
Wohnungslose Menschen im Stadtbezirk Linden-Limmer erhalten ab November 2026 Winternothilfe der städtischen Straßensozialarbeit. „Die Menschen brauchen unsere Hilfe nicht nur in der Innenstadt, sondern im gesamten Stadtgebiet. Die Ausweitung der Straßensozialarbeit in die Stadtteile, mit dem Ziel, perspektivisch für jeden der 13 Stadtbezirke eine feste Ansprechperson zu haben, ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu gesellschaftlicher Teilhabe für alle“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay. Das Angebot startet zeitgleich auch in den Stadtbezirken Nord, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt und Südstadt-Bult.
Nachcafés wieder geöffnet
Wieder öffnen wird das Diakonische Werk Hannover gGmbH seine Nachtcafés in den Räumen des Kontaktladens Mecki an der Lister Meile und das Frauen-Nachtcafé Luna im Tagesaufenthalt „Dach überm Kopf – DüK“ an der Berliner Allee 8. Die Obdachlosenhilfe Hannover öffnet ab 1. November erneut ihr „Café Mensch“ in der Podbielskistraße 102. Weitere Angebote sind die Kältebusse der Caritas, der Johanniter-Unfallhilfe und der Malteser.

Marktkirche und Üstra helfen mit
Ein wichtiger Bestandteil der Winterhilfe ist die Vereinbarung mit der Marktkirche, bei extremen Wetterlagen zusätzlich geschützte Aufenthaltsmöglichkeiten für obdachlose Menschen bereitzustellen. Die Marktkirche wird geöffnet, wenn aufgrund außergewöhnlicher Wetterereignisse, wie einer geschlossenen Schneedecke, Temperaturen von minus fünf Grad Celsius sowie eines gleichzeitigen Ausfalls des öffentlichen Personennahverkehrs, die Erreichbarkeit der Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe, der Notschlafstellen und anderer Unterkünfte erheblich erschwert ist. Die Üstra erlaubt Übernachtung in der Station Kröpcke ab einer Außentemperatur unter drei Grad Celsius möglich zu machen. Je nach Bedarfslage werden weitere Angebote bei Extremwetterlagen abgestimmt.
Die Angebote laufen bis zum 31. März 2027.
Die Stadt informiert über das Angebot mit Handzetteln und Aushängen in den Sprachen Deutsch, Polnisch und Englisch.
Redaktioneller Hinweis
Die Bilder zu dieser Meldung stehen beispielhaft für den Wortbaustein „Straßen“ in „Straßensozialarbeit“ und haben keinen direkten Bezug zu möglichen Einsatzorten der städtischen Beschäftigten.