Vier Wasserbüffel ziehen auf die „Große Koppel“ in Herrenhausen

Vier Wasserbüffel auf der Großen Koppel
Vier Wasserbüffel auf der „Großen Koppel“ in Herrenhausen

Auf der „Großen Koppel“ in der Nähe der Wasserkunst in Herrenhausen grasen seit heute, 29. Juni 2026, die ersten vier zirka 2 Jahre alten Wasserbüffel. In den kommenden Tagen sollen weitere Tiere folgen. Mit dem Projekt will die Landeshauptstadt Hannover die Artenvielfalt im Landschaftsschutzgebiet zwischen Leine und Ernst-August-Kanal fördern. Ursprünglich sollten die Wasserbüffel schon im April dieses Jahres zu sehen sein, der Zustand der Weide ließ das aber nicht zu.

Die 15 Hektar große „Große Koppel“ ist eine historische Weidelandschaft, auf der einst die königlichen Pferde aus Herrenhausen grasten. Heute gehört das Areal zum Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Leineaue zwischen Hannover und Stöckendrebber“.

OB Onay vor den vier Wasserbüffeln
Oberbürgermeister Onay vor den vier Wasserbüffeln

„Es ist ein bislang einzigartiges Projekt“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay heute bei der Vorstellung. Er betonte, dass die robusten Tiere helfen sollen, die Auenlandschaft ökologisch aufzuwerten und die Biodiversität auch im Stadtgebiet zu stärken.

Die Fläche wurde bislang gemäht. Künftig übernehmen die Wasserbüffel die Landschaftspflege. Sie kommen mit feuchten Böden gut zurecht, fressen Schilf und Gehölze, die Kühe unangetastet lassen würden, und schaffen durch ihre Trittspuren und Suhlen neue Lebensräume für Amphibien, Insekten und Vögel. Ein Hinweisschild mit weiteren Informationen wird demnächst aufgehängt.

Damit die Tiere auf der Weide gehalten werden können, wurden in den vergangenen Monaten unter anderem ein Gewässer angelegt und Zäune errichtet. Das Projekt ist von der Stadt Hannover und der Sparkasse Hannover finanziert worden. Die Tiere kommen übrigens vom seit 1856 bestehenden Hof Baumgarte in Ronnenberg, wo neben der Wasserbüffelzucht auch „normale“ Landwirtschaft betrieben wird. Es gibt auch noch andere Dienstleistungen.

 

Bildnachweis: Ralf Borchardt

10 Kommentare zu „Vier Wasserbüffel ziehen auf die „Große Koppel“ in Herrenhausen“

  1. Bei den Wasserbüffeln in Limmer war ich schon häufiger, weil es immer eine Strecke war, die ich gern mit dem Rad oder zu Fuß besucht habe. Jetzt bietet sich mir ein trauriges Bild von Wasserbüffeln, die sich um die einzige Wasserstelle auf dem Gelände drängen, die mittlerweile kein Wasser mehr enthält, weil es ausgetrocknet oder versickert ist. Da die Tiere zwingend auf Wasser angewiesen sind, ist das für mich keine artgerechte Haltung. Wie geht es den Büffeln erst im Hochsommer, wenn die Temperaturen noch steigen und gar kein Wasser mehr da ist. Meine Frage wäre, ob noch weitere Wasserstellen geplant sind? Der Stacheldraht- und Elektrozaun, der teilweise in Dreierreihe dasteht macht die Landschaft für Erholungssuchende unattraktiv. Vorher gab es auch schon eine Artenvielfalt von einheimischen Tieren. Früh morgens konnte man auf den Weiden auch Rehe beobachten, für die ist das Gelände jetzt unzugänglich. Auch für Menschen, die gerne die Trampelpfade nutzen um sich ans Leineufer zu setzen ist das Gebiet gesperrt. Schade, dass so viel Geld versenkt wird für ein Projekt, dass in meinen Augen keinen Sinn macht, außer eine nicht artgerechte Haltung von Tieren und eine Verschandelung der Landschaft.

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  2. Sieht so aus, als hätte die PR-Abteilung des Oberbürgermeisters gerade alle Hände voll zu tun. Leider habe ich nicht erkennen können, welchen Anteil Belit Onay an der Ansiedlung der Tiere hatte.
    Deshalb die Frage: gibt es etwas, dass unser aktueller Bürgermeister als erfolgreiche Aktivität vorzuweisen hat? Und, noch besser, gibt es realistische Vorhaben, die er im Falle einer nächsten Amtszeit FÜR HANNOVER umsetzen möchte? Es sollte mich freuen!

    Antworten
  3. Das Projekt ist prima und ein Gewinn für die Natur!

    Weshalb entgeht man im Interesse von Tier und Mensch nicht dem Konflikt, von unmittelbarer Nähe.

    Wären Flächen nicht auch weiter entfernt von intensiver Freitzeit und Verkehrsnutzung möglich gewesen?
    Und Grünfläche zum Angucken hinter Stacheldraht finde ich persönlich nicht so sexy.
    Guckt es euch mal an, mich erinnert es an die Grenze von früher.
    sorry

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  4. Einerseits finde ich die Ansiedlung der Wasserbüffel in diesem Areal gelungen. Doch andererseits befürchte ich, dass die Tiere durch die Pyrotechnik in der Nähe beim Herrenhäuser Gartenfestival arg erschreckt werden und in ihrer Panik von der Weide flüchten könnten. Kein Tier fühlt sich bei Feuerwerken wohl und sicher.

    Antworten
    • So weit denken manche Verantwortlichen leider nicht. Wer die Tiere mal hätte sehen wollen, hätte es in Ronnenberg in ihrer gewohnten Umgebung machen können.

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  5. Das ist meiner Meinung nach eine -gute Aktion- um das Landschaftsschutzgebiet zu erhalten und besser zu schützen.
    Schön wäre , wenn es zur Folge hätte, das viele Menschen, die in dem kleinen Areal spazieren gehen und sich am Ufer der Leine aufhalten , die Notwendigkeit des Schutzes der dort angesiedelten Lebewesen respektierten, und aus dem Grund fernblieben- es gibt drumherum viele Möglichkeiten sich im angrenzenden Naherholungsgebiet aufzuhalten.

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  1. Bei den Wasserbüffeln in Limmer war ich schon häufiger, weil es immer eine Strecke war, die ich gern mit dem Rad oder zu Fuß besucht habe. Jetzt bietet sich mir ein trauriges Bild von Wasserbüffeln, die sich um die einzige Wasserstelle auf dem Gelände drängen, die mittlerweile kein Wasser mehr enthält, weil es ausgetrocknet oder versickert ist. Da die Tiere zwingend auf Wasser angewiesen sind, ist das für mich keine artgerechte Haltung. Wie geht es den Büffeln erst im Hochsommer, wenn die Temperaturen noch steigen und gar kein Wasser mehr da ist. Meine Frage wäre, ob noch weitere Wasserstellen geplant sind? Der Stacheldraht- und Elektrozaun, der teilweise in Dreierreihe dasteht macht die Landschaft für Erholungssuchende unattraktiv. Vorher gab es auch schon eine Artenvielfalt von einheimischen Tieren. Früh morgens konnte man auf den Weiden auch Rehe beobachten, für die ist das Gelände jetzt unzugänglich. Auch für Menschen, die gerne die Trampelpfade nutzen um sich ans Leineufer zu setzen ist das Gebiet gesperrt. Schade, dass so viel Geld versenkt wird für ein Projekt, dass in meinen Augen keinen Sinn macht, außer eine nicht artgerechte Haltung von Tieren und eine Verschandelung der Landschaft.

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  2. Sieht so aus, als hätte die PR-Abteilung des Oberbürgermeisters gerade alle Hände voll zu tun. Leider habe ich nicht erkennen können, welchen Anteil Belit Onay an der Ansiedlung der Tiere hatte.
    Deshalb die Frage: gibt es etwas, dass unser aktueller Bürgermeister als erfolgreiche Aktivität vorzuweisen hat? Und, noch besser, gibt es realistische Vorhaben, die er im Falle einer nächsten Amtszeit FÜR HANNOVER umsetzen möchte? Es sollte mich freuen!

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  3. Das Projekt ist prima und ein Gewinn für die Natur!

    Weshalb entgeht man im Interesse von Tier und Mensch nicht dem Konflikt, von unmittelbarer Nähe.

    Wären Flächen nicht auch weiter entfernt von intensiver Freitzeit und Verkehrsnutzung möglich gewesen?
    Und Grünfläche zum Angucken hinter Stacheldraht finde ich persönlich nicht so sexy.
    Guckt es euch mal an, mich erinnert es an die Grenze von früher.
    sorry

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  4. Einerseits finde ich die Ansiedlung der Wasserbüffel in diesem Areal gelungen. Doch andererseits befürchte ich, dass die Tiere durch die Pyrotechnik in der Nähe beim Herrenhäuser Gartenfestival arg erschreckt werden und in ihrer Panik von der Weide flüchten könnten. Kein Tier fühlt sich bei Feuerwerken wohl und sicher.

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    • So weit denken manche Verantwortlichen leider nicht. Wer die Tiere mal hätte sehen wollen, hätte es in Ronnenberg in ihrer gewohnten Umgebung machen können.

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  5. Das ist meiner Meinung nach eine -gute Aktion- um das Landschaftsschutzgebiet zu erhalten und besser zu schützen.
    Schön wäre , wenn es zur Folge hätte, das viele Menschen, die in dem kleinen Areal spazieren gehen und sich am Ufer der Leine aufhalten , die Notwendigkeit des Schutzes der dort angesiedelten Lebewesen respektierten, und aus dem Grund fernblieben- es gibt drumherum viele Möglichkeiten sich im angrenzenden Naherholungsgebiet aufzuhalten.

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