Copyright Foto Manfred Wassmann
Über Karsten Paul Sturn und Günter Müller
Am 10. September präsentieren die Initiative „Lebensraum Linden“ und die Buchhandlung Decius-Thalia in der Lesereihe „LindenLiest“ zum zweitenmal verstorbene Linden-Dichter. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Schriftsteller und Künstler, die seit den 60er bzw. 80er Jahren eng mit dem Kiez in Linden-Nord verbunden waren. Die Texte von Karsten Paul (KP) Sturm und Günter Müller werden gelesen von Kersten Flenter und Manfred Wassmann, die das Schaffen der beiden über Jahrzehnte verfolgt und begleitet hatben.
Karsten Paul Sturm, 1953 bis 2023, war nicht nur als Autor tätig. Er gründete mit Bildhauern, Dichtern, Künstlern, Musikern, Tanz- & Theaterschaffenden die Gruppe ZET, die ein Atelier in der Nedderfeldstraße unterhielt. Als Kritiker und Kolumnist war Sturm 20 Jahre lang tätig für das Literarische Info-Zentrum Bottrop (UM-Info), für die Zeitschrift Gegengift (Pfaffenhofen) und für KunstAmSonntag Hannover. Seit 1990 malt er teils großformatig mit Acrylfarben, Pigmenten & Sand auf Leinwand.
Günter Müller, 1944 bis 2025 wurde in seiner Jugend geprägt durch seine Bekanntschaft mit Adam Seide, sie motivierte ihn zu Literatur und Schreibtätigkeit. Er wurde Industriekaufmann und Berufspädagoge in der Behindertenarbeit, erst im Ruhestand (ab den 2000er Jahren) war Günter Müller in Vollzeit als Autor tätig. Sein Hauptwerk ist „Unvollständige Rückkehr an vergangene Orte“. Über 25 Jahre lang führte er nach der Veröffentlichung Literarische Erkundungsgänge durch Linden-Nord mit Lesung „vor Ort“ durch. Hierbei sowie bei seinen Literarischen Rundgängen zu Adam Seide in Linden-Süd oder den Lesungen in Lindener Sprache zum Scillablütenfest gewann der Kontakt mit Zuhörern und Stoff für weitere Literarische Arbeiten zur Lindener Geschichte, zuletzt verstärkt in der Nazizeit.
In der Lesereihe „LindenLiest“ – eine Zusammenarbeit der Initiative „Lebensraum Linden“ und der Buchhandlung Decius-Thalia Linden – stellen sich Lindener Autor*innen vor. Sie leben und schreiben in Linden oder schreiben über Linden, in der Lesereihe steht auch das Leben der Autor*innen in oder das persönliche Verhältnis zu Linden im Mittelpunkt.
Die Lesereihe und der kostenlose Eintritt werden ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover und der Stiftung Edelhof Ricklingen sowie der Stadtbibliothek Linden, die den Leseraum zur Verfügung stellt.
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