Unwetter über Hannover – Feuerwehr im Dauereinsatz

Feuerwehr Linden
Freiwillige Feuerwehr Linden
In der Nacht zu Mittwoch entlud sich ein heftiges Gewitter mit Starkregen über Hannover. Die Feuerwehr Hannover rückte zu mehr als 200 Einsätzen aus. Insgesamt alarmierte die Regionsleitstelle die Feuerwehren in der Region Hannover zu über 500 Einsätzen. In der Landeshauptstadt waren keine Personenschäden zu verzeichnen.

Kurz vor Mitternacht erreichte ein Gewitter mit Starkregen die Landeshauptstadt und die Region Hannover. Unmittelbar nachdem der Starkregen eingesetzt hatte gingen zahlreiche Notrufe in der Regionsleitstelle ein. Anrufer meldeten überwiegend Wasserschäden in Gebäuden und auf Verkehrswegen. Die sogenannte Kaisergabel, die Unterführung der B6 in der Verlängerung der Ritter-Brüning-Straße, musste wegen Überschwemmung voll gesperrt werden. Ebenso die B 65, im Bereich der Eisenbahnunterführung auf dem Südschnellweg.

Auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Hannover waren die Stadtteile List und Oststadt besonders betroffen. Bereits bis ca. 03:30 Uhr waren insgesamt mehr als 300 Hilfeersuchen in der für die gesamte Region zuständigen Leitstelle eingegangen. Ein Einsatzschwerpunkt in der Region lag im Stadtgebiet Langenhagen.

In der Landeshauptstadt Hannover waren zeitweise 250 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Alle 17 Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr sowie dienstfreie Disponenten der Regionsleitstelle waren alarmiert. Nachdem das Einsatzaufkommen ab etwa 05:00 Uhr etwas geringer wurde, nahmen die Notrufe ab 07:30 Uhr wieder deutlich zu. Offensichtlich hatten viele Eigentümer und Bewohner erst nach dem Aufstehen die Wasserschäden in ihren Gebäuden bemerkt.

Den ganzen Tag waren etwa 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover mit 20 Fahrzeugen unermüdlich im Einsatz, um in Gebäude eingedrungenes Wasser abzupumpen und Verkehrswege befahrbar zu machen. Auch einige umgeknickte Äste und Bäume mussten beseitigt werden. In den Nachmittagsstunden nahm die Zahl der eingehenden Notrufe zu Unwetterschäden deutlich ab. In Einzelfällen werden jedoch auch noch bis in den Abend Einsatzmaßnahmen durch die Feuerwehr erforderlich sein.

Bildnachweis: Stefan Ebers

nach oben