
Das Wohnungsbauunternehmen Gundlach hat seine Planungen für die Nachnutzung der Immobilien Nieschlagstraße 21 und 21 A noch nicht abgeschlossen. „Wir befinden uns in der Entwicklungsphase, weil sich die ursprüngliche Planung nicht wirtschaftlich umsetzen lässt“, sagte der Marketing-Leiter Frank Scharnowski. Auf dem Grundstück stehen ein Flachbau, in dem sich einst die Kneipe „Bei Logi“ befand und ein mehrstöckiges Wohnhaus.
Vorrang: Umbau und Umnutzung
Er betonte, dass das Unternehmen das Ziel verfolge, bestehende Gebäude möglichst zu erhalten, wenn dies wirtschaftlich machbar sei. „Am Lindener Berg haben wir etwa im ehemaligen Bürogebäude der evangelischen Jugend durch einen umfangreichen Umbau insgesamt 21 preiswerte Sozialwohnungen für ehemals Wohnungslose sowie Studenten-WGs erstellt.“ Durch die Umnutzung von leer stehenden Bestandsgebäuden wie der ehemaligen Polizeiverwaltung an der Marienstraße sei Wohnraum in zentraler Lage geschaffen worden.
Nieschlagstraße
In der Nieschlagstraße 21 ist ein Rückbau nach derzeitigem Stand nur für die eingeschossige ehemalige Gewerbeimmobilie sicher vorgesehen. „Hier wird deutlich mehr Wohnraum auf der bestehenden Fläche in Geschossbauweise entstehen“, kündigte Scharnowski an. „Wir befinden uns aber noch in der Entwicklungsphase, da die ursprüngliche Planung sich nicht wirtschaftlich umsetzen lässt. Wir planen daher um.“ Für das angrenzende Wohnhaus werde sorgfältig geprüft, ob eine Sanierung in anderer Form als bisher geplant wirtschaftlich möglich ist. Wann die notwendigen Umplanungen abgeschlossen seien, könne er aktuell nicht sagen.
Kurze Besetzung
Am Freitagabend hatten etwa 100 junge Leute vom Aktionsbündnis „Leerstand entern“ die leer stehende Kneipe kurzfristig besetzt. Sie wollen Räume erhalten oder schaffen, in denen man ungezwungen miteinander Zeit verbringen kann. Die Aktion endete friedlich. „Hausbesetzungen mit Sachbeschädigung sind für uns kein geeignetes Mittel des Dialoges. Uns war wichtig, dass die Aktion friedlich und besonnen beendet werden konnte. Dafür bedanken wir uns auch bei den Einsatzkräften der Polizei. Einen sachlich geführten Dialog befürworten wir“, stellte Scharnowkski klar.