Das Kunstwerk besteht aus mehreren steinernen Segmenten, die von unterschiedlichen Personen oder Gruppen individuell gestaltet wurden. Dadurch ergibt sich ein vielschichtiges Gesamtbild: Jedes Element trägt eine eigene Handschrift und fügt sich dennoch harmonisch in das Ganze ein. Die eingearbeiteten Inschriften in verschiedenen Sprachen unterstreichen den multikulturellen Hintergrund der beteiligten Schülerinnen und Schüler und verleihen der Skulptur eine internationale, verbindende Botschaft.
Interessant ist auch die Formensprache des „Wegweisers des Friedens“. Je nach Blickwinkel erinnert die Skulptur an ein christliches Kreuz, ohne jedoch eindeutig religiös festgelegt zu sein. Diese Offenheit lässt Raum für unterschiedliche Interpretationen und macht das Werk zu einem Symbol für Frieden, Toleranz und Zusammenhalt über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg.
Heute gilt der „Wegweiser des Friedens“ als ein stilles, aber bedeutungsvolles Zeugnis lokaler Kunst- und Sozialgeschichte in Linden-Mitte – ein Ort, der nicht nur betrachtet, sondern auch verstanden werden möchte.


