Der Liedermacher Christian Fahrenheit aus Linden-Nord veröffentlicht heute seinen neuen Song „Wir haben Nein gesagt (WestProtest)“. Darin stellt sich der Musiker hinter die Initiative WESTprotest und deren Forderungen zur Zukunft des Westschnellwegs. Der Song verbindet die Auseinandersetzung um die Bundesstraße mit einer klaren Botschaft für den Erhalt von Bäumen und Grünflächen sowie für eine andere Verkehrspolitik in Hannover. Fahrenheit rückt dabei vor allem die Menschen in Linden-Limmer in den Mittelpunkt. Bereits zu Beginn besingt er die alten Bäume in den Stadtteilen und die Kinder, die dort aufwachsen. Mit wenigen Zeilen zeichnet er das Bild eines gewachsenen Wohnumfeldes, das aus Sicht der Ausbaugegner durch die Planungen zum Westschnellweg bedroht ist.
„Wir haben Nein gesagt“
Der Titel des Songs ist zugleich dessen zentrale Botschaft. Fahrenheit blickt gewissermaßen aus der Zukunft auf die heutige Auseinandersetzung zurück. Was sollen die Kinder von morgen fragen, wenn sie wissen wollen, wie sich die Menschen damals verhalten haben? Seine musikalische Antwort fällt eindeutig aus: „Ja, wir haben Nein gesagt.“ Damit greift Fahrenheit die Position von WESTprotest auf. Die Initiative wendet sich gegen einen Ausbau des Westschnellwegs nach autobahnähnlichen Maßstäben und fordert stattdessen eine flächensparende Erneuerung der bestehenden Strecke.
Kritik an jahrelangen Belastungen
Ein weiterer Schwerpunkt des Songs sind die Folgen der Bauarbeiten. Fahrenheit thematisiert „Staub und Lärm vor jeder Tür“ und stellt der aus seiner Sicht überholten Straßenplanung eine stärkere Förderung von Bus- und Radverkehr sowie sichere Wege gegenüber. Die Kritik richtet sich dabei nicht allein gegen eine Verbreiterung des Westschnellwegs. Auch eine Tunnellösung lehnt der Liedermacher ab. In einer der deutlichsten Passagen heißt es: „Keine Tunnel, keine Schneise, und keine Autobahn“.
WESTprotest befürchtet, dass die geplante Umgestaltung erhebliche Auswirkungen auf die angrenzenden Stadtteile und Grünbereiche haben könnte. Die Initiative setzt sich deshalb für eine Lösung ein, bei der der Westschnellweg weitgehend in seinen bestehenden Dimensionen erneuert wird.
Von Herrenhausen bis zum Deisterplatz
Fahrenheit beschränkt seinen Blick nicht auf Linden und Limmer. Im letzten Teil des Liedes spannt er den Bogen entlang der gesamten Strecke. „Von Herrenhausen bis zum Deisterplatz“ solle der Protest zu hören sein. Am Ende formuliert der Musiker zugleich seine Vorstellung davon, wie sich Hannover entwickeln sollte. Statt zusätzlicher Flächen für den Autoverkehr fordert der Song eine stärkere Orientierung an Klimaschutz und Lebensqualität. Die abschließende Forderung ist entsprechend knapp gehalten: „Mehr Grün anstatt Beton“.
Mit „Wir haben Nein gesagt (WestProtest)“ macht Christian Fahrenheit die geführte Auseinandersetzung um den Westschnellweg damit zum Gegenstand eines eigenen Liedes. Aus einer politischen und planerischen Debatte wird bei ihm eine Frage, die unmittelbar die Lebensqualität in Linden-Limmer betrifft.



