BasKIDball – Konzept und Standorte in Hannover

BasKIDball„Der Erwerb sportlicher Kompetenzen ist beim Mannschaftssport eng verknüpft mit dem Erwerb sozialer Kompetenzen. Spielerisch kann Durchsetzungsvermögen, Teamfähigkeit und Kompromissbereitschaft gelernt werden, die nicht nur Voraussetzungen für das gemeinsame Basketballspiel sind, sondern auch elementarer Aspekt für das soziale Zusammenleben“, sagte Bettina Wulff anlässlich der Eröffnung des Standortes Hannover im Juni 2011. „Kinder und Jugendliche können durch das Projekt viel für ihren Alltag und ihre Zukunft lernen. Deshalb unterstütze ich es.“

„Sport wird in Hannover schon lange erfolgreich als Medium in der Jugendarbeit genutzt, um Kindern und Jugendlichen Fairness, Teamgeist und Gewaltfreiheit zu vermitteln. So gibt es seit knapp 15 Jahren den ‚Mitternachtsport‘, das monatliche Angebot für junge Menschen, am Sonnabend Abend an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet Sport zu treiben“, erläutert Dezernent Walter.“Ich freue mich sehr, dass das Projekt BasKIDball nun auch in Hannover durchgeführt wird und auch in den Mitternachtssport integriert werden konnte.“

BasKIDball Standorte in Hannover

Anne Wolters, damalige Schulleiterin der Grundschule Am Lindener Markt, sieht in BasKIDball eine gute Alternative für die Kinder in Linden: „Offene Bewegungsangebote, die Grundschulkinder auch bei schlechtem Wetter wahrnehmen können, sind hier rar. Es ist daher sehr schön, BasKidball hier in unserer Schulsporthalle zu haben.“ Ein weiterer Standort in Hannover ist die IGS Roderbruch.

Das Konzept

„Überdenke deinen nächsten Wurf!“ umschreibt als Motto die Zielsetzung von BasKIDball. Kinder und Jugendliche erhalten freies Basketballtraining mit pädagogisch betreuten Bildungsangeboten (z. B. Hausaufgabenbetreuung, Vermittlung von Medienkompetenzen). Die Betreuung erfolgt sowohl durch pädagogische Fachkräfte als auch durch TrainerInnen und NachwuchsspielerInnen aus dem Bereich Basketball.

Selbstregulation und Eigenorganisation sind die prägenden Prinzipien des Projektes. Den Jugendlichen wird ein sozialer Raum zur Verfügung gestellt, den sie aktiv mit gestalten und an dem sie Verantwortung übernehmen müssen, um ihren Interessen nachgehen zu können. Eigeninitiative sowie bewusstes Handeln und Entscheiden werden so durch den Sport gefördert.

Im Spiel haben Kinder und Jugendliche die Gelegenheit, sich gewaltfrei kennen zu lernen und einen fairen Umgang miteinander zu erlernen. Geschlecht, Alter, Nationalität oder Einstellung der Jugendlichen spielen keine Rolle. Sie lernen über das Medium Sport, miteinander auszukommen.
Bei der Pflege ihrer eigenen Homepage entwickeln die TeilnehmerInnen ihre Medienkompetenz und halten den Kontakt untereinander aufrecht.

Kooperation als Voraussetzung

Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung von BasKIDball ist Kooperation. An den aktuellen Standorten wird beispielhaft Zusammenwirken von Schule, Jugendhilfe, Sport und engagierten Unternehmen der Wirtschaft deutlich. Das Projekt stellt keine Konkurrenz zum Vereinssport dar, sondern ist eine Ergänzung. So können Zielgruppen erreicht werden, die sich durch strukturierte Sportangebote nicht angesprochen fühlen. Etliche Jugendliche entwickeln nach einiger Zeit Erfolge und dadurch wächst die Bereitschaft, sich in Sportvereinen zu integrieren.

Sponsor

Die ING-DiBa unterstützt das Projekt auf vielfältige Weise, zum Beispiel mit der Finanzierung der Koordinierungsstelle in Bamberg sowie einzelner Projektstandorte, der Bereitstellung von Korbanlagen, bei der Programmierung der Internetportale und bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.baskidball.de

Ansprechpartner
Innovative Sozialarbeit e.V.
Andreas Schiebel
www.iso-ev.de