
Anfang September haben Arbeitnehmervertretung, IG Metall und Unternehmen nach monatelangen Verhandlungen ein entsprechendes Eckpunktepapier unterzeichnet. Zum Standort Hannover gehören neben dem Werk in Linden-Mitte auch ein Logistikzentrum in Langenhagen, eine Testbahn im Landkreis Celle und ein kleineres Schwesterwerk in Gronau.
Keine betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2028
Für die Beschäftigten besonders wichtig: Bis Ende 2028 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Im Sommer 2028 soll geprüft werden, ob diese Zusage bis Ende 2030 verlängert werden kann. Auszubildende und Dualstudierende sollen zudem unbefristet übernommen werden.
Die Einigung ist vor dem Hintergrund des konzernweiten Stellenabbaus von besonderer Bedeutung. ZF will bis Ende 2028 bis zu 14.000 Stellen streichen. Für Hannover bestand bislang lediglich eine Standortzusage bis 2026.
Betriebsratschef Jens Schäfer spricht nach mehrmonatigen Verhandlungen von einem „Durchbruch“. Das Unternehmen bezeichnet die Vereinbarung ebenfalls als wichtigen Meilenstein und will den Standort flexibler auf wechselnde Auftragslagen ausrichten.
Traditionsreicher Standort in Linden-Limmer
Das Werk gehört zur Nutzfahrzeugsparte von ZF und ist vor allem auf Bremstechnologien für Lastwagen und andere schwere Fahrzeuge spezialisiert. Früher gehörte der Standort zum US-Unternehmen Wabco, das 2020 von ZF übernommen wurde.