Modellversuch in Linden: Stickstoffdioxid abbauende Fahrbahndecke

Göttinger StrasseDie Göttinger Straße in Linden-Süd ist vermutlich diejenige mit der höchsten Luftverschmutzung in Linden. Sie wird nicht in einen Tempo-30-Modellversuch einbezogen. Dieses wurde gestern im Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen der Landhauptstadt Hannover bekannt gegeben. Die Stadt Hannover hatte sich mit insgesamt drei Straßen darum beworben (außerdem die Friedrich-Ebert Straße in Ricklingen und die Marienstraße in der Südstadt) und dafür nun vom Land Niedersachsen eine Ablehnung kassiert. Aktuell gilt dort eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 40.

Das Land Niedersachsen stellt Hannover, als eine von vier niedersächsischen Kommunen die Ende 2017 noch von NO2-Grenzwertüberschreitungen betroffen waren, maximal 11,05 Millionen Euro aus dem landesweiten Wirtschaftsförderfonds – ökologischer Teil zur Verfügung.

Aus diesem Topf wird es eine besondere Förderung für die Göttinger Straße geben. Hier soll eine Erprobung eines neu entwickelten katalytisch wirkenden Straßenbelages stattfinden. Damit soll erreicht werden, dass die Oberschicht der Fahrbahn Stickstoffdioxid abbaut. Dieses wurde im Labor bereits erfolgreich getestet. Die Kehrseite: Möglicherweise könnte der spezielle Straßenbelag durch die Aufnahme von Schadstoffen Krebs erregen, daher soll dieser nun zunächst getestet werden.

Weiterhin möglich sind in Hannover die Fahrverbote für Dieselautos. Bisher hat das Oberverwaltungsgericht über die Klage der deutschen Umwelthilfe noch nicht entschieden.

Bildnachweis: Stefan Ebers

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