10 Tipps, um einen Online-Fake-Shop zu erkennen

Achtung Falle, Fakeshops erkennenDer Black Friday hat sich inzwischen zu einem Online-Schnäppchen-Tag entwickelt. An diesem Tag locken nicht nur die großen Online-Giganten wie Amazon und Ali Baba mit stark vergünstigten Angeboten. Auch zahlreiche kleinere Anbieter tummeln sich im Netz und bieten dort ihre Waren an.

Allerdings gibt es hier auch immer wieder Betrüger, die sogenannte Online-Fake-Shops aufziehen. Mit diesen zehn hilfreichen Tipps kann man sich aber recht einfach davor schützen.

Mehr Onlineeinkäufe in Corona-Zeiten

Durch die verlängerten Beschränkungsmaßnahmen während der Corona-Pandemie steigt die Nachfrage in den Online-Shops weiter an. Bei den bekannten Online-Giganten wie Amazon oder Ali Baba brummt das Geschäft und die Aktienkurse steigen seit dem Ausbruch der Pandemie in die Höhe. Dennoch gibt es auch abseits der beiden erwähnten Plattformen viele Anbieter, die am immer bedeutender werdenden Online-Markt partizipieren wollen. Dazu gehören auch Gratisproben, die oftmals als Lockmittel eingesetzt werden, um potentielle Kunden auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Aus diesem Grund sollte man Obacht geben, hier nur seriösen Unternehmen zu vertrauen. Der Vergleichsdienst Mein Deal listet beispielsweise Anbieter von Gratisproben auf.

Bequemer Online-Kauf

Beim Einkaufen vom heimischen Sofa aus sind Mund-Nasenschutz-Bedeckungen, Masken und Abstandsregeln außer Kraft gesetzt. Keine langen Warteschlangen mit zwei Metern Abstand, ungeduldige Mitmenschen, Security-Mitarbeiter, die den Einlass regeln und eine begrenzte Zahl an Kunden pro Ladenfläche.

Auf all dies muss beim Online-Kauf keine Rücksicht genommen werden. Die Möglichkeit, mal eben schnell die fehlende Zutat für das Rezept zum morgigen Abendessen, das langsam ausgehende Hundefutter oder ein Geschenk für Oma und Opa zu bestellen, ist für viele eine zu große Verlockung. Doch wie findet man den passenden Online-Shop und auf welche Arten des Betrugs muss man aufpassen?

Woran erkennt man einen seriösen Online-Shop?

Bei all den angebotenen Waren für die Verbraucher und Verbraucherinnen ist es schwer, den Überblick zu behalten, wer einen seriösen und wer einen betrügerischen Online-Shop betreibt. Welche Schnäppchen sind sinnvoll und schonen den eigenen Geldbeutel und bei welchen ist Vorsicht geboten? Die sogenannten Fake-Shops, die von Kriminellen betrieben werden, sind meist nicht auf den ersten Blick von einem seriösen Online-Shop zu unterscheiden. Hierbei ist es nicht unbedingt entscheidend, welche Produkte angeboten werden.

Nachdem man beispielsweise durch ein besonderes Lockangebot von teilweise jenseits der 50 Prozent Rabatt auf den Gesamteinkauf oder ein Produkt auf die Shop-Seite gelangt ist, sollte der erste Blick auf das entsprechende Impressum der Website fallen. Hier ist meist schon erkennbar, um was für eine Art von Website es sich handelt. Ist ein vollständiges Impressum mit Firmennamen, der geografischen Adresse und der E-Mail-Adresse vorhanden, ist der nächste Schritt der Blick auf einen vergleichbaren Online-Shop, ob das zu erwerbende Produkt dort verfügbar ist. Ist es dort nicht verfügbar oder deutlich teurer, lohnt sich meist noch der Blick auf einen dritten Anbieter.

Ein weiterer elementarer Punkt ist die Art der Zahlungsmöglichkeiten. Häufig bieten die Anbieter verschiedene Varianten zur Bezahlung an. Die gängigen Arten sind Vorkasse, Paypal, Kreditkartenzahlung, Rechnung, Lastschriftverfahren oder Sofortüberweisung. Teilweise ist sogar die Bezahlung über verschiedene Kryptowährungen wie beispielsweise Bitcoin möglich. Wird stattdessen ausschließlich die Zahlungsvariante der Vorkasse angeboten, ist es im Normalfall ein Anzeichen für einen Fake-Online-Shop. Ein beliebter Trick ist, dass auf den ersten Blick zwar unterschiedliche Zahlungsarten möglich sind, am Ende des Kaufs ist dann plötzlich nur noch Vorkasse möglich. An dieser Stelle sollte dann der Kauf abgebrochen werden.

10 Tipps zur Beachtung beim Online-Kauf

Um das Dickicht des Online-Shoppens in der Vorweihnachtszeit und gerade bei den Rabattschlachten am Black Friday oder während anderer Angebotswochen wie beispielsweise der Cyberweek bei Amazon zu überblicken, sollten diese zehn wichtigen Tipps berücksichtigt werden.

  1. Impressum und Kontaktdaten des Anbieters überprüfen
  2. Kundenrezensionen und Bewertungen durchlesen
  3. Bezahlarten kontrollieren und nach Möglichkeit auf Rechnung oder über Paypal bezahlen
  4. Rabattangebote mit anderen Online-Shops vergleichen
  5. Lieferbarkeit der Ware mit anderen Online-Shops abgleichen
  6. Regelmäßige Sicherheitsupdates am PC durchführen
  7. Nutzung eines sicheren Virenprogramms
  8. Überprüfung der Reputation vom Unternehmen
  9. Gütesiegel auf Echtheit überprüfen
  10. Korrekter Bestellbutton

Was muss getan werden, wenn man Opfer von einem Fake-Online-Shop geworden ist?

Was tun, wenn trotz aller Vorsicht das Angebot so verlockend ist, dass die Ware bestellt und bezahlt wird, aber nicht oder in minderwertiger Qualität ankommt? Wie kann das Geld vom Anbieter zurückgeholt werden? Ist es notwendig eine Strafanzeige zu stellen?

Die Antwort lautet eindeutig ja. Ist man Opfer von Kriminellen im Internet geworden, sollte eine Strafanzeige bei der nächsten Dienststelle der Polizei gestellt werden. Des Weiteren ist es sinnvoll sich bei der Hausbank zu erkundigen, ob eine Möglichkeit vorhanden ist, das Geld für den Kaufpreis zurückzuholen. Das ist meist mehrere Stunden nach dem getätigten Einkauf noch machbar. Bei der Zahlungsmethode Lastschriftverfahren ist eine Rückholmöglichkeit noch für acht Wochen möglich. Dabei sollten alle Nachweise über die Bestellung wie E-Mails, Bestellbestätigungen oder Kaufvertrag aufbewahrt werden.

Wurde die Möglichkeit der Kreditkartenzahlung in Anspruch genommen, ist es unabdingbar, sie sofort sperren zu lassen. Die Cyberkriminellen kennen und besitzen jetzt sensible Daten über den Kreditkarteninhaber und können sie an andere weiterverkaufen. Darunter fällt der vollständige Name, die Adresse und natürlich die Daten von der Kreditkarte selber.

Verändertes Kaufvergnügen zur Weihnachtszeit

Trotz aller Bedenken, Opfer von einem Online-Fake-Shop zu werden, ist die Freude und die Bequemlichkeit, sich die erworbenen Waren direkt zum gewünschten Lieferort zu bestellen, ungebrochen.

Das traditionelle Weihnachtsgeschäft wird vermutlich in der Corona-Pandemie nicht in dem bekannten Maß in den menschenleeren Innenstädten und Einkaufscentern stattfinden können. Viele Unternehmen mussten Kurzarbeit anmelden und vom Staat Unterstützungshilfen beantragen. Das Geld sitzt nicht mehr so locker, wie es vor der Pandemie noch der Fall war. Trotzdem steigt die Vorfreude in der dunklen Jahreszeit, die Liebsten zu beschenken und etwas Normalität zu erleben.

Die Zahl der verschiedenen Online-Shops oder Internetanbieter nimmt stetig zu. Somit steigt auch die Gefahr, einem Online-Fake-Shop ins Netz zu gehen. Der Bestellbutton ist ein wichtiger Teil des Onlineshoppens und muss korrekt beschriftet sein. Steht hier beispielsweise nur „Bestellen“ und nicht „Zahlungspflichtig bestellen“ oder „jetzt kaufen“ sollten die Alarmglocken schellen und es ist Vorsicht geboten.

Dennoch sollte die Möglichkeit des Online-Shoppens nicht sofort aufgegeben werden. Eine gute Recherche über den jeweiligen Anbieter sowie ein genauer Blick sichern viele günstige Angebote und eine beginnende Adventszeit, auf die man sich freuen kann. Durch Beachten der oben genannten Tipps und Warnhinweise steht dem Kaufvergnügen nichts mehr im Wege.

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