Abriss und lukrativer Neubau mit hochpreisigen Eigentumswohnungen: Solche Aufwertungsprozesse zugunsten einer zahlungskräftigeren Bevölkerung nennt man Gentrifizierung. Entwicklungen dieser Art sind gerade in Linden-Mitte zu beobachten. Erhaltungssatzungen erweisen sich hier als stumpfes Instrument. Das sagen auch im Interview Michael Klenke und Steffen Mallast vom Stadtbezirksrat Linden-Limmer.
YouTube-Video
Ein Video mit aktuellen Beispielen für Gentrifizierung aus der Davenstedter und der Nieschlagstraße.
Ein Film von Wolfgang Becker und Martin Tönnies
Ecke Fortuna wird grad abgerissen und dann neu gebaut.
Hauptsache.. hochpreisig. Bei den Mieten, und Wohnungsmangel, kann leider nichts anderes erwartet werden.
Städtischer Wohnungsbau, oder Land, stecken unnütze Gelder in die falschen Objekte, die niemand braucht !!
Leider gehörte dieses Haus zu denen, die eine schlechte Bausubstanz hatten. Erhaltungssatzungen sind gut und wichtig. 1978-1980 wurden so einige Häuser in der Viktoriastrasse erhalten. Es muss wieder möglich sein, dass viele Neubauten als Gebäude mit geförderten Mitteln errichtet werden, die dann eine geringe Miete haben. Es muss dann ein einfacher Standart sein. Durch die Bauvorschriften u.a. energetische Bauweise werden die Baupreise in die Höhe getrieben.
Für die Bebauung in der Viktoriastraße hat es keine Erhaltungssatzung gegeben. Die historischen Arbeiterhäuser wurden 1979 durch das engagierte Zusammenwirken von Teilen der Bürgerinitiative Linden-Nord, Architekturstudenten und AGSTA-Architekten sowie Denkmalschützern vor dem Abriss gerettet.
Und es gab einige sehr aktive Hausbesetzer, die für viel Unruhe und Diskussionen und Demonstrationen sorgten. Ich war manchmal dabei. Ohne diesen Wiederstand, wäre hier Ende der 70ziger und Anfang 80ziger Jahre noch viel mehr abgerissen worden.
Interessanter Film. Interessant wäre aber auch gewesen, diese einzelnen Befunde etwas breiter einzuordnen. Hat Linden ernstlich ein Problem mit Gentrifizierung? Kann man hier schon von „Austausch“ der Bevölkerung sprechen? Wie stellt sich das in Linden zahlenmäßig im Überblick dar? Und wie unterscheiden sich die Zahlen im Vergleich mit anderen Teilen Hannovers? Auch dazu könnte man mal einen Film machen.
Ich wohne seit fast 60 Jahren in Linden, und ha, diese Mieten vertreiben die untere Mittelschicht, die Linden bisher getragen hat.
Ecke Ahlemerstr,-Fortunastr. steht ein Haus mit Gewerbe flachen, ich glaube da war mal eine Kohlehandlung seit Jahren Leer, In dem Haus sind insgesamt 9 Wohnungen, früher hätten wir so etwas Besetzt, das Haus wird still und heimlich abgerissen, keiner kümmert sich, ich bin jetzt 64 Jahre, wäre sofort dabei, allerdings nicht aktiv-COPD, bei der Faust-Besetzung der ersten Stunde war ich und meine damalige Freundin auch aktiv dabei, damals war ich 29., wer macht mit noch ist es nicht zu spät…