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»… ein abstumpfendes und mühseliges Leben, das aus jeweils zwölf Stunden Fließbandarbeit bestand«
Das KZ Limmer war eines von vielen Hundert Außenlagern im Deutschen Reich, die ab 1943 bei Industriebetrieben eingerichtet wurden. Die Continental AG errichtete es und »mietete« von der SS im KZ Ravensbrück Frauen u. a. aus Polen, Frankreich und der Sowjetunion als Zwangsarbeiterinnen.
Vor allem in der Gasmaskenproduktion mussten diese Frauen teils körperliche Schwerstarbeit verrichten. Hinzu kamen Unterernährung, Kälte, Schlafentzug durch Lagerdienste und »Strafappelle« sowie Misshandlungen durch die Aufseherinnen.
Durch den massenhaften Arbeitseinsatz von Gefangenen gegen Kriegsende wurde das KZ-System für viele deutsche Arbeiter*innen unmittelbar sichtbar.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Berichte von Gefangenen, in denen sie die Zwangsarbeit im Continental-Betrieb Limmer eindringlich schildern.
Die Lesung wird musikalisch begleitet von Carsten Bethmann.