Die Stadt wird schöner – werbefrei

Werbefreie Kulturhauptstadt Hannover
Werbefreie Kulturhauptstadt Hannover
// Gesellschaftskritik
Mi. 06.03.2018 – 20 Uhr – Medienhaus Hannover, Schwarzer Bär 6

Referenten: Fadi El-Ghazi; Rechtsanwalt und Mitinitiator
Sarah Mohs; Produktdesignerin und Mitinitiatorin
Der Vorschlag des Medienhauses für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt

Europas 2025 am Beispiel der Berliner Initiative.

Werbebotschaften sind im städtischen Raum allgegenwärtig. Die Gestaltung der Stadt wird durch Werbung überlagert und der öffentliche Raum zunehmend kommerzialisiert. Dadurch verliert unsere Stadt ihr individuelles Gesicht. Die geplante Digitalisierung von Werbeanlagen wird diese Entwicklung noch verstärken.

Ziel des Berliner Gesetzesvorhabens ist deshalb eine deutliche Reduzierung der Außenwerbung und ein Verbot digitaler Werbeanlagen im öffentlichen Raum. Plakate für kulturelle, politische, sportliche und ähnliche Veranstaltungen sowie für Gemeinnütziges wird es weiterhin an Litfaßsäulen, Kulturflächen und Haltestellen geben. Produktwerbung ist nur noch am Ort der Leistung (z.B. Läden, Gaststätten) zulässig.

Es werden sich neue Perspektiven auf unsere Stadt eröffnen. Der Blick wird frei auf Gebäude, Grünflächen oder einfach den Himmel über Hannover.

Öffentliche Einrichtungen

Werbung und Sponsoring in Kitas, Schulen und Universitäten gefährden die Neutralität und Unabhängigkeit öffentlicher Bildungseinrichtungen. Die Grenzen zwischen wirtschaftlichen Interessen und Bildungsauftrag verschwimmen. Der Gesetzentwurf sieht daher ein Werbeverbot in Kitas, Schulen und Hochschulen vor. Sponsoring ist dann erlaubt, wenn eine Beeinflussung ausgeschlossen ist und der Grundsatz der Transparenz gewahrt wird.

Herabwürdigende und diskriminierende Werbung

Werbung vermittelt oft fragwürdige Leitbilder. Insbesondere Frauen sind davon betroffen: Sie werden in vielen Werbemotiven zum Objekt reduziert und für Verkaufszwecke instrumentalisiert.
Die freiwillige Selbstkontrolle durch die Werbewirtschaft ist weder ausreichend, noch demokratisch legitimiert. Das AntiKommG hebt daher die Regeln gegen herabwürdigende oder diskriminierende Werbung auf eine gesetzliche Ebene.

*Entnommen aus dem Entwurf von „Berlin Werbefrei“ Volksentscheid

Die Veranstaltungsreihe „Gesellschaftskritik“ ist eine Zusammenarbeit mit dem NLQ Hildesheim und wird aufgezeichnet.

Den Film „Bäume statt Werbetafeln“ am Beispiel der Werbefreien Stadt Grenoble kann man auf unserer Seite www.medienhaus-hannover.de als auch bei https://berlin-werbefrei.de/ sehen

Medienhaus Hannover
Schwarzer Bär 6
30449 Hannover
Eintritt: Frei

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