Warnstreik im ÖPNV: Busse und Bahnen könnten stillstehen

ÜSTRA ÜMOIn Niedersachsen galt bis zum 31. März 2026 eine Friedenspflicht. Das heißt, niemand durfte die Arbeit niederlegen. Die Frist endet nun, Streiks wieder erlaubt. Zum Ausstand sind in Niedersachsen unter anderem die Beschäftigten der ÜSTRA aufgerufen, sie ist über einen Anwendungstarifvertrag an den Tarifvertrag Nahverkehr Niedersachsen (TV-N) gebunden. Auch die Mitarbeitenden von RegioBus Hannover wollen sich am 21. April 2026 beteiligen.

Der Arbeitskampf hat seine Ursache in der festgefahrenen Tarifrunde. Schon im Herbst 2025 hatte ver.di ihre Forderungen vorgestellt, vor allem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Seit Beginn der Verhandlungen am 19. Februar 2026 und in den Folgerunden Anfang März sowie zuletzt am Montag konnte jedoch keine Einigung erzielt werden.

ver.di-Verhandlungsführer Marian Drews sagte dazu:

„Wir haben lange und intensiv versucht, am Verhandlungstisch und ohne Streiks ein Ergebnis für die Kolleg*innen zu erzielen. Durch die anhaltende Blockadehaltung der Arbeitgeber beim Thema Reduzierung der Wochenarbeitszeit sehen wir uns allerdings jetzt gezwungen, einen anderen Weg einzuschlagen.

Uns ist sehr bewusst, dass Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr gerade in diesen Zeiten eine besondere Herausforderung für alle bedeuten. Deshalb haben wir großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste und sind uns der angespannten Situation mit Blick auf die hohen Benzin- und Dieselpreise bewusst.“

Üstra wird bestreiktKurz gesagt fordert ver.di 2026 im ÖPNV vor allem:

  • weniger Arbeit (Arbeitszeit runter)
  • weniger Belastung (bessere Schichten & mehr Erholung)
  • mehr Geld bzw. bessere Zuschläge

Hier der Plan für die Streiktage:

  • Am Montag, den 20. April 2026 finden an den Betriebshöfen Warnstreiks statt.
  • Am Dienstag, den 21. April 2026 ist in Hannover ein zentraler Streiktag mit Demo.

Es wird um 10:30 Uhr am Betriebshof Glocksee gestartet. Die Route geht von der Brühlstraße über das Leibnizufer und den Friedrichswall zum Platz der Menschenrechte, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.

Im Stadtbezirk Linden/Limmer sind an diesen Tagen die Stadtbahnlinien 9, 10 und 17 sowie die Buslinien 100/200 und 120 betroffen.

Bildnachweis: Ralf Borchardt, ÜSTRA

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