Verfolgte jüdische Ärztinnen und Ärzte in Hannover

Kurzvortrag und Zeitzeugengespräch  mit Barbara Dreyfuss

Termin: Donnerstag, 28. April 2011, 19 Uhr
Veranstaltungsort:Haus der Region, Hildesheimer Str. 18, Raum N003

Entlassungen, das Verbot kassenärztlicher Tätigkeit und schließlich das totale Berufsverbot entzogen jüdischen Ärztinnen und Ärzten im nationalsozialistischen Deutschland ab 1933 schrittweise die Existenzgrundlage. Seit dem November 2008 erinnert ein Denkmal im Haus der Ärztekammer Niedersachsen an die Verfolgten. Verantwortlich für die historische Aufarbeitung ist der Arbeitskreis „Schicksale jüdischer Ärzte in Hannover“. Dr. med. Udo Niedergerke leitet als Mitglied dieses Arbeitskreises in die Veranstaltung ein.

Der angesehene und beliebte Kinderarzt Dr. Walter Sochaczewski hatte seine Praxis am Schwarzen Bären in Linden. Ihm gelang es noch, mit seiner Familie der Gestapo zu entkommen und in Brasilien zu überleben. Seine Tochter Barbara Dreyfuss ist vor fünf Jahren In ihre alte Heimat zurückgekehrt und lebt in Hamburg. Sie erinnert im Gespräch mit dem Journalisten Hans-Jürgen Hermel an ihre Kindheit in der List und an ihr Leben als Migrantin fern der Heimat.

Literatur:
Erinnerung und Gedenken. Jüdische Ärzte in Hannover. Hrsg.: Arbeitskreis „Schicksale jüdischer Ärzte in Hannover“. Hannover 2008