Die Kriminalität in Hannover ist weiter rückläufig. Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt für 2025 einen erneuten Rückgang der Fallzahlen. Doch der Trend verläuft nicht überall gleich – insbesondere Linden-Limmer bleibt ein Stadtbezirk mit besonderer Dynamik.
Gesamt Hannover: stabile Entwicklung auf niedrigerem Niveau
Nach rund 110 000 registrierten Straftaten im Jahr 2024 ist auch für 2025 ein weiterer leichter Rückgang erkennbar. Die Aufklärungsquote bleibt stabil bei etwa 60 Prozent.
Vornehmlich die niedrigeren Zahlen bei Diebstahls- und Rauschgiftdelikten sind für den Rückgang der Fallzahlen verantwortlich. So sank die Zahl der Fahrraddiebstähle beispielsweise um 18,19 Prozent.
Die Polizei spricht von einer insgesamt verbesserten Lage – weist jedoch darauf hin, dass sich Kriminalität zunehmend in bestimmte Räume und Deliktbereiche verlagert.
Linden-Limmer: Rückgang der Fallzahlen
Für Linden-Limmer zeigt die Statistik folgende Entwicklung:
- 2024: rund 5.058 Straftaten
- 2025: rund 4.917 Straftaten
Damit ergibt sich ein weiterer Rückgang von etwa 3 bis 5 Prozent.
Bereits im Vorjahr war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen (von etwa 5.531 auf 5.058 Fälle). Die Entwicklung setzt sich damit fort – allerdings mit geringerer Dynamik.
Rückgang ja – Entwarnung nein
Trotz sinkender Zahlen bleibt Linden-Limmer auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Über Jahre hinweg bewegt sich der Stadtbezirk stabil im Bereich von rund 5000 Straftaten jährlich. Im städtischen Vergleich gehört Linden-Limmer damit weiterhin zu den stärker belasteten Bezirken.
Hotspot öffentlicher Raum
Ein Großteil der Delikte konzentriert sich weiterhin auf den öffentlichen Raum – insbesondere in Linden-Nord die Limmerstraße und angrenzende Bereiche. Hier kommt es regelmäßig zu Körperverletzungsdelikten und Streitigkeiten im Zusammenhang mit Alkohol und zu Diebstählen und Sachbeschädigungen. Die hohe Nutzungsintensität – vorwiegend in den Abend- und Nachtstunden – spielt dabei eine zentrale Rolle.
Warum die Zahlen sinken
Die Polizei führt den Rückgang unter anderem zurück auf:
- verstärkte Präsenzmaßnahmen in Schwerpunktbereichen
- Zusammenarbeit mit Ordnungsdiensten
- temporäre Projekte wie gezielte Kontrollen
Diese Maßnahmen zeigen Wirkung – allerdings meist punktuell.
Einfach mehr Hochbahnsteige bauen und Bewegungsmöglichkeiten einschränken. Freut sich zumindest auch die Üstra.