Zehn Jahre Quartier im Küchengartenpavillon

Küchengartenpavillon

Küchengartenpavillon

Vor zehn Jahren, am 9.12.2002, ist der gemeinnützige Stadtteil- und Kulturverein Quartier in den städtischen Küchengartenpavillon auf dem Lindener Bergfriedhof eingezogen.

Das Gebäude hatte einige Jahre leer gestanden und wurde vom Vandalismus heimgesucht. Nach langer Diskussion mit Lindener Vereinen und Stadtverwaltung hatte die AG Küchengartenpavillon ein Konzept für die Nutzung vorgeschlagen. 2002 hatte der Bezirksrat dann beschlossen, dass Quartier den Pavillon nutzen sollte. Die Stadt renovierte daraufhin das denkmalgeschützte Gebäude – und am9.12.2002 ging es los.

Noch während des Einzuges standen die ersten Interessierten vor der Tür und wollten neugierig endlich einmal in das Gebäude schauen.Quartier richtete ein kleines Büro ein, der Rest der Fläche wurde für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen genutzt. Anfangs tägliche Öffnungszeiten dienten dazu, das Gebäude zu sichern, aber auch dazu, den Gästen die Räume zu zeigen und Informationen über den Berg und Linden zu geben.

Zusammen mit den „Bergleuten“, den Projekten des Berges, wurde auf dem„Lindener Gipfeltreffen“ beratschlagt, was auf dem Berg gemacht werden sollte. Daraus gingen dann Kulturspaziergänge, Tage der offenen Tür, drei Seifenkistenrennen und inzwischen zehn Scilla-Blütenfeste hervor. Mittlerweile kommen zum Frühjahr mehrere tausend Gäste und erfreuen sich am „Blauen Wunder“. Das ist unbestritten das wichtigste Ereignis auf dem Bergfriedhof. Auch der ausgeschilderte Rundgang über den Lindener Berg, die sog. MixTour gehört zu den Gemeinschaftsaktivitäten.

Neben dem Betrieb des Küchengartenpavillons hat der Verein auch seinen inhaltlichen Schwerpunkt nach Linden gelegt und informiert mit zahlreichen Broschüren über diesen Stadtteil. Dazu kommen Postkarten, Poster und Kalender, mit denen für den schönen Berg und das schöne Linden geworben wird.

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Über sechzig Ausstellungen vor allem zu Linden oder von Lindener KünstlerInnen, zahlreiche Lesungen und Musikveranstaltungen gehörten zum Kulturprogramm des Vereins.

Höhepunkt in unserer Zeit waren zum einen die Ausmalung der Kuppel mit dem Motiv „Vierjahreszeiten“ durch den hannoverschen Künstler Torsten Paul, Filmaufnahmen im und am Gebäude mit Maria Furtwängler für den hannoverschen „Tatort“-Krimi „Atemnot“ sowie die Ausstellung des Landesmuseums zu Fossilienfunden auf dem Berg.

Inzwischen über 75.000 BesucherInnen bei uns zu Gast gewesen sein.

Quartier ist ein kleiner Verein, der sich in den Anfangsjahren selbstfinanzierte. Inzwischen ist das Projekt gewachsen und wird dankenswerterweise von der Landeshauptstadt Hannover finanziell unterstützt.

Am Sonntag, den 9.12.2012 lädt Quartier seine FreundInnen zu einem kleinen Empfang in den Küchengartenpavillon, Am Lindener Berge 44, ein. Beginn ist um 11 Uhr. Bezirksbürgermeister Rainer Grube, Sid Auffarth und Günter Müller (mit der Lesung „Linden lokal“) und Quartier-Vorstand Jonny Peter werden das Festprogramm mitgestalten. Anlässlich der 150 Jahre Lindener Bergfriedhof in diesem Jahr wird Quartier ein Buch über den Bergfriedhof präsentieren.

Quartier e. V.
Küchengartenpavillon
Am Lindener Berge 44
30449 Hannover
www.quartier-ev.de