weitere Eigentümer geführte Geschäfte in Linden schließen müssen. Unterstützt die kleinen Geschäfte !!!!!!!
Ich finde das auch total schade, mir wurde immer geholfen, da ich eine absolute Niete im vergrößern meiner Strickanleitung war.🙈 Oliver war immer hilfsbereit, und das für so wenig Geld, ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft. 👩🦰
Und so verschwinden die „alten“ Geschäfte aus unseren Linden 🙁
Wenn man nun Kopien, Drucke, usw. benötigt, muss man schon in die Stadt in die Kurt-Schumacherstraße fahren.
Der Laden am Lindener Marktplatz war sehr zentral gelegen, bis auch dieser zu machte 🙁
Was soll aus unseren schönen Linden bloß werden ?
Die Geschäfte des Alltags verschwinden immer mehr. Man betrachte mal die Kneipen, Sportbars, Kioske, Bistros, usw. Die waren 2000 noch ein Aushängeschild für ein gemeinschaftliches Linden !!
Und wo sind sie geblieben ?
Einfach Weg 🙁
In der Fössestraße/ Selmastraße ist noch Fösse Druck. Den Weg in die Stadt kann man sich also (noch) sparen.