Wegweiser des Friedens in Linden-Mitte

Der „Wegweiser des Friedens“ ist eine bemerkenswerte Steinskulptur und Sehenswürdigkeit im hannoverschen Stadtteil Linden-Mitte. Sie befindet sich in einer Grünanlage zwischen der Fössestraße und der Rampenstraße am sogenannten Sterzer Stich und wurde im Jahr 1994 aufgestellt. Das Kunstwerk ist nicht nur ein ästhetischer Blickfang, sondern auch ein Symbol für Gemeinschaft, Vielfalt und Verständigung.

Geschaffen wurde die Skulptur von dem deutschen Bildhauer Peter Lechelt, der am 26. Juli 1955 in Hannover geboren wurde und am 27. Dezember 2025 verstarb. Lechelt hat im Stadtgebiet mehrere Werke hinterlassen und prägte mit seinen Arbeiten das kulturelle Erscheinungsbild Hannovers nachhaltig. Beim „Wegweiser des Friedens“ arbeitete er eng mit Schülerinnen und Schülern der damaligen Hauptschule Fössefeld zusammen – ein kollaborativer Ansatz, der sich deutlich im Charakter der Skulptur widerspiegelt.

Das Kunstwerk besteht aus mehreren steinernen Segmenten, die von unterschiedlichen Personen oder Gruppen individuell gestaltet wurden. Dadurch ergibt sich ein vielschichtiges Gesamtbild: Jedes Element trägt eine eigene Handschrift und fügt sich dennoch harmonisch in das Ganze ein. Die eingearbeiteten Inschriften in verschiedenen Sprachen unterstreichen den multikulturellen Hintergrund der beteiligten Schülerinnen und Schüler und verleihen der Skulptur eine internationale, verbindende Botschaft.

Interessant ist auch die Formensprache des „Wegweisers des Friedens“. Je nach Blickwinkel erinnert die Skulptur an ein christliches Kreuz, ohne jedoch eindeutig religiös festgelegt zu sein. Diese Offenheit lässt Raum für unterschiedliche Interpretationen und macht das Werk zu einem Symbol für Frieden, Toleranz und Zusammenhalt über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg.

Heute gilt der „Wegweiser des Friedens“ als ein stilles, aber bedeutungsvolles Zeugnis lokaler Kunst- und Sozialgeschichte in Linden-Mitte – ein Ort, der nicht nur betrachtet, sondern auch verstanden werden möchte.

Bildnachweis: Stefan Ebers