
Am Reformationstag, Donnerstag, 31. Oktober 2025, wird die Bethlehemkirche in Linden-Nord zum Zentrum für Hörerinnen und Hörer in ganz Deutschland: Der Radiogottesdienst im Deutschlandfunk (DLF) und im Norddeutschen Rundfunk auf NDR Info wird ab 10 Uhr live übertragen. Damit erreicht die evangelische Gemeinde rund eine halbe Million Menschen – ein besonderer Moment für Linden und für die Botschaft des Tages.
Das Thema: „Das Recht, Rechte zu haben“
Der Satz stammt von der bekannten Philosophin Hannah Arendt, die nur wenige hundert Meter von der Bethlehemkirche entfernt geboren wurde. Ihre Worte sind aktueller denn je: Sie erinnern daran, dass jeder Mensch das grundlegende Recht hat, Rechte zu besitzen – und diese Rechte geschützt werden müssen.
In diesem Gottesdienst werden Arendts Gedanken mit der reformatorischen Botschaft verbunden: Die Freiheit und Würde jedes Menschen sind nicht nur politische, sondern auch zutiefst geistliche Anliegen. Unter der Überschrift „Menschenrechte für jeden und jede weltweit!“ gestalten Pastorin Meret Köhne und Pastor Marcus Buchholz gemeinsam mit einem engagierten Team den Gottesdienst mit Texten, Collagen, Interviews und Musik.
Musik und Mitwirkung
Musikalisch wird der Gottesdienst getragen von Chören und Bläsern der Bethlehemgemeinde, die den Raum mit festlichem Klang füllen. Ein besonderer Akzent ist das Interview mit Malte Schubert von Amnesty International, der Einblicke in die aktuelle Menschenrechtsarbeit gibt.
Was ist der Reformationstag?
Der Reformationstag erinnert an den 31. Oktober 1517, als Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Schlosskirche in Wittenberg schlug und damit die Reformation der Kirche einleitete. Er gilt als wichtiger Tag für den Protestantismus und ist u. a. in Niedersachsen ein gesetzlicher Feiertag.
Einladung zur Teilnahme
Alle, die diesen besonderen Reformationsgottesdienst nicht nur im Radio hören, sondern live miterleben möchten, sind herzlich eingeladen. Er beginnt um 9.45 Uhr in der Bethlehemkirche am Bethlehemplatz 1.
Wer den Weg in die Kirche scheut oder den Anschluss an die Gemeinde verloren hat, kann über das Radio trotzdem die Atmosphäre und die Predigt miterleben.
Ein Gottesdienst, der Brücken schlägt – zwischen Geschichte und Gegenwart, Glauben und Verantwortung, Linden und der ganzen Republik.
Gelegenheit und Thema sind wichtiger als je.
Wer kann, sollte teilnehmen und die Bedeutung dieser Diskussion für uns alle unterstützen.
Und die Kirche ist ein guter Ort für die Rückbesinnung und ruhige Erörterung, was die erkämpften Rechte für uns alle bedeuten.
Jens