Zeitzeugengespräch: mit Hans Herzberg und Hans-Jürgen Hermel

Donnerstag, 20. September 2012, 19.00 Uhr, Haus der Region
Raum N001, Hildesheimer Str. 18, Hannover
Eintritt: frei
Hans Herzberg ist das vierte Kind einer bürgerlich-jüdischen Familie Hannovers. Sein Vater hatte eine renommierte Lederhandlung in der Herschelstraße und die Familie lebte in einer Villa nahe der Eilenriede. Als jüngster Nachkomme hatte er eine besonders behütete Kindheit. Er besuchte die Waldorfschule, als er 1938 infolge der Nürnberger Rassengesetze der Schule verwiesen wurde. Ein Jahr später, wenige Monate vor dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen, gelang ihm als 17 Jähriger die Emigration nach Großbritannien. Er fand eine Anstellung als Gärtnergehilfe, wurde 1940 als Ausländer interniert und in ein Camp nach Kanada überführt. Danach kämpfte er in der britischen Armee gegen Nazi-Deutschland.

Nachdem Krieg kehrte er zurück nach Deutschland und ging in die DDR, um den Sozialismus mit aufzubauen. Denn schon in England gehörte Hans Herzberg zu den Mitbegründern der „Freien Deutschen Jugend“. Er war in der DDR in führenden Positionen als Journalist tätig und lebt heute in Berlin. Hans Herzberg, heute 90 Jahre alt, berichtet aus einem ereignisreichen Leben, in dem ihn die nationalsozialistischen Machthaber beraubt und schließlich aus der Heimat vertrieben haben.

Hans-Jürgen Hermel, Vorsitzender des Fördervereins Ahlem und langjähriger Bekannter von Hans Herzberg, führt durch das Gespräch mit dem Zeitzeugen.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover

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