Politiker kritisieren Situation an Haltestelle Körtingsdorf

Der Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt kritisiert die neue Gestaltung an der Haltestelle „Körtingsdorfer Weg“ der Stadtbahnlinie 9 in Badenstedt. Dort verläuft zwischen den Gleisen und den Grünflächen des Wohngebietes ein neuer Weg, den sich Fußgänger, Radfahrer sowie Pkw- und Lieferdienstfahrer teilen. Das enge Nebeneinander sei gefährlich, vor allem für spielende Kinder, argumentiert das Gremium. Bei einem Vor-Ort-Termin mit der Verwaltung und der Infrastrukturgesellschaft (infra) Region Hannover wollen sie über mögliche Verbesserungen sprechen. Die Initiative für diesen Beschluss auf der Oktober-Sitzung ging von der Fraktion „Natürlich AhBaDa“ aus.

Abschlussarbeiten dauern an

In Badenstedt gibt es heute vier Hochbahnsteige und neue Gleise für die Stadtbahnlinie 9. Das große Bauvorhaben der infra ist weitgehend abgeschlossen. Doch die andauernden Restarbeiten an der Badenstedter Straße ärgern Anlieger aus dem Wohngebiet Körtingsdorf und Stadtteilpolitik. Im Sommer musste vor der Unterführung im Kreuzungsbereich zur Carlo-Schmid-Allee mit Pollern und Bodenlampen nachgebessert werden, weil immer wieder stadteinwärts fahrende Pkw im Üstra-Gleisbrett gelandet waren. Auf Nachfrage von Punkt-Linden erklärte Jens Hauschke, Sprecher der Infra, die Gründe für die Verzögerung (siehe Punkt-Linden News vom 15. Oktober).

Wegeführung an Haltestelle

Für die Anlieger der Haltestelle Körtingsdorf hat sich mit dem Bau des Hochbahnsteiges viel geändert. Zwar ist der Einstieg in die Linie 9 leichter geworden, doch ihr Weg zur Bahn hat sich stark verändert. „Früher hat sich an die Rasenflächen erst ein Fußweg angeschlossen, dann ein Radweg und ein Grünstreifen. Erst danach kam die Badenstedter Straße“, sagt Fraktionsvorsitzender Nils Reglitz. Die infra hatte 2022 als wesentliche Ziele ihrer umfangreichen Baumaßnahmen zwischen den Haltestellen Körtingsdorfer Weg und dem Endpunkt Empelde ausgegeben: „Barrierefrei an Hochbahnsteigen die Stadtbahnen nutzen, die Züge schneller und weniger störanfällig fahren lassen und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.“ Das sieht die Stadtteilpolitik noch nicht ganz erreicht. Verzögert hat sich auch der Abschluss der Restarbeiten an der Badenstedter Straße. Diese sollten im September fertig werden.

Das sagt die Verwaltung

2014 hatte die Stadt die Infra beauftragt, Hochbahnsteige für die Stadtbahnlinie 9 im Stadtteil Badenstedt zu planen. In der Schlussphase hakt es allerdings noch. Zu der Wegeführung an der Haltestelle Körtingsdorfer Weg sagt die Stadt durch ihre Sprecherin Janine Herrmann:

  • Punkt-Linden: Wer ist für die Straßenplanung dort zuständig gewesen? Die Stadt oder die Infra?
    Herrmann: Die Straßenplanung wurde im Zusammenhang mit der Verlegung der Stadtbahngleise im Auftrage der Infra in Abstimmung mit der Stadt von der TransTec erstellt.
  • Punkt-Linden: Lagen die Pläne für die Gestaltung des Gehweges dort schon vor Baubeginn aus?
    Herrmann: Die Pläne für die Gesamtgestaltung waren schon deutlich vor Baubeginn bekannt und wurden auch im Bezirksrat beraten.

Bildnachweis: Katharina Kümpel

4 Gedanken zu „Politiker kritisieren Situation an Haltestelle Körtingsdorf“

    • Wenn es sich dabei um einen rundum verlaufenden Ring um den Stamm handelt?
      Das ist Barriere gegen Ameisen und andere Insekten auf Futtersuche die den Stamm hoch kriechen.
      klingt komisch, ist aber so!

      • Ist nicht so. Die weiße Farbe soll verhindern, dass die Baumrinde im Winter reißt, wenn die Wurzel im Frost steht und der Stamm von der Sonne beschienen wird.

  1. Die Kritik des Bezirksrats deckt sich mit meinen Beobachtungen, die ich vorgestern beschrieben habe. Meines Erachtens war es ein Planungsfehler, den Autoverkehr dort zuzulassen. Der Fehler kann wohl nicht mehr rückgängig gemacht werden. Aber zumindest muss unverzüglich eine geeignete Beschilderung die Gefahrenlage mindern. Dass es sich laut Infra um eine „Anliegerfahrbahn“ handelt, auf der nur „extrem“ langsam gefahren werden darf, ist nicht ersichtlich. Die Zufahrt für PKWs beginnt am Ende des Parkplatzes Körtingsdorfer Weg. Dort befindet sich ein Schild gemäß STVO „Gemeinsamer Rad- und Gehweg“ mit dem Zusatz: „Zufahrt zu den Stellplätzen frei“. Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Warnhinweise: Fehlanzeige auf der ganzen Strecke. Und die ist schätzungsweise 300 m lang.

    Heute Nachmittag war ich noch einmal vor Ort. Es hat sich natürlich nichts getan. Wenn sich die Infra demnächst nicht mit ihrem Auftragnehmer einigt, ist eine Fertigstellung in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Dass notfalls eine andere Firma die Arbeiten zu Ende bringt, ist ebenso fraglich. Wer vollendet schon die unfertige Arbeit eines anderen Unternehmers?

Die Kommentare sind geschlossen.

4 Gedanken zu „Politiker kritisieren Situation an Haltestelle Körtingsdorf“

    • Wenn es sich dabei um einen rundum verlaufenden Ring um den Stamm handelt?
      Das ist Barriere gegen Ameisen und andere Insekten auf Futtersuche die den Stamm hoch kriechen.
      klingt komisch, ist aber so!

      • Ist nicht so. Die weiße Farbe soll verhindern, dass die Baumrinde im Winter reißt, wenn die Wurzel im Frost steht und der Stamm von der Sonne beschienen wird.

  1. Die Kritik des Bezirksrats deckt sich mit meinen Beobachtungen, die ich vorgestern beschrieben habe. Meines Erachtens war es ein Planungsfehler, den Autoverkehr dort zuzulassen. Der Fehler kann wohl nicht mehr rückgängig gemacht werden. Aber zumindest muss unverzüglich eine geeignete Beschilderung die Gefahrenlage mindern. Dass es sich laut Infra um eine „Anliegerfahrbahn“ handelt, auf der nur „extrem“ langsam gefahren werden darf, ist nicht ersichtlich. Die Zufahrt für PKWs beginnt am Ende des Parkplatzes Körtingsdorfer Weg. Dort befindet sich ein Schild gemäß STVO „Gemeinsamer Rad- und Gehweg“ mit dem Zusatz: „Zufahrt zu den Stellplätzen frei“. Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Warnhinweise: Fehlanzeige auf der ganzen Strecke. Und die ist schätzungsweise 300 m lang.

    Heute Nachmittag war ich noch einmal vor Ort. Es hat sich natürlich nichts getan. Wenn sich die Infra demnächst nicht mit ihrem Auftragnehmer einigt, ist eine Fertigstellung in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Dass notfalls eine andere Firma die Arbeiten zu Ende bringt, ist ebenso fraglich. Wer vollendet schon die unfertige Arbeit eines anderen Unternehmers?

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