Zwei Brände mit Verletzten in der Calenberger Neustadt

Gleich zwei Brände haben in den letzten Stunden die Calenberger Neustadt in Atem gehalten. In der Braunstraße stand in der Nacht zu Sonntag eine Wohnung in Flammen, wenige Stunden zuvor hatte es bereits in einer Pflegeeinrichtung in der Fischerstraße gebrannt. Insgesamt wurden acht Menschen verletzt.

Wohnhaus in der Braunstraße

Feuerwehr_Drehleiter
Symbolbild
Kurz nach 4 Uhr gingen bei der Regionsleitstelle Hannover mehrere Notrufe über eine starke Rauchentwicklung in einem Mehrparteienhaus in der Braunstraße ein. Bereits wenige Minuten später trafen die ersten Kräfte der Feuerwehr Hannover ein – aus einem Fenster im vierten Obergeschoss schlugen zu diesem Zeitpunkt Flammen.

Eine Person konnte sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst ins Freie retten und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Mehrere weitere Bewohnerinnen und Bewohner mussten aus den benachbarten Wohnungen gerettet werden. Da der Treppenraum stark verraucht war, kamen Fluchthauben, Atemschutztrupps sowie eine Drehleiter zum Einsatz. Parallel zur Menschenrettung leiteten die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung im Innen- und Außenangriff mit mehreren Strahlrohren ein. Druckbelüftungsgeräte wurden eingesetzt, um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken.

Insgesamt wurden fünf Personen verletzt. Vier von ihnen brachte der Rettungsdienst in hannoversche Krankenhäuser, eine weitere suchte selbstständig eine Klinik auf. Rund 50 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen – darunter zwei Löschzüge, die Ortsfeuerwehr Linden, vier Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug – waren vor Ort. Die Brandwohnung sowie angrenzende Wohnungen sind derzeit unbewohnbar. Angaben zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor. Die Polizei Hannover hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet, eine sogenannte Brandnachschau ist angekündigt.

Zimmerbrand in Pflegeeinrichtung Fischerstraße

Bereits am Samstagabend hatte es in einer Pflegeeinrichtung in der Fischerstraße gebrannt. Um 21.15 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage aus, gleichzeitig gingen Notrufe von Mitarbeitenden ein, die einen Zimmerbrand im dritten Obergeschoss des betreuten Wohnens meldeten. Die Regionsleitstelle Hannover erhöhte umgehend die Alarmstufe. Zwei Löschzüge der Feuerwehr Hannover, die Freiwillige Feuerwehr Linden sowie der Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot an.

Mitarbeitende des Pflegezentrums hatten bereits erste Löschversuche mit Feuerlöschern unternommen und das Feuer weitgehend eingedämmt. Dennoch befand sich ein 75-jähriger Bewohner schwer verletzt im stark verrauchten Bereich. Unter Atemschutz retteten Einsatzkräfte den Mann und übergaben ihn dem Rettungsdienst zur notärztlichen Versorgung. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Zwei Mitarbeitende erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und mussten ebenfalls in Kliniken behandelt werden. Weitere Bewohner konnten nach Belüftungsmaßnahmen in ihren Zimmern verbleiben.

Rund 40 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen waren bis etwa 22.30 Uhr im Einsatz. Auch hier ermittelt die Polizei Hannover zur Ursache. Angaben zur Schadenshöhe liegen nicht vor.

Ermittlungen laufen

Beide Brände ereigneten sich innerhalb weniger Stunden im selben Stadtteil. Ob ein Zusammenhang besteht, ist derzeit nicht bekannt. Die Polizei prüft in beiden Fällen die Brandursache.

Bildnachweis: Martin Illmann

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar