Aus Elektroschrott wird Umweltbildung
Der Schulwettbewerb E-Waste Race geht unter dem neuen Namen „Elektro-Cup“ in die nächste Runde. Auch 2027 sind Hannovers Schulen wieder aufgerufen, sich an der Sammelaktion zu beteiligen. Der von der gemeinnützigen Initiative „Das macht Schule“ organisierte Wettbewerb soll Schülerinnen und Schüler für einen verantwortungsvollen Umgang mit Elektroaltgeräten sensibilisieren und die Wiederverwertung wertvoller Rohstoffe fördern.
Der Projektzeitraum in Hannover ist vom 8. Februar bis zum 10. März 2027 vorgesehen. Schulen können sich noch bis zum 22. November 2026 anmelden. Als Gewinn winkt den erfolgreichen Teilnehmern ein gemeinsamer Ausflug ins Universum Bremen.
Das Prinzip ist einfach: Schülerinnen und Schüler sammeln in ihren Familien, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft nicht mehr benötigte Elektro-Kleingeräte. Dazu gehören beispielsweise alte Mobiltelefone, Ladegeräte, Kabel, Tastaturen, Radios, Toaster oder andere kleine Haushaltsgeräte. Die gesammelten Geräte werden anschließend einer fachgerechten Verwertung zugeführt. Noch funktionstüchtige Geräte sollen möglichst weiterverwendet werden.
IGS Linden war bereits beim E-Waste Race dabei
Dass das Projekt im Stadtbezirk Linden-Limmer bereits bekannt ist, zeigt die Teilnahme der IGS Linden am E-Waste Race 2025 – Punkt-Linden berichtete. Damals gehörte die Schule zu neun Einrichtungen, die sich an der hannoverschen Sammelaktion beteiligten. Die Teilnahme war für den siebten Jahrgang fest etabliert. Die Schülerinnen und Schüler sammelten gemeinsam mit der Nachbarschaft ausgediente Elektrogeräte und leisteten damit einen praktischen Beitrag zum Umweltschutz.
Gerade für Schulen im Stadtbezirk bietet der Elektro-Cup eine Möglichkeit, Themen wie Nachhaltigkeit, Konsumverhalten, Rohstoffgewinnung und Kreislaufwirtschaft nicht nur theoretisch im Unterricht zu behandeln, sondern praktisch erfahrbar zu machen. Dabei geht es nicht allein darum, möglichst viel Elektroschrott zusammenzutragen. Auch die Auseinandersetzung mit Reparatur, Wiederverwendung und einem bewussteren Umgang mit technischen Geräten gehört zum pädagogischen Ansatz.
Wertvolle Rohstoffe statt Schubladen und Restmüll
In alten Elektrogeräten stecken zahlreiche wiederverwertbare Materialien, darunter Kupfer, Aluminium und weitere Metalle. Werden die Geräte falsch entsorgt oder dauerhaft ungenutzt aufbewahrt, gehen diese Rohstoffe dem Kreislauf verloren. Eine fachgerechte Sammlung ermöglicht dagegen die Rückgewinnung wertvoller Materialien und die sichere Behandlung möglicher Schadstoffe.
Der Elektro-Cup versteht sich deshalb auch als Gemeinschaftsprojekt zwischen Schulen und Stadtteilgesellschaft. Eltern, Nachbarinnen und Nachbarn können die teilnehmenden Klassen unterstützen, indem sie nicht mehr benötigte Kleingeräte zur Verfügung stellen und auf die Sammelaktion aufmerksam machen.
Für die Schulen in Linden und Limmer bietet sich damit erneut die Gelegenheit, Umweltbewusstsein über die Klassenzimmer hinaus in den Stadtteil zu tragen. Ob die IGS Linden oder weitere Schulen aus dem Stadtbezirk 2027 teilnehmen werden, bleibt abzuwarten.