
Die Wahl ging schnell und ohne Gegenstimmen über die Bühne: Bei der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine (AGLV) am Montagabend (14. März 2016) in der Traditionsgaststätte „Zum Stern“ wurde der komplette Vorstand einstimmig im Amt bestätigt.
Fast alle Vorstandsmitglieder waren anwesend. Lediglich Schriftführer Michael Oelker fehlte. Die übrigen Vorstandsmitglieder signalisierten ihre Bereitschaft, das Ehrenamt fortzuführen – die 18 stimmberechtigten Mitglieder votierten daraufhin geschlossen für ihre Wiederwahl.
An der Spitze der AGLV steht weiterhin Gabriele Steingrube als 1. Vorsitzende. Unterstützt wird sie von Andreas Klitz als 2. stellvertretendem Vorsitzenden sowie Martina Kreinhacke als weitere stellvertretende Vorsitzende. Das Amt des Kassierers bleibt in den Händen von Erich Bock, Schriftführer ist weiterhin Michael Oelker.
46 Institutionen unter einem Dach
Die AGLV versteht sich als Netzwerk des vielfältigen Lindener Vereinslebens. Insgesamt 46 Institutionen arbeiten hier zusammen – von Sport- und Schützenvereinen über Gesangs- und Kulturinitiativen bis hin zu Kirchengemeinden und Parteien. Der Vereinsbegriff ist bewusst weit gefasst: Gemeint sind alle Einrichtungen, die das gesellschaftliche Leben im Stadtteil prägen.
Damit gilt Linden als einer der vereinsstärksten Stadtteile Hannovers. Ob Fußball, Kleingartenwesen, Kulturarbeit oder Schützenwesen – vieles ist ohne Vereinsstruktur kaum denkbar. Für die AGLV sind diese Organisationen zentrale Kulturträger und Rückgrat des ehrenamtlichen Engagements vor Ort.
Interessenvertretung und Qualifizierung
Inhaltlich setzt die Arbeitsgemeinschaft zwei klare Schwerpunkte. Zum einen versteht sie sich als Interessenvertretung der Vereine gegenüber Politik und Verwaltung. Zum anderen will sie Vorstände und Engagierte durch Bildungsangebote stärken. Modernes Vereinsmanagement, rechtliche Fragen und Nachwuchsgewinnung stehen dabei im Fokus.
Denn auch in Linden bleiben die Vereine nicht von gesellschaftlichen Veränderungen verschont. Verändertes Freizeitverhalten und steigende Erwartungen an Transparenz und Organisation fordern mehr Professionalität in der Führung. Nachwuchssorgen beschäftigen viele Organisationen – trotz bundesweit weiterhin hoher Mitgliederzahlen in Sport- und Traditionsverbänden.
Austausch in geselliger Runde
Die regelmäßigen Treffen der AGLV finden reihum bei den Mitgliedsorganisationen statt. Gastgeber berichten aus erster Hand über ihre Arbeit, Herausforderungen und Projekte. Der Austausch soll den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus fördern – und endet traditionell in geselliger Runde bei Schnittchen und Getränken.
Neben der Netzwerkarbeit mischt sich die AGLV auch in kommunalpolitische Fragen ein. So fordert sie unter anderem die Wiedereröffnung des Lindener Bergfriedhofs als Begräbnisstätte.
Im Zentrum bleibt jedoch das kulturelle Leben im Stadtteil. Hier sieht sich die AGLV als verbindendes Element – zwischen Vereinen, Initiativen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern.