Tödlicher Konflikt auf der Limmerstraße – fünfeinhalb Jahre Haft für den Täter

R.I.P.
R.I.P.
Heute hat das Landgericht Hannover das Urteil zu dem am 10. Oktober letzten Jahres folgten Tötungsdelikts auf der Limmerstraße gesprochen. Der 28-jährige Angeklagte muss wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Ein angeordneter Aufenthalt in einer Entzugsklinik wird nach Angaben eines Gerichtssprechers auf die Haftstrafe angerechnet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Tat ist unbegreiflich

Tatort Limmerstraße
Tatort Limmerstraße
Am besagten Montagnachmittag kam es an der Limmerstraße im Stadtteil Linden-Nord zu einer Auseinandersetzung zwischen dem nun Verurteilten sowie einem 40-jährigen Fußgänger. Vorausgegangen war dabei ein Konflikt zwischen den beiden, da der 28-jährige Fahrradfahrer offenbar dem die Straße überquerenden Fußgänger ausweichen musste. Im weiteren Verlauf schlug der Zweiradfahrer mehrfach auf den Mann ein und fügte ihm lebensgefährliche Verletzungen zu, die zum Tode führten.

Nach Aussage eines Gerichtssprechers kam der Richter Wolfgang Rosenbusch zu dem Schluss, dass der kickboxerfahrene Täter das Opfer zwar verletzten, aber nicht töten wollte. Das Gericht stufte die Tat nicht als minderschweren Fall ein, billigte dem Cannabis- und Kokainkonsumenten jedoch eine verminderte Schuldfähigkeit zu. Die Anwälte der Angehörigen des Opfers als Nebenkläger hatten hingegen auf Totschlag plädiert. Als Kampfsportler hätte der Angeklagte wissen müssen, dass er mit seinen Faustschlägen das Opfer tödlich verletzen könne, argumentierten sie.

Bildnachweis: Stefan Ebers

nach oben