Ein Vortrag von Jonny Peter und Tomas Westphale in der Egon Kuhn Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden
Heinz Westphale, Jahrgang 1906, gehört schon als junger Mensch zum Umfeld des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK). Hannover ist eine der Hochburgen des ISK im Deutschen Reich. Er ist eine kleine Organisation, die früh im Widerstand zum Nationalsozialismus agiert und durch kluge Öffentlichkeitsaktionen auffällt. Die Mitglieder, politisch links von der SPD, werden ausgewählt und müssen u.a. Mitglieder in einer Gewerkschaft, VegetarierInnen und Anti-AlkoholikerInnen sein. Sie können sich lange gegen die Enttarnung abschotten. Heinz Westphale wird allerdings 1938 verhaftet und vom Volksgerichtshof zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wird in das Zuchthaus Hameln gebracht und anschließend in das Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert. Er überlebt die jahrelangen Torturen.
Nach der Befreiung tritt er der SPD bei – wie viele andere ehemalige Mitglieder des aufgelösten ISK. Er arbeitet in der Entschädigungsbehörde in Hannover und später beim niedersächsischen Verfassungsschutz, wo er für die Beobachtung der rechten Szene zuständig ist. Er lebt lange in Oberricklingen und stirbt 1978.
Kategorie
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen