Kanal-CleanUp – Großreinemachen am Stichkanal in Limmer

Müll am KanaluferÜber mehrere Social-Media-Kanäle lud Gustav Kahn (18 Jahre), Initiator der Aktion „cleanup.hannover“, am Sonntag um 11 Uhr zum Großreinemachen am Lindener Stichkanal entlang der Sichelstraße in Limmer ein. Vor dem Henkel-Werktor sammelte sich ein aus freiwilligen Helferinnen und Helfern bunt zusammen gewürfelter Reinigungstrupp, um den unerfreulichen Hinterlassenschaften der Kanalbesucher zwischen Hafenschleuse und Eichenbrink eine Abfuhr zu erteilen. Gustav hat als Unterstützung seinen Vater und einige Freunde mitgebracht. Für den späteren Abtransport des Mülls stand ein großer Anhänger bereit. Die Aktion war sogar amphibisch ausgerüstet: Um an Abfälle im Wasser zu gelangen, wurden Standup Paddling Boards mitgebracht.

Die Gruppe arbeitete sich in verschiedene Richtungen entlang der Kanalufer durch die Grünstreifen und Böschungen vor und forderte dabei erschreckende Mengen an Unrat zutage. Die dafür veranschlagen vier Stunden erwiesen sich als verblüffend gut geplant: Ziemlich genau um 15 Uhr waren beide Kanalseiten abgearbeitet. Auf dem Anhänger sammelten sich zahlreiche Säcke mit Abfall und Altglas. Sicherheitsabstände waren bei den Aufräumarbeiten kein Thema, weil sich diese von allein regulierten.
Insgesamt nahmen am Kanal-CleanUp rund 25 Personen teil. Bemerkenswert war, dass der Großteil der Teilnehmer*innen altersmäßig deutlich unter 25 war. Bemerkenswert deswegen, weil die Wahrnehmung von Jungen Menschen bei den Linden-Limmerer*innen aktuell wegen den Problemen mit Party-Tourismus im Stadtbezirk nicht unbedingt die beste ist. cleanup.hannover bildet dazu einen sehr positiven Gegenpol.

Die Frage, wie cleanup.hannover entstanden ist, beatwortete Gustav so: „Die Idee, ein CleanUp zu veranstalten, habe ich von meinem Auslandsaufenthalt in Neuseeland. Dort gibt es häufiger Beach CleanUps. Das hat mich inspiriert, selbst ein solches Event zu veranstalten. Wir haben im kleinen Kreis im März schon einen Tag in der Eilenriede Müll gesammelt und jetzt wollte ich ein größeres Event machen. Da ich letztens häufiger im Kanal schwimmen war und ich wiederholt mit Abfällen zusammenstieß, wollte ich etwas ändern. Ich sehe großes Potenzial für weitere Events in Hannover.“

An dieser Stelle vielen Dank an Gustav, seinem Vater und seinen Freunden für die tolle Aktion! Schön wäre, wenn dieses Konzept weitere Nachahmer findet.

Weiter Informationen zu cleanup.hannover können Sie hier finden:
Instagram: cleanup.hannover
Facebook: @CleanUpHannover

Bildnachweis: Martin Illmann

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