Kommt ein Hannah-Arendt-Zentrum in das ehemalige GiG?

Initiatoren des Projektes Demokratiezentrum Hannah Arendt
Die Initiatoren des Projektes Demokratiezentrum Hannah Arendt (v.l.n.r. Adis Ahmetović, Daniel Gardemin, Dr. Arno Brandt, Martina Machulla und Mona Sandhas)

„Die Landeshauptstadt hat die Chance, einen Ort zur Erinnerung an die in Hannover-Linden geborene Philosophin Hannah Arendt zu schaffen, der zugleich Raum für die Verteidigung und Weiterentwicklung der heute stark gefährdeten Demokratie bietet“, heißt es in einer am Freitag vom Grünen-Ratsherren Daniel Gardemin verbreiteten Pressemitteilung. Als möglicher Standort eines „Hannah-Arendt-Zentrums für lebendige Demokratie“ wird darin das seit Jahren leerstehende ehemalige GiG im Lindener-Rathaus genannt. Dieses liegt direkt gegenüber von Arendts Geburtshaus und könnte Raum für Arbeitskreise, Veranstaltungen sowie gastronomische Angebote bieten.

Strategien zur Verteidigung der Demokratie

früheres GiG mit Lindener Rathaus
Früheres GiG mit dem Lindener Rathaus

Der Vorsitzende des hannoverschen Forums für Politik und Kultur, Dr. Arno Brandt, stellte am 23. Januar 2026 ein Konzept für ein Hannah-Arendt-Demokratiezentrum vor, das in den kommenden Jahren am Standort Lindener Marktplatz realisiert werden soll. Nach Auffassung Brandts bietet Hannah Arendt als eine der bedeutendsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts mit ihrem Werk wie kaum eine andere politische Denkerin vielfältige Anknüpfungspunkte, um die konkreten Gefährdungen der Demokratie zu analysieren sowie Strategien zu ihrer Verteidigung und Weiterentwicklung zu entwickeln. Bei der Präsentation im Leineschloss erhielt Brandt Unterstützung durch die hannoverschen Parteivorsitzenden Mona Sandhas (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Adis Ahmetović (SPD) und Martina Machulla (CDU).

Ziel des vorgestellten Konzepts sei es, einerseits eine nachhaltige Infrastruktur für die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus zu schaffen – etwa durch Workshops, Trainings, Ausstellungen oder Diskussionsveranstaltungen – und andererseits einen lebendigen Ort zu etablieren, an dem Denken und Wirken Hannah Arendts dauerhaft präsent bleiben. Mit dem jetzt vorgestellten Konzept für ein Hannah-Arendt-Demokratiezentrum soll eine ergebnisoffene Diskussion in der hannoverschen Öffentlichkeit darüber angestoßen werden, in welcher Form und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten ein solches Zentrum in Hannover realisiert werden kann.

„Der Sinn von Politik ist Freiheit“

Hannah Arendt-PlakatHannah Arendt wurde am 14. Oktober 1906 im Haus Lindener Marktplatz Nr. 2 geboren. 1933 floh die politische Philosophin und Publizistin vor den Nazis, erst nach Paris und dann nach New York, wo sie am 4. Dezember 1975 starb.

„Ihre jüdische Herkunft, die sie als zentrale Identität verstand, und die Erfahrung der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime prägten ihr Denken und ihr Engagement gegen Totalitarismus“, heißt es über sie bei Wikipedia. Ihre bekanntesten Merksätze: „Der Sinn von Politik ist Freiheit“ und „Niemand hat das Recht zu gehorchen“.

Bildnachweis: Wolfgang Becker, Privat

13 Gedanken zu „Kommt ein Hannah-Arendt-Zentrum in das ehemalige GiG?“

  1. 1,9 Mio, siehe anderen Beitrag zum GIG hinsichtlich „aktueller“ Auflagen, die bis 2023 mit dem Auszug und Leerstand anscheinend nicht gegolten haben.

    Antworten
  2. Bevor sie darüber schwadronieren sollten besonders die Grünen im Bezirk Linden-Limmer und auf Stadtebene die Worte „Demokratie“ und „Meinungsvielfalt“ erst mal selbst mit Leben füllen (siehe z.B. im Umgang mit dem Noch-Bezirksbürgermeister Rainer Grube):

    * Grüne Linden-Limmer: Bezirksbürgermeister Grube nicht erneut nominiert
    https://punkt-linden.de/news/gruene-grube-nicht-erneut-nominiert/

    * Interview: Rainer-Jörg Grube über Grüne, Macht und Politik in Linden-Limmer
    https://punkt-linden.de/news/interview-rainer-joerg-grube/

    bevor sie für eine sehr akademisch und teuer scheinende Institution plädieren, die wohl eher als Alibi-Veranstaltung und als Versorgungseinrichtung für „verdiene“ Mitglieder dienen soll!

    Dabei ist der selbe im Betrag genannte Grünen-Ratsherr (und Bezirksratsherr) Dr. Daniel Gardemin sicherlich auch nicht ganz unschuldig!

    Antworten
  3. Ein Hannah-Arendt-Zentrum für Demokratie klingt sympathisch – ein echter Ort für offenen Austausch wäre genau das, was wir brauchen.
    Nur: SPD, Grüne und CDU stehen dahinter – und ausgerechnet diese Parteien haben in den letzten Jahren bei vielen großen Themen oft sehr einheitlich argumentiert, sodass andere Sichten häufig zu kurz kamen.
    Hannah Arendt hat immer betont: Demokratie lebt vom Streit, von echter Vielfalt und vom Mut zum offenen Wort – nicht von zu viel vorgegebener Einheitsmeinung.
    Wird das Zentrum wirklich Raum für unterschiedliche Positionen schaffen – oder eher den bestehenden Konsens nur noch einmal hübsch verpacken?
    Gerade jetzt, wo das Projekt im Gespräch ist und bald wieder Wahlen anstehen, wäre das der entscheidende Test. Ich hoffe sehr, es wird seinem Namen gerecht.

    Antworten
    • In der Pressekonferenz zur Vorstellung des Konzepts habe ich als CDU Kreisvorsitzende klargestellt, dass ich das vorliegende Konzept als Entwurf ansehe. Es ist besprochen worden, dass zur Erstellung eines abschließenden Konzeptes die Parteistiftungen mit einbezogen werden sollen. Voraussetzung dafür, dass das tatsächlich gelingt ist, dass die unterschiedlichen Ansichten der Unterstützer auch zum Tragen kommen; so muss u.a. gewährleistet sein, dass mit dem Zentrum nicht nur eine nachhaltige Infrastruktur für die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus geschaffen wird, sondern eine solche, die sich mit jedweder Form von politischem, weltanschaulichem oder religiösem Extremismus auseinandersetzt. Nur wenn das gelingt, kann die Idee und die Umsetzung tatsächlich mit Unterstützung aller demokratischer Parteien erfolgen.

      Antworten
      • Herzlichen Glückwunsch nachträglich (gestern) zum Geburtstag! Gleichwohl kann ich mir eine Kritik nicht verkneifen. Wenn alles so werden soll, wie sich das die etablierten Parteien inkl. ihrer Stiftungen vorstellen, ist das nicht im Sinne von Hannah Arendt. Mut zur Dialektik heißt, sich nicht von vornherein anderen Argumenten zu verschließen. Extremismus entsteht dadurch, dass sich Andersdenkende von denen ausgegrenzt fühlen, die für sich eine Meinungshoheit in Anspruch nehmen.

        Antworten
  4. Das ist ja eine nette Idee. Leider ist „nett“ die kleine Schwester von „gut“. Denn gut wäre sie, wenn es auch gleich einen Finazierungsplan gäbe. Ansonsten kennen wir bunte Bilder schon zur genüge, bspw. von dem, was im Ihme-Zentrum alles hätte passieren sollen.

    Wobei, die Stadt hat wohl noch so gar keine Idee, was es kosten könnte, den Saal wieder nutzbar zu machen. Das jedenfalls lässt sich aus einer Antwort auf eine Frage im Bezirksrat aus 2024 schließen.

    https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0313-2024F1

    Was mich aber ein bisschen wundert ist, dass niemand auf die Idee gekommen ist, dass das städtische Demokratiezentrum, das ZeitZentrum Zivilcourage , schon existiert.

    https://www.hannover.de/Media/02-GIS-Objekte/Lokationsdatenbank/Landeshauptstadt-Hannover/Kultur-und-Freizeit/Stadtgeschichte-Erinnerungskultur/ZeitZentrum-Zivilcourage.-Lernort-zur-hannoverschen-Stadtgesellschaft-im-Nationalsozialismus

    schon die Aufgaben erfüllt, die die Überlegungen für das GiG leisten sollen. Müsste Herr Dr. Gardemin eigentlich auch wissen. Aber es ist ja Kommunalwahlkampf. Da muss man natürlich Marken setzen.

    Antworten
    • Ich entnehme dem oben beschriebenen Konzept durchaus andere Inhalte als das, was im Fokus der Arbeit des ZeitZentrumZivilcourage steht (Erinnerungskultur), deshalb halte ich die Idee für gut.
      Ich würde das Konzept dahingehend intensivieren, dass hier ein echter Ort der analogen Begegnung entstehen könnte, ein „Wohnzimmer der Gesellschaft“ nach dem Vorbild der Oodi-Bibliothek in Helsinki. Das neue Zentrum müsste offen sein, ein Ort, an dem Menschen sich anlasslos treffen können. Das ist nicht das Konzept des ZZZ. Und Hannah Arendt ist eine unbedingte Vorbildfigur für unabhängiges Denken.
      Natürlich bin ich außerdem dafür, dass die Stadt endlich das Ihmezentrum kauft.

      Antworten
  5. Ich finde die Idee toll! Hannah-Arendt-Erinnerung gegenüber ihrem Geburtshaus, mit Blick nach vorn auf Probleme der Gegenwart, verbunden mit Aktivitäten für die Zukunft unserer Demokratie, initiiert von Vertreter-innen aus drei demokratischen Parteien.
    So ein „Demokratie-Zentrum“ könnte aber auch an vergangene demokratische Erfolge in Hannover erinnern, z.B. die Novemberrevolution 1918, Intellektuelle und Arbeiterorganisationen in der Weimarer Republik, Neubeginn nach 1945, Friedensbewegung, Studentenbewegung, „Roter Punkt“, Frauenbewegung, Anti-AKW-Bewegung (Gorleben-Treck) und Flüchtlingsunterstützung. Das wäre ein wohltuender Unterschied zu manch bisheriger Erinnerungskultur, die ja leider notgedrungen das Augenmerk vor allem auf die Niederlagen von Demokratie und Menschenrechten in der NS-Diktatur gelenkt hat.
    Klar, so ein Haus kostet – Herstellung und Betrieb. Vielleicht können da ja neben o.g. Parteien und der Stadt auch Organisationen und Menschen der Stadtgesellschaft einen Beitrag leisten?

    Antworten
  6. Das klingt ja erstmal ganz gut, aber ein ähnlich genutztes Gebäude gibt es mit dem Freizeitheim Linden schon. Ja, hier gibt es nicht den Bezug zu Hannah Arendt, doch Räumlichkeiten für Workshops usw. gibt es dort auch.

    Woher soll das Geld kommen für die Sanierung und die Brandschutzauflagen?

    Schon jetzt gibt es zu wenig Fördergelder für soziale Projekte. Ein weiteres Projekt würde die Finanzierung vorhandener Einrichtungen gefährden.

    Antworten
    • Ich finde das Wandbild sehr passend. Ich sehe ihre unabhängige Nachdenklichkeit und höre förmlich ihre knarrende Stimme (die ich allerdings auch nur aus Dokumentarfilmen kenne)

      Antworten
    • Hannah Arendt war eine Frau mit markanten Gesichtszüge. Und wenn man aus Linden kommt dann kennt man das Wandkunstwerk in der Falkenstr. und sollte diesen N. -Vergleich mal schnell wieder in die Tasche stecken. – Kommentator/in Ingrid.

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13 Gedanken zu „Kommt ein Hannah-Arendt-Zentrum in das ehemalige GiG?“

  1. 1,9 Mio, siehe anderen Beitrag zum GIG hinsichtlich „aktueller“ Auflagen, die bis 2023 mit dem Auszug und Leerstand anscheinend nicht gegolten haben.

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  2. Bevor sie darüber schwadronieren sollten besonders die Grünen im Bezirk Linden-Limmer und auf Stadtebene die Worte „Demokratie“ und „Meinungsvielfalt“ erst mal selbst mit Leben füllen (siehe z.B. im Umgang mit dem Noch-Bezirksbürgermeister Rainer Grube):

    * Grüne Linden-Limmer: Bezirksbürgermeister Grube nicht erneut nominiert
    https://punkt-linden.de/news/gruene-grube-nicht-erneut-nominiert/

    * Interview: Rainer-Jörg Grube über Grüne, Macht und Politik in Linden-Limmer
    https://punkt-linden.de/news/interview-rainer-joerg-grube/

    bevor sie für eine sehr akademisch und teuer scheinende Institution plädieren, die wohl eher als Alibi-Veranstaltung und als Versorgungseinrichtung für „verdiene“ Mitglieder dienen soll!

    Dabei ist der selbe im Betrag genannte Grünen-Ratsherr (und Bezirksratsherr) Dr. Daniel Gardemin sicherlich auch nicht ganz unschuldig!

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  3. Ein Hannah-Arendt-Zentrum für Demokratie klingt sympathisch – ein echter Ort für offenen Austausch wäre genau das, was wir brauchen.
    Nur: SPD, Grüne und CDU stehen dahinter – und ausgerechnet diese Parteien haben in den letzten Jahren bei vielen großen Themen oft sehr einheitlich argumentiert, sodass andere Sichten häufig zu kurz kamen.
    Hannah Arendt hat immer betont: Demokratie lebt vom Streit, von echter Vielfalt und vom Mut zum offenen Wort – nicht von zu viel vorgegebener Einheitsmeinung.
    Wird das Zentrum wirklich Raum für unterschiedliche Positionen schaffen – oder eher den bestehenden Konsens nur noch einmal hübsch verpacken?
    Gerade jetzt, wo das Projekt im Gespräch ist und bald wieder Wahlen anstehen, wäre das der entscheidende Test. Ich hoffe sehr, es wird seinem Namen gerecht.

    Antworten
    • In der Pressekonferenz zur Vorstellung des Konzepts habe ich als CDU Kreisvorsitzende klargestellt, dass ich das vorliegende Konzept als Entwurf ansehe. Es ist besprochen worden, dass zur Erstellung eines abschließenden Konzeptes die Parteistiftungen mit einbezogen werden sollen. Voraussetzung dafür, dass das tatsächlich gelingt ist, dass die unterschiedlichen Ansichten der Unterstützer auch zum Tragen kommen; so muss u.a. gewährleistet sein, dass mit dem Zentrum nicht nur eine nachhaltige Infrastruktur für die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus geschaffen wird, sondern eine solche, die sich mit jedweder Form von politischem, weltanschaulichem oder religiösem Extremismus auseinandersetzt. Nur wenn das gelingt, kann die Idee und die Umsetzung tatsächlich mit Unterstützung aller demokratischer Parteien erfolgen.

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      • Herzlichen Glückwunsch nachträglich (gestern) zum Geburtstag! Gleichwohl kann ich mir eine Kritik nicht verkneifen. Wenn alles so werden soll, wie sich das die etablierten Parteien inkl. ihrer Stiftungen vorstellen, ist das nicht im Sinne von Hannah Arendt. Mut zur Dialektik heißt, sich nicht von vornherein anderen Argumenten zu verschließen. Extremismus entsteht dadurch, dass sich Andersdenkende von denen ausgegrenzt fühlen, die für sich eine Meinungshoheit in Anspruch nehmen.

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  4. Das ist ja eine nette Idee. Leider ist „nett“ die kleine Schwester von „gut“. Denn gut wäre sie, wenn es auch gleich einen Finazierungsplan gäbe. Ansonsten kennen wir bunte Bilder schon zur genüge, bspw. von dem, was im Ihme-Zentrum alles hätte passieren sollen.

    Wobei, die Stadt hat wohl noch so gar keine Idee, was es kosten könnte, den Saal wieder nutzbar zu machen. Das jedenfalls lässt sich aus einer Antwort auf eine Frage im Bezirksrat aus 2024 schließen.

    https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0313-2024F1

    Was mich aber ein bisschen wundert ist, dass niemand auf die Idee gekommen ist, dass das städtische Demokratiezentrum, das ZeitZentrum Zivilcourage , schon existiert.

    https://www.hannover.de/Media/02-GIS-Objekte/Lokationsdatenbank/Landeshauptstadt-Hannover/Kultur-und-Freizeit/Stadtgeschichte-Erinnerungskultur/ZeitZentrum-Zivilcourage.-Lernort-zur-hannoverschen-Stadtgesellschaft-im-Nationalsozialismus

    schon die Aufgaben erfüllt, die die Überlegungen für das GiG leisten sollen. Müsste Herr Dr. Gardemin eigentlich auch wissen. Aber es ist ja Kommunalwahlkampf. Da muss man natürlich Marken setzen.

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    • Ich entnehme dem oben beschriebenen Konzept durchaus andere Inhalte als das, was im Fokus der Arbeit des ZeitZentrumZivilcourage steht (Erinnerungskultur), deshalb halte ich die Idee für gut.
      Ich würde das Konzept dahingehend intensivieren, dass hier ein echter Ort der analogen Begegnung entstehen könnte, ein „Wohnzimmer der Gesellschaft“ nach dem Vorbild der Oodi-Bibliothek in Helsinki. Das neue Zentrum müsste offen sein, ein Ort, an dem Menschen sich anlasslos treffen können. Das ist nicht das Konzept des ZZZ. Und Hannah Arendt ist eine unbedingte Vorbildfigur für unabhängiges Denken.
      Natürlich bin ich außerdem dafür, dass die Stadt endlich das Ihmezentrum kauft.

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  5. Ich finde die Idee toll! Hannah-Arendt-Erinnerung gegenüber ihrem Geburtshaus, mit Blick nach vorn auf Probleme der Gegenwart, verbunden mit Aktivitäten für die Zukunft unserer Demokratie, initiiert von Vertreter-innen aus drei demokratischen Parteien.
    So ein „Demokratie-Zentrum“ könnte aber auch an vergangene demokratische Erfolge in Hannover erinnern, z.B. die Novemberrevolution 1918, Intellektuelle und Arbeiterorganisationen in der Weimarer Republik, Neubeginn nach 1945, Friedensbewegung, Studentenbewegung, „Roter Punkt“, Frauenbewegung, Anti-AKW-Bewegung (Gorleben-Treck) und Flüchtlingsunterstützung. Das wäre ein wohltuender Unterschied zu manch bisheriger Erinnerungskultur, die ja leider notgedrungen das Augenmerk vor allem auf die Niederlagen von Demokratie und Menschenrechten in der NS-Diktatur gelenkt hat.
    Klar, so ein Haus kostet – Herstellung und Betrieb. Vielleicht können da ja neben o.g. Parteien und der Stadt auch Organisationen und Menschen der Stadtgesellschaft einen Beitrag leisten?

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  6. Das klingt ja erstmal ganz gut, aber ein ähnlich genutztes Gebäude gibt es mit dem Freizeitheim Linden schon. Ja, hier gibt es nicht den Bezug zu Hannah Arendt, doch Räumlichkeiten für Workshops usw. gibt es dort auch.

    Woher soll das Geld kommen für die Sanierung und die Brandschutzauflagen?

    Schon jetzt gibt es zu wenig Fördergelder für soziale Projekte. Ein weiteres Projekt würde die Finanzierung vorhandener Einrichtungen gefährden.

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    • Ich finde das Wandbild sehr passend. Ich sehe ihre unabhängige Nachdenklichkeit und höre förmlich ihre knarrende Stimme (die ich allerdings auch nur aus Dokumentarfilmen kenne)

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    • Hannah Arendt war eine Frau mit markanten Gesichtszüge. Und wenn man aus Linden kommt dann kennt man das Wandkunstwerk in der Falkenstr. und sollte diesen N. -Vergleich mal schnell wieder in die Tasche stecken. – Kommentator/in Ingrid.

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