
Das Team von mosaïk um Lorenzo Pignataro hat Wort gehalten: Im Juni als Ort für Kunst, Bewegung, Begegnung und gemeinschaftliches Arbeiten in der Rampenstraße 7d eröffnet, beleben die Engagierten nun auch den Innenhof. Ein erfreuliches Signal aus Linden-Mitte in politisch schwierigen Zeiten. Denn mosaïk schafft in Linden-Mitte Raum insbesondere für (post-)migrantische, marginalisierte Perspektiven, queere Themen und neuen Formen des Zusammenkommens für gesellschaftlich meist unterrepräsentierte Gruppen.

Wo sind die Graffitisprayer, wenn man sie mal brauchen könnte? Und wo ist bei diesem „Ort für Kunst, Bewegung, Begegnung“ die künstlerische Gestaltung des Innenhofs? Sehen doch scheußlich aus, die heruntergekommenen nackten Mauern. Daß da noch keiner auf die Idee gekommen ist, dort mit Farbe etwas zu machen? Und auch die Fläche mit den alten Betonplatten könnte durch die Aufstellung eines Kunstobjekts, womöglich aus recycelten Materialien, optisch aufgewertet werden. Es spricht nicht für die Macher des Treffpunkts, trotz des eigenen Anspruchs diesen Innenhof so verwahrlost zu präsentieren.