Garagenhöfe, allein im Stadtbezirk Linden-Limmer existieren über 50, entstanden vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts als Folge der zunehmenden Motorisierung und des wachsenden privaten Autobesitzes. Besonders in den Nachkriegsjahrzehnten wurden sie in dicht bebauten Wohnquartieren angelegt, um wohnungsnahe Stellplätze zu schaffen und den öffentlichen Straßenraum vom ruhenden Verkehr zu entlasten. Häufig entstanden sie in Hinterhöfen oder auf ehemals gewerblich beziehungsweise anderweitig genutzten Grundstücksflächen.
In den Garagenhöfen sollte sich anfangs kein Gewerbe befinden. Weil Automobile aber Pflege, Reparaturen und auch Treibstoffe brauchen, Tankstellen damals sehr selten waren, entstanden immer mehr Pflegestationen, Reparaturwerkstätten und Tankstellen hier. Damit bekamen die immer mehr zunehmende Anzahl an Autobesitzern das, was sie sich wünschten.
Die Garage entstand Ende des vorletzten Jahrhunderts als Remise, dem Kutschenhaus. Danach entwickelten sich die Automobil-Remise, der Einstellplatz, der Stellplatz, die Garage, bis dann das Carport entstand.

Der 2026 angehende Stadtplaner Carl Kramme hat eine typologische Anordnung zu Garagen erstellt, die einleuchtend ist. Hier mit Beispielen aus Linden-Limmer:
- Zeilenhof (mit oder ohne Mittelzeilen)
Blumenauer Straße 19, Prüßmannstraße 16 - Doppelter Zeilenhof (mit oder ohne Mittelzeilen)
Hurlebuschweg 3 - Eckzeilenhof (mit oder ohne Mittelzeilen)
Dunkelberggang 1, Großkopfstraße 4, Kötnerholzweg 60A, Seifeldstraße 4 - Garagenhofkomplexe
Röttgerstraße 14 - Wagenhallen
Gerade hier im Stadtbezirk ist auffällig, dass die Garagenhöfe heute oftmals von Künstlern genutzt wird.




