Jour Fixe zur Lindener Geschichte am 1.11.2010

Thema: „Rote Punkt Aktionen in Hannover 1969:ÜSTRA; ÜSTRA, ungeheuer …“
amMontag, den 1.11.2010um 18 Uhr in der FAUST-Warenannahme

Eine Veranstaltung von Quartier e.V., Otto Brenner Akademie und Kulturzentrum FAUST e.V.
in Kooperation mit der Stiftung Leben und Umwelt sowie dem Bürgerbüro Stadtentwicklung

Im Streit um ÜSTRA-Fahrpreiserhöhungen kam es 1969 zu einer der größten Protestbewegungen, die es je in Hannover gegeben hat. Die Auseinandersetzung wurde auch bundesweit beachtet und befolgt, die wichtigste fand aber in Hannover statt. Autofahrer, die gegen die Fahrpreiserhöhungen protestieren und praktisch angehen wollten, klebten einen roten Punkt an ihr Auto und beförderten andere Personen umsonst in Hannover. Sie bildeten so einen eigenen öffentlichen Personennahverkehr und zwangen die ÜSTRA in die Knie.

Der Rote Punkt symbolisierte den erfolgreichen Kampf einer großen Zahl von Bürgern aller Schichten um die Durchsetzung ihrer Forderung für günstige Preise für ÜSTRA-Fahrkarten. Das Ergebnis war, dass der Rat diesen Wünschen entsprach: JedeR konnte für 50 Pfennig aufallen Strecken der ÜSTRA fahren.

Referent: Prof. Dr. Gerd Weiberg, Berlin
Moderation und Zeitzeuge: Egon Kuhn